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WRC: Rallye Monte-Carlo

Röhrl sorgt sich um Hayden Paddon

Nach dem Tod eines Zusehers bei der Rallye Monte-Carlo sorgt sich Walter Röhrl um die Zukunft des Unfallverursachers Hayden Paddon.

Es ist der Albtraum jedes Rallyefahrers: Ein Zusammenstoß mit einem Zuschauer. Für Hyundai-Werkspilot Hayden Paddon wurde dieses Szenario vor einer Woche bei der Rallye Monte-Carlo, dem Saisonauftakt der Rallye-WM 2017, traurige Realität. Gleich auf der allerersten Sonderprüfung kam Paddon in einer Linkskurve von der Straße ab und traf dabei mit seinem neuen i20 WRC einen Zuschauer, der kurz darauf an den Folgen der bei diesem Unfall erlittenen Verletzungen verstarb.

Rallyelegende Walter Röhrl kann sich vorstellen, wie es in Paddon nach dem Unfall ausschaut und hofft, dass der junge Neuseeländer den Vorfall verarbeiten kann. "Ich hoffe, dass er damit fertig wird und seine Karriere nicht daran zerbricht", sagte Röhrl bei ServusTV. "Gott sei Dank ist mir so etwas nie passiert, denn ich weiß nicht, wie man damit klar kommt."

Dabei spiele es laut Röhrl auch keine Rolle, dass man Paddon für den Tod des Mannes keine Schuld geben könne, weil sich dieser an einer für Zuschauer gesperrten Stelle aufgehalten haben dürfte. Wie bereits Paddon selbst appellierte auch Röhrl in diesem Zusammenhang an alle Rallyebesucher, die Sicherheit immer an erste Stelle zu setzen.

"Wenn ich zum Motorsport gehe, sollte ich mir bewusst sein, dass ich mich da hinstelle, wo ich ganz sicher stehe. Es wäre schade, wenn durch die Unvernunft von manchen Leuten dieser Sport irgendwann nicht mehr durchführbar ist", sagte Röhrl. Allerdings seien in dieser Hinsicht im Vergleich zu Röhrls aktiver Zeit, vor allem der Rallye-WM der frühen 80er Jahre, schon große Fortschritte erzielt worden.

Damals, in der Hochphase der Gruppe B, standen die Zuschauer oft mitten auf der Straße und sprangen erst kurz vor den Autos zur Seite. Der Anblick der Bilder von damals sorgt bei Röhrl heute für Unbehagen. "Wenn ich das heute sehe, schäme ich mich ein bisschen. Wie war ich in der Lage, dass ich so etwas gemacht habe?", fragt sich der zweifache Rallyeweltmeister.

"Da musst du ja ganz schön verroht sein, aber damals war es Alltag – du hast es ausgeblendet und die Leute nicht mehr gesehen", blickt Röhrl auf die damalige Zeit zurück. Dennoch meint er heute: "Das war ein Wunder, dass da nicht mehr passiert ist."

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