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WRC: Argentinien-Rallye

Nach Tag 2: Latvala crasht - Paddon führt

Drama in Argentinien: Jari-Matti Latvala crasht nach einer souveränen Vorstellung auf SP14. Paddon erbt die Führung, Verfolger Ogier verliert den Anschluss. Solberg/Minor weiter auf Rang sieben.

Damit hätte Hayden Paddon nicht gerechnet: Der Hyundai-Fahrer führt am Samstagabend die Argentinien-Rallye an. Zu verdanken hat er das vor allem einem schweren Unfall des Volkswagen-Fahrers und bisherigen Favoriten für den Rallye-Sieg, Jari-Matti Latvala. Weltmeister Sebastien Ogier hatte zuvor erst den Anschluss an das Spitzen-Duo verloren und hat nun 29,8 Sekunden auf Paddon gutzumachen.

"Ich sah Jaris-Mattis Auto und es sah nach einem großen Crash aus", berichtete Hyunday-Fahrer Thierry Neuville nach der vorletzten Prüfung des Tages. Da war bereits klar, dass Latvala und sein Co-Pilot Miikka Anttila mit dem Schrecken davon gekommen sind. Auch vom Führungs-Verlust müssen sie sich nun erholen. "Das ändert die Sachlage ein wenig", reagiert Paddon derweil verschmitzt auf den Zwischenfall.

Der Neuseeländer steht nun mit einer Zeit von 2:54:45.6 Stunden an der Spitze. Mit dem höflichen Abstand von 29,8 Sekunden dahinter lauert Ogier. Der Franzose hätte die Rallye, die er als einzige noch nicht gewonnen hat, beinahe schon abgeschrieben, als er bereits am Morgen 24 Sekunden auf der längsten der Prüfungen verlor. "Mit meiner Fahrt war ich zufrieden, aber mit der Prüfung bin ich einfach nicht so vertraut", räumt der Weltmeister ein und klingt zwischenzeitlich sogar resigniert: "Ich muss aufhören zu träumen, so sind Rallyes heutzutage nun einmal."

Auf Rang drei rangiert derzeit der dritte Volkswagen-Fahrer Andreas Mikkelsen (+44,3), der die letzte Prüfung des Tages für sich entscheiden konnte und noch in Schlagdistanz von Ogier ist. Daniel Sordo (+1:02.0) ist Vierter dahinter, Mads Östberg (+3:46.2) Fünfter, Marcos Ligato (+8:13.1) Sechster und Henning Solberg mit Ilka Minor (+8:17.9) Siebter. Hyundais Thierry Neuville (+8:17.9) konnte sich von gestern auf Rang acht erholen. Latvala rutscht auf Rang zehn ab (+8:17.9 Minuten).

Vor den letzten beiden Prüfungen und der Powerstage am Sonntag steht Paddon nun vor der Sensation. Der 29-Jährige konnte in der Rallye Weltmeisterschaft noch nie als Sieger hervorgehen. Die letzten rund 55 Kilometer werden es aber in sich haben - Regen, Nebel oder sogar Schnee könnte die Fahrer in argentinischen Höhen erwarten. Paddon hat außerdem Ogier noch nicht abgeschrieben: "Wir wollen eine saubere Fahrt, wir wissen, dass Seb schnell kann."

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