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Das Duell der Giganten wird auf SCHOTTER fortgesetzt

Erstmals in dieser Saison wird in Mexiko auf Schotter gefahren. Vorjahrssieger Loeb möchte WM-Leader Grönholm abfangen, Stohl & Aigner wollen auf's Podest.

Michael Noir Trawniczek

Am kommenden Wochenende steigt die erste von insgesamt neun Schotter-Rallyes der Saison 2007. In Mexiko, genauer gesagt in den luftigen Höhen der Berge (meist über 2000 Höhenmeter) rund um Léon, das rund 400 Kilometer nördlich von Mexiko City liegt, werden WM-Leader Marcus Grönholm und Sébastien Loeb zu einem weiteren "Duell der Giganten" antreten.

Loeb konnte im Vorjahr den Sieg erringen, heuer bestreitet er mit dem neuen Citroen C4 WRC die Premiere auf Schotter - nichtsdestotrotz möchte der regierende Weltmeister, der in Norwegen nach zwei Fahrfehlern ohne WM-Punkte blieb und die WM-Führung an Grönholm verlor, unbedingt den Vorjahrscoup wiederholen.

Grönholm wiederum möchte seinen guten Lauf fortsetzen. "Die Prüfungen sind recht eben und besitzen einen guten Rhythmus aus schnellen und langsamen Passagen", sagt der WM-Führende.

Wird Mexiko tatsächlich nur ein "Duell der Giganten"? Ford-Youngster Mikko Hirvonen, der in Norwegen seinen Stallkollegen Grönholm im direkten Kampf besiegen konnte, traut sich eine solche Leistung auf Schotter noch nicht zu: "Dazu werde ich wahrscheinlich noch ein paar Rallyes benötigen."

Dani Sordo, der zweite Mann bei Citroen, konnte zuletzt nicht wirklich glänzen und möchte am kommenden Wochenende "so viele Konkurrenten wie möglich hinter mir lassen". Dass er in Mexiko eine Gefahr für Loeb darstellen könnte, ist eher unwahrscheinlich - obwohl: In Monaco gab der Juniorenweltmeister des Jahres 2005 eine beeindruckende Vorstellung - nur: seine Performance scheint doch zu schwanken.

Und Subaru? Dort freut sich Petter Solberg - endlich wird der neue Subaru Impreza WRC 2007 eingesetzt. Aber ob Solberg mit dem neuen Boliden in Mexiko tatsächlich ein ernsthafter Sieganwärter sein kann, bleibt abzuwarten. Das Team fährt zum ersten Mal mit den BFGoodrich-Reifen auf Schotter, der Wagen ist neu - ziemlich viele Unbekannte also.

Stohl & Aigner wollen auf's Stockerl

Manfred Stohl antwortete im motorline.cc-Interview auf die Frage nach seinen Zielen für Mexiko mit der Gegenfrage: "Was soll ich mir anderes wünschen als einen Podestplatz?" Schließlich standen der Wiener und seine Kärntner Co-Pilotin Ilka Minor auch im Vorjahr als Dritte auf dem Stockerl. Stohl ist wie viele "gespannt auf die Kräfteverhältnisse auf Schotter".

Insgesamt treten im Land der Gauchos 14 WRC-Boliden an, darunter neun Ford Focus RS WRC, davon acht aktuelle Ford Focus RS WRC 06 - die beiden Werksboliden von Grönholm und Hirvonen, die drei Stobart-Piloten Henning Solberg, Jari-Matti Latvala und Matthew Wilson, die zwei Munchi's Ford von Luis Pérez-Companc und Juan Pablo Raies sowie Gareth und Austin MacHale. Bleiben noch die zwei neuen Subaru von Solberg und Atkinson und die drei Citroen - die zwei C4 von Loeb und Sordo sowie der Xsara von Stohl.

Andreas Aigner tritt zum zweiten Mal in der PRWC an, der Mitsubishi-Pilot möchte wie Stohl in der WRC in seiner Klasse ein Top 3-Ergebnis erzielen, was angesichts der starken Gegner keine leichte Aufgabe darstellt. Juho Hänninen, der den ersten PWRC-Lauf in Schweden an sich gewonnen hatte, wurde wegen Unregelmäßigkeiten an seinem Auto disqualifiziert. Der Finne ist nicht für Mexiko genannt. Der PWRC-Leader heißt daher Ove Svedlund, doch auch der steht, wie auch der Zweite der Tabelle, Anton Alen, und der Vierte, der Portugiese Armindo Araujo, nicht auf der Nennliste für Mexiko. Und auch der Norwegen-Sieger der Gruppe N, Patrik Flodin, scheint nicht auf der Nennliste auf.

Wohl aber stehen Kristian Sohlberg (6 Punkte), Fumio Nutahara (4), Toshihiro Arai (3), Nasser Al-Attiyah (2) und Fabio Frisiero (1) auf der Liste. Hinzu kommen noch Kaliber wie der US-Pilot Travis Pastrana im Subaru, Mirko Baldacci, der PWRC-Dritte des Vorjahrs oder Mark Higgins, der bei der nicht zur WM zählenden Galway-Rallye hinter Grönholm und Gareth MacHale Dritter wurde. Ebenfalls am Start sind zwei von Stohl Racing eingesetzte Mitsubishi Evo IX mit dem Tschechen Stepán Vojtech und dem Ungarn Balaz Benik am Steuer.

366 Wertungskilometer

Insgesamt werden in Mexiko 20 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtänge von 366 Kilometern absolviert - insgesamt werden 849,55 Kilometer gefahren. Weil die Rallye mit der im Mai stattfindenden Argentinien-Rallye gepaart wird, müssen die Teams eher vorsichtig agieren, denn in Argentinien müssen Motoren, Getriebe und Chassis aus Mexiko noch einmal verwendet werden. Beim zweiten Befahren der Prüfungen können diese recht holprig und ungemütlich werden, so mancher Stein kann dann zum Verhängnis werden.

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