RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Rallye Monte-Carlo

Röhrl sorgt sich um Hayden Paddon

Nach dem Tod eines Zusehers bei der Rallye Monte-Carlo sorgt sich Walter Röhrl um die Zukunft des Unfallverursachers Hayden Paddon.

Es ist der Albtraum jedes Rallyefahrers: Ein Zusammenstoß mit einem Zuschauer. Für Hyundai-Werkspilot Hayden Paddon wurde dieses Szenario vor einer Woche bei der Rallye Monte-Carlo, dem Saisonauftakt der Rallye-WM 2017, traurige Realität. Gleich auf der allerersten Sonderprüfung kam Paddon in einer Linkskurve von der Straße ab und traf dabei mit seinem neuen i20 WRC einen Zuschauer, der kurz darauf an den Folgen der bei diesem Unfall erlittenen Verletzungen verstarb.

Rallyelegende Walter Röhrl kann sich vorstellen, wie es in Paddon nach dem Unfall ausschaut und hofft, dass der junge Neuseeländer den Vorfall verarbeiten kann. "Ich hoffe, dass er damit fertig wird und seine Karriere nicht daran zerbricht", sagte Röhrl bei ServusTV. "Gott sei Dank ist mir so etwas nie passiert, denn ich weiß nicht, wie man damit klar kommt."

Dabei spiele es laut Röhrl auch keine Rolle, dass man Paddon für den Tod des Mannes keine Schuld geben könne, weil sich dieser an einer für Zuschauer gesperrten Stelle aufgehalten haben dürfte. Wie bereits Paddon selbst appellierte auch Röhrl in diesem Zusammenhang an alle Rallyebesucher, die Sicherheit immer an erste Stelle zu setzen.

"Wenn ich zum Motorsport gehe, sollte ich mir bewusst sein, dass ich mich da hinstelle, wo ich ganz sicher stehe. Es wäre schade, wenn durch die Unvernunft von manchen Leuten dieser Sport irgendwann nicht mehr durchführbar ist", sagte Röhrl. Allerdings seien in dieser Hinsicht im Vergleich zu Röhrls aktiver Zeit, vor allem der Rallye-WM der frühen 80er Jahre, schon große Fortschritte erzielt worden.

Damals, in der Hochphase der Gruppe B, standen die Zuschauer oft mitten auf der Straße und sprangen erst kurz vor den Autos zur Seite. Der Anblick der Bilder von damals sorgt bei Röhrl heute für Unbehagen. "Wenn ich das heute sehe, schäme ich mich ein bisschen. Wie war ich in der Lage, dass ich so etwas gemacht habe?", fragt sich der zweifache Rallyeweltmeister.

"Da musst du ja ganz schön verroht sein, aber damals war es Alltag – du hast es ausgeblendet und die Leute nicht mehr gesehen", blickt Röhrl auf die damalige Zeit zurück. Dennoch meint er heute: "Das war ein Wunder, dass da nicht mehr passiert ist."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Rallye Monte-Carlo

Weitere Artikel:

ARC, OBM Rallye: Bericht Baumschlager

Unerwartetes Podium im Titelshowdown!

Das Saisonfinale der TEC7 ORM bot wie erwartet Spannung und Dramatik bis zum Schluss. Mit einer Podiumsplatzierung hatte Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye allerdings nicht gerechnet.

EHRC Gravel, East Sweden: Bericht Rosenberger

Rosenberger: Nur Latvala war schneller...

In Schweden holen Kris Rosenberger/Nicola Junschke-Bleicher ein wichtiges Podium. Mit starkem zweiten Platz erobert das Duo viele Punkte für die EHRC Gravel Wertung. Wie schon in Griechenland muss man sich nur Jari-Matti Latvala geschlagen geben

WRC Rallye Paraguay: Nach SP17

Sturm sorgt für Schäden im Servicepark

Sami Pajari führt weiterhin die Rallye Paraguay an - Starker Samstag von Adrien Fourmaux - Schrecksekunde durch Unwetter im Servicepark

Die mehrfachen Historic-Europameister Karl Wagner und Gerda Zauner kamen bereits als neue TEC7 HRM-Staatsmeister nach Krumbach und feierten ihren Titel mit einem überlegenen Sieg bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye. Das Ehepaar Gaubinger fuhr zum Vizemeistertitel.

ORM/ARC, OBM Rallye: Zeitplan & Radio

Noch 153,75 SP-Kilometer bis zum Titel

Zwei Prüfungen mehr als zuletzt, Festzelt, After Race Party und eine an Spannung nicht mehr zu überbietende OBM Land der 1000 Hügel Rallye warten ab morgen auf Österreichs Motorsportfans in Krumbach am Wechsel

ORM, OBM Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Fix ist nur, dass noch nix fix ist

Nach dem ersten Tag der OBM Land der 1000 Hügel Rallye ist der Titelkampf noch immer völlig offen / Simon Wagner führt, Favorit Hermann Neubauer folgt ihm nach und Michael Lengauer wirft eine 10-Sekunden-Strafe leicht zurück