MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WEC: 24 Stunden von Le Mans

Toyotas mischen die Audis auf

Audi hat mit zwei der eingesetzten Autos Probleme, Alex Wurz im Toyota stürmt auf den dritten Platz vor, Lietz auf dem zweiten Platz der GTE-Pro.

Kurz vor 22:00 Uhr nahm die 81. Auflage der 24 Stunden von Le Mans für Audi, bis dahin mit allen drei Fahren souverän an der Spitze, eine dramatische Wendung. Zuerst musste sich Oliver Jarvis mit einem Reifenschaden über fast eine komplette Runde schleppen, dann wurde auch noch Benoit Treluyer mit technischen Problemen an die Box geschoben.

Die Vorjahressieger Lotterer/Fässler/Treluyer haben nach etwas mehr als siebeneinhalb Stunden bereits mehr als zehn Runden Rückstand auf ihre führenden Markenkollegen Kristensen/Duval/McNish, die bisher weitgehend ohne Probleme über die Distanz gekommen sind. Die Ursache für die lange Reparatur am Audi mit der Startnummer 1 ist noch nicht bekannt, möglicherweise handelte es sich aber um einen Defekt des Stromgenerators.

Auch das Jarvis-Auto hatte es "bisher nicht leicht", stöhnt der Brite, der das Steuer nach dem Zwischenfall an Marc Gene übergeben hat: "Ein LMP ist mir in die Seite gefahren - ich glaube, es war eines der Lotus-Autos, bin mir aber nicht hundertprozentig sicher. Dabei traf er mich rechts hinten und verpasste mir dort einen Reifenschaden", so Jarvis, der sich daraufhin beim Dunlop-Bogen drehte und erst nach mehrmaligen Anrollen weiterfahren konnte.

"Zuerst litten wir an einem Reifensatz mit Vibrationen und jetzt der Reifenschaden. Ich dachte wirklich, dass wir gewinnen können, aber momentan scheint es uns weggenommen zu werden", seufzt er. "Aber wie wir am Auto mit der Nummer 1 sehen, ist es ein langes Rennen, in dem auch andere Autos Probleme haben können. Wir müssen weiter pushen. Wir geben nie auf, aber wir sind jetzt zwei Runden hinten. Das ist hart."

Bei Konkurrent Toyota läuft auch nicht alles rund: Nicolas Lapierre kämpfte zwar unmittelbar nach dem Start sogar kurzzeitig um die Führung, fiel aber nach der Safety-Car-Phase zurück und wäre einmal fast ausgerollt - wegen Benzindruckproblemen, wie inzwischen feststeht. Die beiden Toyota-Trios haben momentan je eine Runde Rückstand auf den führenden Audi und sind untereinander durch eineinhalb Minuten getrennt.

"Es ist erst ein Viertel des Rennens gelaufen", erklärt Alexander Wurz. "Wir haben gesehen, dass Le Mans kein einfaches Rennen ist. Du kannst dich hier nie zu sicher fühlen - und das gilt für alle Teilnehmer." Sebastien Buemi empfindet es indes als "schwierig, dem Audi zu folgen, weil sie schneller sind als wir. Das Auto fühlt sich bei den niedrigeren Temperaturen aber sehr gut an und ich fühle mich sehr wohl."

Richard Lietz liegt derzeit mit dem Porsche RSR an der zweiten Position der GTE-Pro-Wertung.

News aus anderen Motorline-Channels:

WEC: 24 Stunden von Le Mans

Weitere Artikel:

Porsche-Bekenntnis & McLaren-Gerüchte

Was macht Thomas Preining 2027?

Der Porsche-Werksvertrag von Thomas Preining läuft mit Saisonende aus: Wie er und sein bisheriger Arbeitgeber die Zukunft sehen und was es mit McLaren auf sich hat

Esteban Ocon fährt nicht

Ryo Hirakawa übernimmt Haas-Cockpit!

Fahrerwechsel bei Haas: Esteban Ocon wird nicht fahren, Ersatzpilot Ryo Hirakawa übernimmt beim Großen Preis von Mexiko - Kommt es zur vorzeitigen Trennung?

Lando Norris' bittere Realität

Verliert McLaren den Anschluss?

Lando Norris ist nach dem Wochenende in Austin ernüchtert: Red Bull hat in der Konstrukteurs-WM gleichgezogen und McLaren auf Rang vier verdrängt

Grand Prix der USA: Qualifying

Antonelli reicht eine schnelle Runde

Favorit Ferrari bleibt im Qualifying zum Grand Prix der USA unter den Erwartungen, und so gewinnt Antonelli im spannenden Pole-Duell gegen Verstappen

Race of Austrian Champions 2026

ROAC: Mega-hochkarätiges Starterfeld

Mehr als 12 Staatsmeister, Meister und „Champions“ sind bei der 17-ten Ausgabe des Race of Austrian Champions dabei und unterstreichen dadurch die hohe Qualität des Starterfeldes...