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Top 4 unverändert, Duval & Warmbold out

Loeb baut seine Führung weiter aus, dahinter Stohl, Henning Solberg und Märtin. Duval (Unfall) und Warmbold (Öldruck) ausgefallen.

Nach einem mittäglichen Service starteten die verbliebenen Teams zur zweiten Befahrung der drei Sonderprüfungen des Tages. Loeb war auf SP 10 (Platres 2) der einzige Fahrer, der unter neun Minuten blieb, sein Teamkollege Francois Duval war aber nur 2,6 Sekunden dahinter. Es folgten Harri Rovanpera (Mitsubishi) und Toni Gardemeister (Ford). Manfred Stohl im Citroen Xsara WRC zeigte erneut eine tolle Leistung und fuhr die fünftbeste Zeit.

Antony Warmbold verlor 4,2 auf seinen direkten Konkurrenten Duval, sodass die beiden zu diesem Zeitpunkt nur 13 Sekunden trennten. Noch spannender das Duell um Platz 3 zwischen Henning Solberg (Ford) and Markko Märtin (Peugeot): Der Norweger wehrt sich mit Händen und Füßen, doch der Este kann den Rückstand zehntelweise auf 1,3 Sekunden reduzieren.

Blieb nach dieser Wertungsprüfung das Gesamtklassement – von den knapper werdenden Abständen abgesehen – unverändert, sollte sich die Situation auf der langen SP 11 (30,32 km) wie schon so oft bei dieser Rallye dramatisch ändern: Vier Kilometer nach dem Start kam Francois Duvals Citroen Xsara WRC von der Strecke ab, knallte in einen Baum und fing Feuer. Duval und Co Stephane Prevot konnten sich zwar unverletzt retten, die Prüfung wurde aber aus Sicherheitsgründen nach Henning Solberg, der mit der viertbesten SP-Zeit unglaubliche 13 Sekunden Vorsprung auf Märtin im Peugeot herausfahren konnte, abgebrochen.

Zu spät für Antony Warmbold, der nach guter Leistung seinen semi-privaten Ford Focus WRC bereits zuvor ohne Öldruck abstellen musste. Durch den Abbruch wurde Loeb mit der Zeit von Toni Gardemeister gewertet, der vor Duvals Unfall die Prüfung am schnellsten absolvieren konnte und dabei weitere 11 Sekunden zwischen sich und den SP-Dritten Rovanperä legen konnte. Manfred Stohl bekam die von Solberg erzielte Zeit angerechnet.

Francois Duval war übrigens nicht der einzige, der einen Ausritt zu verzeichnen hatte, auch Armin Schwarz im Skoda blieb nicht auf den zypriotischen Schotterwegen und musste die Etappe vorzeitig beenden.

Freud und Leid dann für das Mitsubishi-Team auf der letzten Wertungsprüfung des Tages: Einerseits fuhr Asphalt-Meister Gilles Panizzi eine seiner seltenen Bestzeiten auf losem Untergrund heraus, andererseits sah Harri Rovanperä wie schon auf Sardinien aufgrund eines Aufhängungsschadens rechts vorne nicht das Etappenziel und musste Gesamtrang sechs an Roman Kresta (Ford Focus WRC) abtreten. Dessen Teamkollege Gardemeister verlor durch einen Reifenschaden seinerseits eineinhalb Minuten, kann aber die fünfte Position halten.

Durch die turbulenten Ereignisse auf SP 11 war der Zeitplan der Rallye durcheinander gekommen. Jene Teams, die aufgrund des Abbruchs nicht starten hatten können, wurden über Umwege zum Start der SP 12 geleitet, was in Kombinationen mit dem massiven Zuschauerverkehr zu erheblichen Verzögerungen führte. Solberg, als letzter über die offizielle Verbindungsroute eingetroffen, war erneut mehrere Sekunden schneller als Markko Märtin, sein direkter Rivale um den letzten Podestplatz.

Als Stohl, Loeb und der Rest des umgeleiteten Feldes die Prüfung in Angriff nehmen wollten, waren 20 Minuten vergangen, in denen manche verwirrte Fans bereits den Heimweg angetreten hatten und dadurch die Wertungsprüfung blockierten. Ein erneuter Abbruch war die logische Konsequenz, Loeb wurde mit Panizzis Zeit bedacht, Stohl erneut die von Henning Solberg zugewiesen, alle übrigen Fahrer wurden mit Gardemeisters Leistung gleichgestellt, was aufgrund seines Reifenschadens für einigen Unmut im Fahrerlager sorgen dürfte.

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