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WEC: 24 Stunden von Le Mans

"Nun blicken wir nach vorn"

Dominik Kraihamer wurde in Le Mans wieder vom Pech verfolgt, da beide Lotus-Praga ausfielen und das Team die Heimreise antreten musste.

Dominik Kraihamer und das Team Lotus-Praga haben beim 90-jährigen Jubiläum der 24 Stunden von Le Mans einen starken Eindruck hinterlassen. Der junge Österreicher konnte sich mit starken Rundenzeiten am Steuer des Lotus-Praga T128 bestens in Szene setzen. Phasenweise lag das Fahrzeug mit der Startnummer 32 in der hart umkämpften und extrem stark besetzten LMP2-Klasse auf Top-10-Kurs.

Allerdings schieden "Dodo" Kraihamer und seine Teamkollegen Thomas Holzer und Jan Charouz wegen eines technischen Defektes am frühen Sonntagmorgen aus. Das Rennen auf dem Circuit de la Sarthe wurde vom Tod des dänischen Aston-Martin-Piloten Allan Simonsen überschattet. "Der Unfall von Allan war für uns alle ein tiefer Schock. Es nicht nicht einfach, unter solchen Umständen ein Rennen zu bestreiten", sagt Kraihamer. "Mein Unfall am Testtag hatte mir noch einmal nachdrücklich gezeigt, wie gefährlich unser Sport ist und welche Risiken man vor allem auf der besonderen Strecke in Le Mans eingeht."

"Ich bin mit meinen Gedanken bei Familie und Freunden von Allan. Er wird uns allen fehlen", so der Österreicher. "Sportlich haben wir in der Le-Mans-Woche einige Höhen und Tiefen durchlebt. Bei schwierigen Bedingungen in den Qualifyings gab es kaum verwertbare Erkenntnisse. Dennoch haben wir mit unserer großartigen Mannschaft, die in heldenhafter Manier unser Auto pünktlich zur Rennwoche wieder aufgebaut hatte, ein gutes Setup gefunden."

"Unser Lotus war an den beiden Renntagen viel berechenbarer und somit beherrschbarer als zuvor. Die Rundenzeiten wurden immer besser", meint Kraihamer. "Bei nassen Bedingungen konnte ich mich gut nach vorne arbeiten, auf trockener Strecke sehr konstante Runden drehen. Wir lagen in der Nacht sehr gut auf Kurs, aber leider gab es Kupplungsprobleme. Später ist uns der Anlasser vom Getriebegehäuse abgerissen."

"Dass wir nicht ins Ziel gekommen sind, ist natürlich extrem schade. Ich hätte es allen im Team so gegönnt. Nun blicken wir nach vorn. Bei den vier noch ausstehenden WEC-Rennen in diesem Jahr dürfen wir uns bestimmt gute Chancen ausrechnen." Kraihamer absolvierte im 24-Stunden-Rennen insgesamt 67 Runden. Dies entspricht einer Distanz von 911 Kilometern - also mehr als drei Formel-1-Grand-Prix-Distanzen. In 3:43.389 Minuten absolvierte der Österreicher die schnellste Runde aller Lotus-Praga-Piloten.

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