RALLYE

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Kampf der Giganten

Viel Schnee, knappe Zeitabstände, harte Kämpfe - eine spannende erste Etappe bei der Schweden-Rallye. Es führt Marcus Grönholm vor Sébastien Loeb und Petter Solberg. Manfred Stohl Achter, Andreas Aigner nach Unfall out.

Michael Noir Trawniczek

Die Schweden-Rallye entwickelt sich zu einem spannenden "Kampf der Giganten", die Rallye-Protagonisten hatten einander an diesem Freitag nichts zu schenken, sie kämpften auf den stark verschneiten Pisten rund um Karlstad um Sekunden und Zehntelsekunden.

Nach der ersten Etappe liegen die Protagonisten immer noch eng beieinander, von Beginn an waren die Zeitabstände denkbar knapp. Die SP-Bestzeiten gingen an Petter Solberg, Gigi Galli, Sébastien Loeb (2) und Marcus Grönholm (3).

Zunächst übernahm Subaru-Pilot Petter Solberg die Führung, der Norweger konnte diese bis zur vierten Prüfung behaupten - dann setzte sich Marcus Grönholm an die Spitze. Am Ende der ersten Etappe führt der Finne 11,1 Sekunden vor dem regierenden Weltmeister Sébastien Loeb. Der Franzose hatte mit seinem Citroen C4 einen schwierigen Freitagmorgen, konnte dann aber zwei Bestzeiten in den massiven Schnee zaubern. 11,5 Sekunden hinter Loeb rutschte Petter Solberg auf Rang drei ab. "Das war heute eine harte Rallye - wir müssen für morgen Änderungen vornehmen", erklärte Solberg angriffslustig.

Angriff aufs Podium

Nur 5,3 Sekunden hinter seinem Bruder und somit auch hinter einem möglichen Podestrang belegt Stobart-Ford-Pilot Henning Solberg den vierten Gesamtrang. Weitere 3,1 Sekunden dahinter liegt Mikko Hirvonen im zweiten Werks-Ford auf Rang fünf.

Toni Gardemeister, der gestern mit der Bestzeit bei der Superstage eine starke Vorstellung lieferte und am Freitagvormittag auf Rang drei lag, rutschte auf Platz sechs ab. Der Mitsubishi-Pilot liegt ebenfalls nur 3,9 Sekunden hinter seinem Vordermann - auch für ihn ist das Podium immer noch in Reichweite. Gardemeister erklärte: "Am Ende haben wir dann doch Zeit verloren - aber die Rallye ist lang und wir werden weiterhin pushen."

Stohl Achter, Aigner mit Unfall

Direkt hintereinander liegen die beiden Kronos-Piloten. Lokalmatador Daniel Carlsson belegt 9,2 Sekunden hinter Gardemeister den siebenten Gesamtrang. Carlsson jubelte: "Ich bin sehr glücklich, ich habe keinerlei Veränderungen am Xsara vorgenommen."

20,9 Sekunden hinter dem Stallkollegen finden sich Manfred Stohl und Ilka Minor auf Rang acht wieder. Der Wiener gab zu Protokoll: "Es ist erfreulich, auf Rang acht zu liegen. Ich hadere aber noch ein bisschen mit dem Auto."

Nur 3,8 Sekunden hinter Stohl lauert Subaru-Werkspilot Chris Atkinson. Der Australier liegt 31,8 Sekunden vor dem Zehnten, Jari-Matti Latvala im Stobart-Ford.

Andreas Aigner erlebte einen schwarzen Tag. Zunächst lag er in der P-WRC-Wertung "immer auf Schlagdistanz zur Spitze", wie er erklärte - doch auf Prüfung 5 geriet Aigner von der Fahrbahn und krachte gegen zwei Bäume. Sowohl Aigner als auch sein Beifahrer Klaus Wicha blieben bei dem Unfall glücklicherweise unverletzt. "Es ging alles so schnell – plötzlich war das Auto einfach nicht mehr kontrollierbar für mich", erklärte ein enttäuschter Andreas Aigner. Der Mitsubishi Evo IX muss nun abgeschleppt und begutachtet werden, erst dann wird über eine weitere Teilnahme entschieden.

Die zweite Etappe der Schweden-Rallye wird am Samstagmorgen, um 8.03 Uhr mit der 10,49 Kilometer langen Prüfung "Lesjofors" in Angriff genommen.

Stand nach der 1. Etappe

 1. Grönholm      Ford          1:05:21.3
 2. Loeb          Citroën       + 11.1
 3. Solberg       Subaru        + 22.6
 4. Solberg       Ford          + 27.9
 5. Hirvonen      Ford          + 31.0
 6. Gardemeister  Mitsubishi    + 34.9
 7. Carlsson      Citroën       + 44.1
 8. Stohl         Citroën       + 1:05.0
 9. Atkinson      Subaru        + 1:08.8
10. Latvala       Ford          + 1:40.6

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