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Sordo führt - für Stohl scheint die Rallye vorbei zu sein

Dani Sordo im zweiten Citroen konnte Sébastien Loeb die Führung abknöpfen, Grönholm als Dritter bereits 25 Sekunden zurück. Stohl zweifelt an Weiterfahrt. Aigner führt weiterhin in der Gruppe N.

Michael Noir Trawniczek

Citroen-Werkspilot Dani Sordo konnte beim zweiten Befahren der Prüfung "El Montell" um acht Sekunden schneller als sein Teamkollege Sébastien Loeb fahren und führt nun, vor dem großen Service, mit sieben Zehntelsekunden Vorsprung die Rallye an.

Sordo jubelte: "Das ist unglaublich! Das ist sehr schön für mich - das ist das erste Mal, dass ich bei einer längeren Rallye die Führung übernehme. Ich habe einfach die richtige Reifenwahl getroffen."

Aber auch Sébastien Loeb war nicht unzufrieden: "Es war okay. Wir waren um einiges schneller als Marcus." In der Tat konnte Marcus Grönholm auf der vierten Wertungsprüfung nur die sechstschnellste Zeit fahren, womit er als Gesamt-Dritter bereits einen Rückstand von exakt 25 Sekunden aufweist. Grönholm erklärte enttäuscht: "Das war überhaupt nicht gut. Ich bin sehr weit von der Pace entfernt. Und ich verstehe nicht warum."

Mikko Hirvonen konnte hinter Francois Duval die viertschnellste Zeit markieren und somit seinen vierten Gesamtrang halten. Der 26-jährige Ford-Werkspilot erklärte: "Es lief sicherlich besser als noch am Morgen - wir haben die richtige Reifenwahl getroffen und ich bin mit meiner Fahrweise zufrieden."

Francois Duval, der auf SP 3 die Bestzeit fahren konnte, musste sich auf der vierten Prüfung mit der drittschnellsten Zeit begnügen, der Belgier erklärte knapp: "Die Straße ist ein bisschen harsch. Der Wagen bewegte sich in der Spur." Der zweite Kronos-Pilot belegt in der Gesamtwertung 11,5 Sekunden hinter Hirvonen den fünften Rang, dahinter liegen die beiden Subaru-Werkspiloten Petter Solberg und Chris Atkinson auf den Rängen sechs und sieben. Rang acht nimmt zurzeit der junge Finne Jari Matti Latvala auf seinem Vorjahrs-Ford von Stobart ein, dahinter liegen Xavier Pons im dritten Subaru sowie Henning Solberg im zweiten Stobart Ford auf den Rängen neun und zehn.

Bereits zu Ende dürfte die Rallye für das österreichische Duo Manfred Stohl und Ilka Minor sein. Auf der dritten Wertungsprüfung rutschte Stohl auf Rollsplit aus und schlitterte fünf Meter in den Graben. Sowohl "Stohlito" als auch seine Kärntner Kopilotin Ilka Minor blieben unverletzt. Mittlerweile sollen dort laut den jüngsten Informationen bereits fünf Autos jenem von Stohl Gesellschaft leisten. Eine Weiterfahrt unter "SupeRally" scheint laut der ersten Einschätzung von Manfred Stohl eher unwahrscheinlich. Noch wurde jedoch vom OMV Kronos Citroen Rally Team keine Entscheidung getroffen oder verlautbart.

Erfreulich dagegen der bisherige Verlauf der Spanien-Rallye für Andreas Aigner - der RB-Pilot führt weiterhin die inoffizielle Wertung der Gruppe N-Fahrzeuge an. Er liegt fast eine Minute vor Mitsubishi-Markenkollege Jasper van den Heuvel, der bei der Deutschland-Rallye Raimund Baumschlager bezwingen konnte.

Bei den Junioren führen weiterhin die beiden Suzuki-Piloten Per-Gunnar Andersson und Urmo Aava die Wertung an.

Die Spanien-Rallye wird um 16.48 Uhr mit der fünften Wertungsprüfung, der 22.43 Kilometer langen SP "El Lloar - La Figuera" fortgesetzt. Danach, um 18.00 Uhr, wird mit der 26,48 km langen SP "Pratdip" die letzte Prüfung der ersten Etappe absolviert.

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