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Zweimal bangen, zweimal straffrei

Auch abseits der Strecke wird gekämpft: Ford lieferte Videobeweis für angebliche unerlaubte Arbeit am Ogier-DS3. Doch er blieb erneut straffrei.

Sebastien Ogier kann endgültig aufatmen. Sein Fehler im Mittagsservice am Freitag hat für ihn keine Folgen, auch wenn sich die Rennkommissare heute noch einmal mit dem Vorfall beschäftigt haben.

Der Citroen-Pilot war aus der Medienzone nicht wie im Reglement vorgeschrieben zunächst zum Regrouping gefahren, sondern war in die falsche Richtung direkt zum Servicebereich abgebogen.

Er habe zunächst nicht gewusst, wo er hinfahren muss, so Ogier. Als er seinen Irrtum bemerkte, habe er sofort umgedreht.

Auf dem Papier ist das ein Regelverstoß, weil sich Ogier nicht an das Roadbook gehalten hat.

Doch die Rallyeleitung kam am Freitagabend zu dem Schluss, dass das Thema ohne ein weiteres Nachspiel abgehakt werden kann, da es sich schlicht um einen unglücklichen Fehler gehandelt habe.

24 Stunden später hatte Ogiers Fehler aber doch noch ein Nachspiel. Am Samstagabend wurde ein Citroen-Vertreter zu den Rennkommissaren zitiert. Denn Ford hatte ein Beweisvideo vorgelegt.

Mit diesem Video wollte man der Rennleitung zeigen, dass Ogiers falsches Abbiegen in dieser Causa nicht der einzige Regelverstoß gewesen sein könnte.

"Wir haben bei der Rallyeleitung vorgesprochen und sie eingeladen, die unabhängige Aufnahme des Zwischenfalls anzuschauen", bestätigt ein Ford-Sprecher.

Auf dem Video soll zu sehen sein, wie ein Citroen-Mechaniker einen Wagenheber unter Ogiers DS3 WRC schiebt und ein anderer Mechaniker das Auto berührt. In beiden Fällen würde es sich um unerlaubtes Arbeiten am Auto außerhalb des Service handeln.

Der Regrouping-Bereich, in den Ogier fuhr, nachdem er die Zeitkontrolle passiert hatte, unterliegt dem gleichen Reglement wie ein Parc Fermé. Das heißt, dass kein Teammitglied das Auto berühren darf.

Nach dem das Video vorgelegt wurde, kam es am späten Samstagabend zu einem Meeting der Rallyeleitung, bei dem auch ein Citroen-Vertreter anwesend war.

Das Ergebnis dieses Treffens ist, dass keine weiteren Schritte gegen Ogier eingeleitet werden. Damit bleibt er straffrei und behält seine Führung bei der Rallye Mexiko.

Ogier geht mit einem Vorsprung von 10,5 Sekunden auf seinen Teamkollegen Sebastien Loeb in den abschließenden Sonntag.

Hätte Ogier eine Zeitstrafe bekommen, wäre er hinter Loeb und wahrscheinlich auch hinter die beiden Ford-Piloten Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala zurückgefallen.

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