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Rallye-WM: News

Citroën: Testfahrten mit dem C3 WRC

Das Citroën-Werksteam hat die ersten Testfahrten mit dem neuen C3 WRC absolviert, der 2017 sein Debüt in der Rallye-WM feiern soll.

Fotos: Werk

Auf Schotterstrecken in Frankreich haben Kris Meeke und Craig Breen die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der neuesten WRC-Generation getestet. Diese wurde nach dem neuen, im Jahr 2017 in Kraft tretenden Reglement entwickelt. Im Vergleich zu den seit 2011 eingesetzten Fahrzeugen sind die neuen Rallyeboliden merklich verändert, sowohl optisch als auch akustisch. Die 55 Millimeter breitere Karosserie bietet mehr aerodynamische Freiheiten. So verfügt das neue Auto über eine Frontschürze mit einem Splitter, größere Luftein- und -auslässe, einen Diffusor und weitere kleinere Details.

Der 1,6-Liter-Turbomotor mit Direkteinspritzung hat nun – wie die Citroën C-Elysées TC1 in der Tourenwagen-WM – einen Luftmengenbegrenzer mit einem Durchmesser von 36 Millimeter. Die dadurch auf 380 PS gesteigerte Leistung, das um 25 Kilogramm verringerte Gewicht sowie der modifizierte Allradantrieb, der dank eines zentralen Differenzials eine bessere Traktion ermöglicht, werden die Fahrer vor neue Herausforderungen stellen. Dank dieser Maßnahmen, die vom Automobilweltverband FIA und den Herstellern entwickelt wurden, soll die neue Generation der World Rally Cars die Rallye-WM wieder spektakulärer machen.

Citroën ist fest entschlossen, mit dem Comeback im Jahr 2017 in dieser neuen Ära wieder Siege und Titel einzufahren. Das Rollout des neuen Autos fand am 9. April auf dem Kurs in Versailles nahe der Citroën-Fabrik in Satory statt. Testfahrer Alexandre Bengué legte die ersten Kilometer zurück. Zwei Tage später nahm Werksfahrer Kris Meeke für einen ausführlicheren Shakedown im Prototypen Platz. Unter der Leitung von Laurent Fregosi, dem neuen technischen Direktor, absolvierte das Team anschließend in Südfrankreich die ersten richtigen Testeinheiten.

Projektmanager Alexis Avril und Chefingenieur Didier Clément wählten dafür die anspruchsvollen Straßen um das Château de Lastours in Fontjoncouse aus. Die steinigen Pisten, die sonst eher von Fahrzeugen für Marathonrallyes genutzt werden, stellen große Herausforderungen an die Robustheit des Chassis, der Radaufhängung, des Getriebes und der Karosserie. Um die aerodynamischen Besonderheiten des Fahrzeugs zu kaschieren, war die neueste Kreation mit Tarnfolie beklebt. Am 14. April begannen Kris Meeke und Co-Pilot Paul Nagle mit dem Testprogramm.

Das Hauptaugenmerk wurde dabei – neben dem Aufdecken von Kinderkrankheiten – auf verschiedene Setups und deren Auswirkungen auf das Auto gelegt. Am vierten Testtag übernahm dann Craig Breen das Steuer, um mit seiner Erfahrung die bereits geleistete Arbeit zu analysieren. Der Ire war von der Leistungsfähigkeit und dem Potenzial des neuen World Rally Cars ebenfalls begeistert. Nach der Rückkehr des Teams nach Versailles begann die Auswertung der gesammelten Daten, um sich auf den nächsten Test vorzubereiten.

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