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Loeb siegt – Hirvonen bleibt WM-Leader

Nach dem Ausfall von Ogier feiert Loeb seinen fünften Mexiko-Sieg vor Hirvonen und Latvala. Hirvonen gewinnt die „Power Stage“. Solberg/Minor auf P6.

Michael Noir Trawniczek

Nachdem Sébastien Ogier am Sonntagmorgen, auf der ersten Sonderprüfung des dritten Tages der Mexiko-Rallye von der Strecke flog und er wegen eines abgerissenen linken Vorderrads aufgeben musste, war der Weg frei für Sébastien Loeb, der fortan nur noch seinen Vorsprung verwalten und ins Ziel kommen musste.

Auf der vorletzten, rund 25 Kilometer langen Sonderprüfung SP 21 begnügte sich Loeb dann auch mit der zweitschnellsten Zeit, rund zehn Sekunden hinter dem Bestzeithalter, Ford-Werkspilot Jari Matti Latvala.

Auf den letzten acht SP-Kilometern jedoch, auf der „Guanajuanto Power Stage“, gab Loeb genau wie alle anderen noch einmal kräftig Gas – schließlich gab es auf dieser Prüfung insgesamt sechs zusätzliche WM-Punkte zu gewinnen.

Die Bestzeit jedoch markierte WM-Leader Mikko Hirvonen – Loeb und Petter Solberg waren beide jeweils 2,1 Sekunden langsamer als der Ford-Werkspilot, sodass sich Hirvonen über drei, Solberg über zwei und Loeb über einen zusätzlichen WM-Punkt freuen durften.

Ein erschöpfter Sébastien Loeb bejubelte am Ende seinen bereits fünften Sieg in Mexiko – nachdem in Schweden das neue Ford Fiesta RS WRC dessen Premierensieg feierte, kam nun auch das neue Citroen DS3 WRC respektive dessen Erbauer in den Genuss des ersten Triumphs.

Loeb selbst hatte an diesem Wochenende alles andere als ein leichtes Spiel – allerdings kam die große Herausforderung nicht aus dem Lager der Konkurrenz, sondern aus dem eigenen Rennstall.

Loeb sprach von einem „sehr harten Wochenende“ und einem „schrecklichen Kampf gegen Ogier“. Der siebenfache Weltmeister streute seinem geknickten jungen Teamkollegen noch einmal Rosen: „Er ist unglaublich schnell gefahren.“ Zudem stellte der Franzose klar: „Wir sind Teamkollegen - aber wir sind auch Konkurrenten im Kampf um den Titel in der Fahrer-Weltmeisterschaft.“

Mikko Hirvonen konnte dank seines zweiten Platzes und dem Sieg bei der „Power Stage“ seine WM-Führung behalten. Den Sieg bei der letzten Prüfung kommentierte Hirvonen mit den Worten: „Diese zusätzlichen Punkte sind sehr wichtig – am Ende der Saison könnte das die WM entscheiden.“

Klar ist: Ohne den Ausfall von Ogier und ohne dem Elektrikproblem von Petter Solberg, der dadurch am Freitagnachmittag satte sieben Minuten einbüßte, wäre wie im Vorjahr keiner der Ford-Piloten auf dem Siegerpodest gestanden…

Doch „Hätt i, war i“ zählt auch in der Rallye-WM nicht – am Ende standen mit Hirvonen und Jari Matti Latvala die beiden Ford-Werkspiloten neben Sieger Loeb auf dem Podium.

Petter Solberg kämpfte nach dem Freitags-Malheur unermüdlich und wurde am Ende mit dem vierten Platz belohnt – mit mehr als sieben Minuten Rückstand.

Von Problemen wurden auch die anderen heimgesucht, so auch Stobart Ford-Pilot Mads Östberg, der am Ende Platz fünf belegen konnte.

Oder auch Henning Solberg und seine österreichische Co-Pilotin Ilka Minor, die mehrmals von einem Problem mit der Servolenkung heimgesucht wurden und die Rallye immerhin auf dem guten sechsten Rang beenden konnten.

Auf Platz sieben beendete der Sieger der SWRC die Rallye – Ford Fiesta S2000-Pilot Nasser Al-Attiyah* konnte den am Sonntagvormittag aufstürmenden Markenkollegen Martin Prokop hinter sich halten, der Tscheche kam bis auf 13,5 Sekunden an den Sieger der Rallye Dakar heran.

Red Bull Skoda-Pilot Juho Hänninen, der wie viele schon früh einen Rückstand gutzumachen hatte, nachdem er auf SP 2 gegen eine Mauer krachte und zudem der Retourgang streikte, konnte im Laufe der Rallye acht SWRC-Bestzeiten in den Schotter brennen.

Am Sonntag jedoch überschlug sich der Finne, zog sich dabei einen Reifenschaden zu und konnte dennoch das Ziel erreichen. Am Ende konnte der IRC-Champion in dem fünf Piloten starken SWRC-Feld den dritten Platz sowie Platz neun in der Gesamtwertung belegen.

Nach der ersten Prüfung am Sonntagmorgen lag Ken Block noch auf einem ungefährdeten zehnten Platz – doch auf der folgenden Prüfung verlor der Videokünstler aus bislang noch unbekannten Gründen satte 20 Minuten, sodass sich am Ende Munchi’s Ford-Pilot Federico Villagra über den letzten zu vergebenden WM-Punkt freuen durfte, obwohl sich der Argentinier mit einer gebrochenen Antriebswelle über die letzte SP schleppen musste.

Die nächste Runde der Rallye-Weltmeisterschaft steigt von 24. bis 27. März in Portugal.

*Update: Nasser Al-Attiyah wurde disqualifiziert - siehe Artikel in der Navigation oben rechts.

Ergebnis & WM-Stand finden Sie in der Navigation oben rechts.

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