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Rallye-WM: Finnland

"Mikko war zu schnell dran..."

Ford-Teamchef Malcolm Wilson widerspricht Hirvonens Aussagen, er sei aufgrund eines Technikproblems abgeflogen, der Finne sei vielmehr deutlich zu schnell gewesen...

Mikko Hirvonen war mit breiter Brust und als Siegkandidat zu seinem Heimlauf in Finnland angetreten.

Doch bereits in der ersten Wertungsprüfung gestern Nachmittag erlebte er einen herben Rückschlag.

Der Ford-Werkspilot krachte in einer Kurve gegen einen Baum. Dabei wurden die Aufhängung und die Bremsen beschädigt, in der Folge kam auch noch ein Reifenschaden dazu. Hirvonen beendete den Tag mit über zwei Minuten Rückstand außerhalb der Top 30.

Der Finne selbst hatte in seinem ersten Bericht erklärt, in dieser Kurve sei plötzlich sein Motor abgestorben. Deshalb sei er gegen den Baum geprallt. Auch andere Ford-Piloten hatten von Motorproblemen berichtet.

Doch laut Ford-Teamchef Malcolm Wilson hat kein Technikdefekt, sondern schlicht und ergreifend ein Fahrfehler zu Hirvonens folgenschwerem Ausrutscher gesorgt. Bei der Analyse der Daten habe laut Wilson nichts auf ein Problem mit dem Motor hingedeutet.

"Mit dem Motor ist alles in Ordnung", wird Wilson von 'Autosport' zitiert. Aber: "Das einzige, was wir finden konnten, war ein Restdruck im Bremssystem, aber kommt das, wenn man einen Baum rammt und sich den Bremssattel und die Bremsscheibe abreißt?"

Laut Wilson war Hirvonen einfach zu optimistisch unterwegs: "Mikko war 20 km/h schneller als Jari Ketomaa und Jari-Matti Latvala und er hat die Kurve 0,8 Sekunden später angebremst - das kann ich euch in den Daten zeigen. Ketomaa und Jari wären beide fast abgeflogen und er war 20 km/h schneller...?"

Noch aber sei Finnland auch für Hirvonen nicht verloren, ist sich Wilson sicher: "Es ist noch nicht vorbei, aber er hat sich das Leben sehr schwer gemacht. Er hat zwei Minuten Rückstand und zwei Tage Zeit, um diese wieder aufzuholen. Sebastien Loeb hat an einem Tag eine Minute aufgeholt, Mikko kann zwei Minuten in zwei Tagen aufholen. Er hat eine großartige Startposition."

Und die hat Hirvonen an diesem Freitagvormittag schon gut genutzt. In den beiden bisher gefahrenen Prüfungen hat er sich die Bestzeit geholt, sein Rückstand beträgt nun 1:51.5 Minuten.

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