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Rallye-WM: Analyse

Neue WRCs: Zu schnell, zu effizient?

Einige Piloten sorgen sich bereits vorab um ihre Sicherheit, auch die Aerodynamik der WRCs ab 2017 könnte allzu ausgefeilt werden.

Illustration: VW

Wachsende Bedenken ob der neuen Generation der World Rally Cars ab der Saison 2017: Sie könnten zu schnell sein und kein optimales Spektakel bieten. Es wird erwartet, dass dank der neuen Autos die SP-Rekorde im nächsten Jahr reihenweise fallen werden – die Motoren werden kräftiger, außerdem kehrt das zentrale Differenzial zurück, um die Autos noch effizienter zu machen; eine ausgeweitete Aerodynamik mit mehr Anpressdruck sollen dafür sorgen, dass die neuen Boliden die schnellsten Rallyefahrzeuge aller Zeiten werden.

Einige Fahrer haben nun Sorge, dass durch diese höheren Geschwindigkeiten die Sicherheit nicht gewährleistet ist. Außerdem könnten die Autos wie auf Schienen fahren und dadurch beim Zuschauen nicht spektakulär sein. Einer der Spitzenfahrer, der namentlich nicht genannt werden will, sagte gegenüber Autosport: "In Finnland könnten die Geschwindigkeiten viel höher werden, einige Streckenrekorde um eine halbe Minute verbessert werden."

Das wirft vor allem Fragen bezüglich der Sicherheit auf. "Wir müssen wirklich genau darüber nachdenken was wir hier tun. Im vergangenen Jahr gab es in Finnland Stellen, wo man eigentlich nicht schneller sein möchte", so die Fahrerstimme. Auch ein Offizieller gibt zu, dass die Veranstalter nicht glücklich sind: "Die Durchschnittsgeschwindigkeiten werden derzeit diskutiert. Einige Veranstalter sind frustriert, dass die Teams viel schnellere Autos entwickeln dürfen."

VW-Werksfahrer Jari-Matti Latvala hat ebenfalls Bedenken, allerdings dahingehend, dass die Autos so wirken könnten, als wären sie einfach zu fahren: "Mir gefällt die Leistung, das ist eine gute Sache. Die Aerodynamik bereitet mir Sorgen, denn die Autos werden vor allem auf Asphalt viel mehr Grip haben. Von außen könnte das Auto weniger spektakulär wirken. Die Autos sehen nicht spektakulär aus, wenn sie auf den Boden gepresst werden."

Seit vergangenem August testet Volkswagen ein Übergangsmodell mit Marcus Grönholm am Steuer. "Das Auto ist schnell, es fühlt sich gut an", sagt der zweifache Weltmeister. "Auf Asphalt habe ich gepusht und bin auf der Teststrecke schnelle Zeiten gefahren, aber als ich aus dem Auto ausgestiegen bin, wurde ich gefragt, ob meine Großmutter gefahren ist. Vielleicht sind die Autos [aerodynamisch; Anm.] zu effizient, ich weiß es nicht."

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