RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Deutschland-Rallye

Ford vs. Volkswagen

Nach dem zweiten Tag der Deutschland-Rallye deutet alles auf ein spannendes Duell zwischen Jari-Matti Latvala und Thierry Neuville hin.

Michael Hintermayer

Bei der Deutschland-Rallye läuft nach fünf gefahrenen Sonderprüfungen alles auf ein spannendes Duell zwischen Jari Matti Latvala auf dem VW Polo R WRC und Thierry Neuville auf dem Ford Fiesta R WRC hinaus. Die beiden fahren seit dem frühen ausscheiden Sebastien Ogiers auf der ersten Prüfung des heutigen Tages mit dem Messer zwischen den Zähnen. Nach der achten Sonderprüfung lieg Latvala in Front, 7,3 Sekunden vor Neuville, der bestätigte alles aus dem Ford Fiesta herauszuholen.

Auf den Positionen drei und vier finden sich immer noch die beiden Citroen-Piloten Dani Sordo und Mikko Hirvonen. Der Rückstand des Spaniers Sordo auf den vor ihn liegenden Neuville beträgt allerdings schon 19 Sekunden. „Wir hatten einen heiklen Moment auf dieser Prüfung. Ich habe in einer Haarnadel-Kurve zu spät gebremst und musste den Notausgang benutzen. Nach diesem Malheur wird es fast unmöglich sein, Latvala noch zu schnappen“ ,meinte Sordo im Ziel der SP Acht. Sordo und Hirvonen trennen derzeit 21,3 Sekunden.
Hinter den beiden Citroen-Fahrern findet sich Martin Prokop im Ford Fiesta WRC. Er hat allerdings schon mit einem Rückstand von mehr als zwei Minuten zu kämpfen und klagt über undefinierbare Probleme am Auto. Nasser Al-Attiyah belegt nach Ende des zweiten Tages den siebten Platz. Er kämpft mit dem Schmutz, der die Sonderprüfungen rund um Trier rutschig macht.

Den achten Rang des Gesamtklassements belegt der Führende der WRC-2, Robert Kubica in seinem Citroen DS3 RRC. Er musste die letzten Prüfungen mit einer kaputten Windschutzscheibe bestreiten, doch sonst konnte er seinen Speed erneut bestätigen. Hinter Kubica reiht sich sein größter Herausforderer in der WRC-2 ein. Elvyn Evans belegt mit seinem Ford Fiesta R5 den neunten Gesamtrang hinter Kubica. Die beiden trennen lediglich 12,4 Sekunden. Dritter der WRC-2 ist Sepp Wiegand. Er hatte schon auf den ersten Prüfungen des Tages Probleme mit der Intercom seines Skoda Fabia S2000. Ihn trennen mittlerweile 1:41 Minuten vom vor ihn liegenden Evans.

Die WRC-3 wird wie erwartet vom Franzosen Sebastien Chardonnet dominiert. Er kann mittlerweile auf einen Polster von fast zwei Minuten auf seinen Verfolger Keith Cronin blicken. Alle Piloten der WRC-3 starten bei der Deutschland-Rallye mit einem Citroen DS3.

Auch in der JWRC konnte einer ganz besonders aufzeigen. Der Schwede Pontus Tidemann führt seine Klasse mit dem Ford Fiesta R2 überlegen, mit einem Vorsprung von 2:24 Minuten auf den Schweizer Michael Burri (ebenfalls Ford Fiesta R2) an.

Evgeny Novikov und Ilka Minor konnten am zweiten Tag der Rallye mit ihrem Ford Fiesta RS WRC bis auf den 16. Gesamtrang nach vorne fahren und geben ihr Bestes, wieder Anschluss an das Spitzenfeld zu finden.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Deutschland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

WRC-Rückkehr in die USA

WRC: Diese Region wird zur Rallye-Bühne

Die WRC kehrt 2027 in die USA zurück, nun stehen weitere Details fest: Knoxville wird Rallye-Zentrum, der zeremonielle Start erfolgt in Nashville

EHRC Gravel, Brunello: Vorschau Schindelegger

Eine große Karriere endet bald

52 Jahre! Seit Helmut Schindelegger den Führerschein besaß, war er auch Teil der österreichischen Rallyeszene. Und nun, nach 52 Jahren, erklärt er seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport und fährt damit auch die letzte Rallye in Österreich.

TEC7 ORM2: Geplante Regeländerung

Müssen Protos eingebremst werden?

Bei der kommenden Sitzung der AMF Rallyekommission sollen Proto-Fahrzeuge eingebremst werden - Christoph Zellhofer kann das nicht nachvollziehen, Wolfgang Schmollngruber ist empört.

Tänak und Rovanperä zurück

Toyota enthüllt sein WRC-Aufgebot 2027

Toyota hat sein WRC-Aufgebot für 2027 vorgestellt: Ott Tänak und Kalle Rovanperä kehren zurück, während Sebastien Ogier zunächst nicht zum Kader gehört

ARC, Herbstrallye: Bericht Wanko

Glücksfall trotz Ausfalls

Auch wenn es mit einem Ergebnis in Wertung knapp nicht geklappt hat, war der Umstieg von Mario Wanko auf eine stärkere Motorisierung als bisher gewohnt ein Erfolgserlebnis

ARC, Herbstrallye: Bericht Friedl

„Wie in alten Zeiten“

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 – Motorclub Leobersdorf haben mit dem AUTOFUN Ford Fiesta Proto die Rallye mit Erinnerungen aus der Vergangenheit zum Spaßfaktor werden lassen.