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Rallye-WM: Mexiko

Hirvonen bleibt WM-Leader

Zwar lagen die Ford-Werkspiloten zunächst deutlich hinter den Citroen zurück – doch am Ende standen Hirvonen und Latvala auf dem Podium.

Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala haben die Rallye Mexiko auf den Plätzen zwei und drei beendet. Damit bescherten die beiden dem Ford-Werksteam auch beim ersten Schotterlauf der WRC-Saison ein Erfolgserlebnis. Zunächst gab Citroen das Tempo vor, Ford war mit dem Fiesta RS WRC im Hintertreffen. Doch am Ende zahlten sich Hirvonens Konstanz und Latvalas Geduld aus.

Nach dem Dreifachsieg beim WM-Auftakt in Schweden hat Hirvonen seinen Vorsprung in der Fahrerwertung auch durch den Gewinn der extra prämierten Power Stage am Ende der Rallye Mexiko auf nunmehr neun Punkte ausgebaut. Latvala belegt mit 31 Zählern Rang drei. In der Herstellerwertung hat Ford hat seinen Vorsprung auf seinen nächsten Verfolger Citroen auf 26 Punkte ausgebaut.

Der Start in die Schottersaison stellte die neu entwickelten World Rally Cars auf Basis des Ford Fiesta gleich vor eine harte Bewährungsprobe. Die steinigen Wertungsprüfungen in den Bergen oberhalb der mexikanischen Metropole Leon erwiesen sich in Kombination mit den hochsommerlichen Temperaturen als ausgesprochen materialmordend. Dies führte zu einer bemerkenswert hohen Ausfallquote. Hirvonen und Latvala jedoch erreichten das Ziel mit Ausnahme von drei Reifenschäden ohne nennenswerte Blessuren.

Die Rallye Mexiko umfasste insgesamt 22 WP, die auf Höhen von bis zu 2.700 Metern führten und durch die dort vorherrschende dünnere Luft einen Leistungsverlust um bis zu 20 Prozent verursachten.

Als Tabellenführer musste Mikko Hirvonen auf der ersten Etappe als erster Teilnehmer auf die Strecken gehen und war durch diese Startposition klar gehandikapt, da er für die nachfolgenden Rallye-Piloten den dichten Staub von der Ideallinie fegte. Dennoch beendete er den Samstag auf Rang drei.

Diese Position konnte der Finne auf der zweiten Etappe konsolidieren, um am Schlusstag noch auf Platz zwei vorzurücken, als Spitzenreiter Sebastien Ogier nach einem Fahrfehler aufgeben musste. Zudem konnte der 30-Jährige auch die Power Stage gewinnen, und dafür drei weitere WM-Zähler seinem Konto gutschreiben.

"Nicht nur im Hinblick auf die Meisterschaft bin ich mit diesem Resultat vollauf zufrieden, zumal wir am Freitag durch unsere Startposition klar benachteiligt worden sind", freut sich Hirvonen. "Nach dem für mich eher problematischen Vorjahr fühle ich, dass ich meine Konstanz zurück gewonnen habe - und das ist für den Kampf um den Titel sehr wichtig."

"Die Strecken der abschließenden Power Stage kannte ich gut. Die drei Bonus-Punkte, die wir dort errungen haben, geben uns zusätzliche Motivation", so Hirvonen weiter. "Noch hatte ich nicht die Gelegenheit, alle Teile des Fiesta RS WRC ausführlich zu testen. Vor der nächsten WM-Rallye in Portugal werden wir dies nachholen. Wir können unser Auto noch immer verbessern, aber der Start in diese Saison verläuft wirklich vielversprechend."

Latvala musste schon zu Beginn der Rallye Mexiko einen Rückschlag verkraften, nachdem er einen Reifen an einem Felsbrocken demoliert hatte und den defekten Pneu noch in der Prüfung wechseln musste. Dies kostete rund zwei Minuten und warf ihn in der Gesamtwertung zurück.

Bis zum Etappenziel hatte sich der junge Finne aber schon wieder bis auf die vierte Position nach vorne gekämpft. Ein weiterer Reifenschaden am Samstag wirkte sich weniger dramatisch aus, sodass auch der 25-Jährige vom Ausfall Ogiers profitieren konnte und auf Platz drei vorrückte.

"Dass wir mit zwei defekten Reifen trotzdem noch den Sprung aufs Podest geschafft haben, ist mehr, als ich erwarten konnte", räumt Latvala ein. "Im Laufe der Rallye wurden wir immer schneller, der neue Fiesta RS WRC fühlt sich auf Schotter richtig gut an."

"Wir brauchten an der Abstimmung über das gesamte Wochenende nichts zu ändern. Dafür, dass dies die erste Schotter-Rallye für das neue Auto war, bin ich mit dem Handling sehr zufrieden. Dennoch können wir uns weiter verbessern, und genau dies habe ich vor der Rallye Portugal auch vor."

Von einem "Traumergebnis" spricht Teamchef Malcolm Wilson am Ende der Rallye Mexiko: "Wir wussten, dass dieses Wochenende für uns sehr hart werden würde. Dennoch konnten wir unseren Vorsprung in der Hersteller- und Fahrerwertung weiter ausbauen - perfekt. Wir haben in Bezug auf die Abstimmung unseres neuen Ford Fiesta RS WRC viel gelernt. Darauf können wir für unsere bevorstehenden Schotter-Testfahrten in Portugal aufbauen."

"Nach dem souveränen Sieg in Schweden war die Rallye Mexiko keine leichte Aufgabe für uns", erläutert Gerard Quinn, Motorsportchef von Ford Europa. "Unsere Fiesta RS WRC mussten auf der ersten Etappe als erste Teilnehmer in die Wertungsprüfungen starten, das hat uns wertvolle Zeit gekostet, denn wir haben für unsere Konkurrenten die Strecken saubergefahren."

"Über die enorme Zuverlässigkeit und die Schnelligkeit unserer World Rally Cars freue ich mich ebenso sehr wie über unsere Positionen in beiden WM-Wertungen. Wir wissen, dass der Fiesta RS WRC konkurrenzfähig ist. Noch aber liegt viel Arbeit vor uns. Wir gehen auch in Portugal mit dem Willen an den Start, einen Sieg zu erringen."

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