RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Ärgerliche Ignoranz im Medienwald

Wer am Montag die heimischen Zeitungen studiert hat, wird sich in Sachen Aigner-Sieg mitunter über die Ignoranz mancher Blätter geärgert haben...

Michael Noir Trawniczek, noir@motorline.cc

Am letzten Sonntag durften die heimischen Rallyefans wieder jubeln: Andi Aigner konnte bei der für viele Experten härtesten Rallye der Saison, der Akropolis-Rallye, den PWRC-Sieg erringen und zudem die Führung in der PWRC-Tabelle übernehmen. Aigner wandelt also definitiv auf den Spuren von Manfred Stohl, der bei den seriennahen Produktionswägen im Jahr 2000 Weltmeister wurde.

Am Montag dann das Studium der österreichischen Zeitungen: Während die auflagenstärkste dem 24-jährigen Steirer nicht nur ein großes Bild sondern sogar die Überschrift widmete, gestaltete sich der Rest der Lesestunde zu einer bitteren Enttäuschung. Gleich drei Zeitungen nämlich, darunter jene, deren Name eigentlich darauf schließen lassen könnte, das Erfolge von Österreichern gewürdigt werden, darunter auch eine so genannte "Qualitätszeitung", brachten lediglich das Ergebnis der Rallye - doch es ist ärgerlich und unverständlich, warum man Aigner nicht wenigstens im Ergebnis als PWRC-Sieger erwähnen kann?

10 Zeilen - und kein Wort über Aigner

Noch schlimmer eine weitere "Qualitätszeitung" - dort wird der Rallye sogar ein zehnzeiliger Bericht eingeräumt - und Aigner wird mit keinem Wort erwähnt! Obwohl angesichts des Aigner-Sponsors gerade in dieser Zeitung eine gewisse Affinität bestehen sollte...

Bitte nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum, dass man vier Seiten Sonderbericht bringt und natürlich ist jetzt EURO angesagt. Nur: Auf dem kleinen Platz, den man für die Rallye reserviert hat, und sei es nur ein Ergebnis, Aigner komplett zu verschweigen, ist wirklich nur schwer oder gar nicht nachvollziehbar. Selbst im Internet, wo es theoretisch unbegrenzten Platz gibt, wurde dem Aigner-Sieg auf manchen Portalen nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das soll jetzt nicht böse gemeint sein, aber es kann sich eigentlich nur um Ignoranz oder Inkompetenz handeln.

Oder woran könnte es sonst liegen, dass man die WM-Führung eines Österreichers derart ignoriert? Liegt es am Marketing? Liegt es daran, dass die PWRC von der FIA stiefmütterlich behandelt wird? Woran es auch immer liegen mag - es gehört einfach zur Informationsverpflichtung, eine solche Leistung eines heimischen Piloten zu bringen, Euro hin, Euro her...

findet Ihr

Michael Noir Trawniczek

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM, Akropolis: Kommentar

- special features -

Weitere Artikel:

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.

WRC-Verkauf vor Abschluss

Neuer Promoter soll bald verkündet werden

Ein 25-Jahres-Deal für die WRC? Die FIA sucht einen langfristigen Partner statt kurzer Investment-Deals - Die Entscheidung steht nun unmittelbar bevor

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.

"Ouninpohja" gilt als Herzstück der Rallye Finnland: 2026 verschwindet die Kultprüfung aus dem Streckenplan - trotz gefeiertem Comeback nur zwei Jahre zuvor

"Richtige Monte" steht bevor

Die Herausforderungen beim WRC-Auftakt

Winterliches Wetter droht die Rallye Monte-Carlo an diesem Wochenende als Auftakt der Rallye-WM 2026 noch schwieriger zu machen als ohnehin schon

Toyota-Pilot Oliver Solberg hat seine Führung bei der WRC Rallye Monte-Carlo 2026 verteidigt, obwohl er am Freitagvormittag einen schleichenden Plattfuß hatte. Keferböck/Minor führen weiter bei den Masters.