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"I wanna have fun..."

Während sein Co-Pilot Cassina prophezeit, dass Rossi am ersten Tag mit der Spitze mithalten werde, gibt sich der "Doktor" bescheiden: "Ich will vor allem Spaß."

Michael Noir Trawniczek

"Am ersten Tag werden wir nahe an den Spitzenautos liegen und keine Probleme verzeichnen. Aber an den beiden folgenden Tagen, wenn dann die Startreihenfolge dem umgekehrten Zwischenstand entspricht, werden wir zu jenen Fahrzeugen gehören, welche für die anderen die Straßen säubert. Das wird die Sache für Valentino zusätzlich erschweren, da er nur wenig Erfahrung im Rallyesport hat..." - Carlo Cassina ist ein Rallye-Althase, der jedoch recht sporadisch in der Weltmeisterschaft "vorbeischaut", seit 1982 bestritt der Italiener nur 21 WM-Läufe. Den letzten absolvierte er 2002 in Wales, ebenfalls mit Zweiradchampion Valentino Rossi - die beiden schafften es nicht bis zur Zielrampe. Rossi startete aber auch bei nationalen Rallye-Events in Monza und Bologna.

Diesmal, bei der am Wochenende steigenden Neuseeland-Rallye, möchte das 27-jährige Multitalent (testete erst unlängst einen DTM-Boliden, machte im Formel 1-Ferrari eine gute Figur) auf jeden Fall das Ziel erreichen. Rossi wird einen privaten Subaru Impreza WRC 2005 pilotieren, der mit Pirelli-Reifen ausgestattet wird. Berichten zufolge hat es Rossi bevorzugt, für die private Teilnahme zu bezahlen anstatt ein Teil des Subaru-Werksteams zu sein - sodass er sich in Neuseeland frei von Sponsorverpflichtungen bewegen kann.

46

Die Prophezeiung seines Co-Piloten relativierte Rossi bei seiner Ankunft im Land der Kiwi: "Ich möchte verstehen, wie der Wagen arbeitet und welches Potential ich im Rallyesport habe - und ich möchte ins Ziel kommen." In erster Linie jedoch gilt für den mehrfachen Motorrad-Weltmeister: "Ich möchte Spaß haben und mich an meiner Fahrt erfreuen."

Co-Pilot Cassina wird an diesem Wochenende immer dann, wenn er sich dem privaten Rossi-Subaru nähert, an sein Alter erinnert - Rossi darf mit seiner Lieblings-Startnummer 46 ausrücken, die er in der Motorrad-WM als Titelverteidiger schon öfter der Nummer 1 vorzog. Möglich wurde dies, weil ein britischer Konkurrent auf seine Stammnummer verzichtet hatte. Wer will schon ein "Kult-Verhinderer" sein?

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