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Doppelte Podiumsplatzierung für Ford

Ford-Werkspilot Marcus Grönholm konnte mit dem zweiten Platz die WM-Führung behalten - sein junger Stallkollege Mikko Hirvonen wurde Dritter.

Die BP Ford-Werksfahrer Marcus Grönholm / Timo Rautiainen und Mikko Hirvonen / Jarmo Lehtinen haben die Rallye Mexiko, vierter von 16 Läufen zur diesjährigen Rallye-Weltmeisterschaft und Auftakt der „Schottersaison“, auf den Plätzen zwei und drei beendet. Damit verteidigen Grönholm und die Marke mit dem blauen Oval nach dem ersten Viertel der 2006er WM-Kampagne sowohl in der Fahrer- als auch in der Konstrukteurswertung die Führung.

Der Finne musste am Freitagmorgen als Erster auf die noch staubigen Prüfungen gehen und verlor dadurch erwartungsgemäß viel Zeit – mit 26,9 Sekunden Rückstand auf den Erstplatzierten Petter Solberg kehrte er zum ersten Service-Halt zurück. Doch auch am Nachmittag lief es für den zweifachen Weltmeister nicht wie erwartet: Obwohl die drei inzwischen saubergefahrenen morgendlichen Wertungsprüfungen (WP) erneut auf dem Programm standen, fiel Grönholm weiter zurück.

„Keine Ahnung, warum“, rätselte der 39-Jährige, der sich am Ende der ersten Etappe mit Rang fünf zufrieden geben musste. Erst seine Techniker fanden die Ursache: Ein defekter Temperatursensor hatte einen noch größeren Leistungsverlust verursacht, als aufgrund der dünnen Höhenluft in den zentralmexikanischen Bergen ohnehin zu erwarten war.

Am Samstag schlug Grönholm wie erwartet zurück. Mit der Bestzeit auf WP 11 gelang dem Ford Focus RS WRC-Pilot sogar das Kunststück, gleich drei Platzierungen auf einen Schlag aufzuholen. Er rückte bis auf die zweite Position hinter Sébastien Loeb vor – eine Platzierung, die er mit insgesamt sechs von 20 WP-Bestzeiten bis ins Ziel untermauern konnte.

„Zuvor habe ich das Fahrwerk modifizieren lassen, von da an lag das Auto besser, ich konnte richtig angreifen“, so der Routinier.

„Wenn Loeb gewinnt, ist es für uns wichtig, Zweiter zu werden. Ich reise als Tabellenführer zur Rallye Portugal, dort kann ich meinen Vorsprung weiter ausbauen.“

Auch Grönholms Teamkollege Mikko Hirvonen – der Sieger der Rallye Norwegen – handelte sich am Freitag als „Straßenfeger“ zunächst einen Rückstand ein. Mit einer guten Reifenwahl und einem etwas strafferen Fahrwerks-Set-up für die WP 4 bis 6 kämpfte er sich schnell wieder von Rang sechs auf drei vor. Am Samstag eroberte der 26-Jährige kurzfristig sogar die zweite Position, fiel aufgrund eines Drehers auf der vorletzten WP des Tages jedoch wieder auf Platz vier zurück.

„Kurz nach dem Start war ich im vierten Gang in einer Rechts-Links-Passage zu schnell und rutschte heraus“, ärgerte sich das Nachwuchstalent. „Diese Eskapade hat gut 25 Sekunden gekostet, zudem wurden beide Hinterreifen beschädigt – was dank des pannenresistenten ,Mousse‘-Systems von BFGoodrich jedoch problemlos blieb.“

Das teaminterne Duell um Rang zwei war für Hirvonen damit zu Ende, dafür aber luchste er dem Spanier Dani Sordo mit einer klaren Bestzeit auf der ersten Sonntags-WP den dritten Podiums-Platz wieder ab. „Ich bin froh, trotz meines Fehlers noch sechs WM-Punkte errungen zu haben“, so Hirvonen. „Vom Speed her komme ich immer näher an Grönholm und Loeb heran, das stimmt mich zuversichtlich. Ich denke, wir dürfen auch für den Rest der Saison mit knappen Resultaten rechnen.“

Malcolm Wilson, Direktor des Team BP Ford, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis: „Marcus und Mikko wurden am Freitag von den Streckenbedingungen gehandicapt, kämpften sich aber trotz kleinerer Widrigkeiten wieder zurück. Wir liegen in beiden WM-Wertungen weiterhin vorn, eine gute Ausgangsposition.“
„Fünf der neun Ford Focus RS WRC, die hier in Mexiko an den Start gegangen sind, gelang der Sprung unter die ersten Zehn“, bilanziert Jost Capito, Direktor des Ford TeamRS.

„Dies beweist die Konkurrenzfähigkeit und die Standfestigkeit unseres Fahrzeugs. Mit Platz zwei und drei haben wir erneut ein gutes Team-Resultat abgeliefert und unsere Positionen in den WM-Tabellen behauptet.“

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