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Rallye-WM: Finnland

Loeb kompensiert Startnachteil

Trotz des Startnachteils behauptet Sebastien Loeb die Führung, gefolgt von seinem Teamkollegen Ogier, Latvala 9,4 Sekunden zurück, Hirvonen holt auf.

Die beiden Citroen-Werkspiloten Sebastien Loeb und Sebastien Ogier liefern sich am zweiten Tag der Rallye Finnland ein enges Duell um die Führung.

Noch aber behält Weltmeister Loeb die Oberhand - obwohl er die denkbar schlechteste Ausgangsposition hat.

Als gestern Nachmittag fröhlich taktiert wurde, übernahm Loeb unfreiwillig die Führung und muss am heutigen langen Freitag als Erster auf die Schotterpisten.

Doch der Citroen-Star meistert seine Rolle als "Straßenkehrer" einmal mehr gut und konnte in den ersten drei Prüfungen des Samstags seinen kleinen Vorsprung halten. Mit einem Minimalpolster von 2,8 Sekunden auf seinen Teamkollegen Ogier war er in den Samstag gestartet.

Mal war Loeb schneller, mal Ogier, und nun trennen die beiden vor dem Remoteservice weiter 2,8 Sekunden. Unterdessen ist der Rückstand von Ford-Pilot Jari-Matti Latvala auf Rang drei etwas größer geworden: Den Finnen fehlen bereits 9,4 Sekunden auf Loeb.

"Zwischen mir und Ogier geht es sehr eng zu", berichtet Loeb. Zwischenzeitlich war der Pistenzustand so, dass er als Erster auf der Straße keinen so großen Nachteil hatte und seinen Vorsprung sogar ausbauen konnte.

Doch in SP6 konnte Ogier wieder etwas heranrücken. "In dieser Prüfung gab es viel losen Schotter und wir hatten keine Chance, uns abzusetzen. Wir geben richtig Gas und ich bin permanent am Limit. Wir müssen einfach pushen. In dieser Prüfung hatten wir einen Nachteil, ich hoffe, dass es in der nächsten besser läuft", sagt Loeb.

Ogier kämpft unterdessen weiter. "Es ist alles andere als einfach. Die Prüfungen sind zwar breit und man hat viel Platz, aber tückisch. Und jeder weiß, wie schwer es ist, Seb zu schlagen. Er ist verdammt schnell und das überrascht mich überhaupt nicht", so Ogier.

Ford-Pilot Latvala hatte sich eigentlich vorgenommen, als Dritter auf der Piste Jagd auf die beiden Citroens zu machen. Doch noch gelingt ihm das nicht.

"Ich bin nicht ganz zufrieden, wir brauchen mehr Traktion. In den engen Abschnitten habe ich Probleme", schildert der Finne. Erst in SP6 lief es etwas besser: "Da habe ich wirklich gepusht, und mein Fahrstil geht in eine bessere Richtung."

Unterdessen hat sein Teamkollege Mikko Hirvonen eine Aufholjagd gestartet. Er war als 36. mit über zwei Minuten Rückstand in den Freitag gestartet, nachdem er gestern gleich in der ersten Prüfung an einen Baum geprallt war.

Hirvonen legte dafür heute Vormittag gleich eine Bestzeitenserie hin und war in allen drei Prüfungen Schnellster. Damit ist er nun 15. und hat seinen Rückstand auf 1:46 Minuten verkürzt - die Spitze ist aber immer noch weit weg.

Citroen-Privatier Petter Solberg hat sich heute Vormittag um einen Platz auf Rang vier verbessert, er hat aber schon 27,4 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Loeb. Jari Ketomaa (M-Sport Ford Fiesta RS WRC), der gestern sensationell zum Auftakt an der Spitze gelegen und dann taktiert hatte, ist auf den fünften Rang zurückgefallen.

Stobart-Pilot Mads Östberg ist Sechster vor Dani Sordo im MINI John Cooper Works WRC. Der Spanier war wegen einer Fehlzündung auf den siebten Platz zurückgefallen und baute dann noch einen kleinen Dreher ein. Acht Sekunden hinter ihm ist MINI-Teamkollege Kris Meeke Achter.

Dahinter gab es einen Wechsel an der Spitze der S-WRC. Skoda-Pilot Juho Hänninen konnte sich vor Ford-Fahrer Ott Tänak setzen. Im Gesamtklassement liefen die beiden auf den Plätzen neun und zehn. Citroen-Privatier Kimi Räikkönen hatte sich zwischenzeitlich bis auf den elften Platz verbessert, ist nun aber wieder auf Rang 14 zurückgefallen.

Der "Iceman" hatte in der sechsten Prüfung eine massive Schrecksekunde, als er sich bei einem Dreher fast überschlug. Er konnte den DS3 WRC aber noch abfangen. Doch sein Rückstand auf die Spitze ist auf über 1:45 Minuten angewachsen.

Henning Solberg und Ilka Minor können das Tempo an der Spitze nicht ganz mitgehen, das Ford-Duo liegt derzeit auf Gesamtrang 13.

Nach der Mittagspause warten weitere fünf Sonderprüfungen auf die Teams.

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