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Ärgerliche Ignoranz im Medienwald

Wer am Montag die heimischen Zeitungen studiert hat, wird sich in Sachen Aigner-Sieg mitunter über die Ignoranz mancher Blätter geärgert haben...

Michael Noir Trawniczek, noir@motorline.cc

Am letzten Sonntag durften die heimischen Rallyefans wieder jubeln: Andi Aigner konnte bei der für viele Experten härtesten Rallye der Saison, der Akropolis-Rallye, den PWRC-Sieg erringen und zudem die Führung in der PWRC-Tabelle übernehmen. Aigner wandelt also definitiv auf den Spuren von Manfred Stohl, der bei den seriennahen Produktionswägen im Jahr 2000 Weltmeister wurde.

Am Montag dann das Studium der österreichischen Zeitungen: Während die auflagenstärkste dem 24-jährigen Steirer nicht nur ein großes Bild sondern sogar die Überschrift widmete, gestaltete sich der Rest der Lesestunde zu einer bitteren Enttäuschung. Gleich drei Zeitungen nämlich, darunter jene, deren Name eigentlich darauf schließen lassen könnte, das Erfolge von Österreichern gewürdigt werden, darunter auch eine so genannte "Qualitätszeitung", brachten lediglich das Ergebnis der Rallye - doch es ist ärgerlich und unverständlich, warum man Aigner nicht wenigstens im Ergebnis als PWRC-Sieger erwähnen kann?

10 Zeilen - und kein Wort über Aigner

Noch schlimmer eine weitere "Qualitätszeitung" - dort wird der Rallye sogar ein zehnzeiliger Bericht eingeräumt - und Aigner wird mit keinem Wort erwähnt! Obwohl angesichts des Aigner-Sponsors gerade in dieser Zeitung eine gewisse Affinität bestehen sollte...

Bitte nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum, dass man vier Seiten Sonderbericht bringt und natürlich ist jetzt EURO angesagt. Nur: Auf dem kleinen Platz, den man für die Rallye reserviert hat, und sei es nur ein Ergebnis, Aigner komplett zu verschweigen, ist wirklich nur schwer oder gar nicht nachvollziehbar. Selbst im Internet, wo es theoretisch unbegrenzten Platz gibt, wurde dem Aigner-Sieg auf manchen Portalen nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das soll jetzt nicht böse gemeint sein, aber es kann sich eigentlich nur um Ignoranz oder Inkompetenz handeln.

Oder woran könnte es sonst liegen, dass man die WM-Führung eines Österreichers derart ignoriert? Liegt es am Marketing? Liegt es daran, dass die PWRC von der FIA stiefmütterlich behandelt wird? Woran es auch immer liegen mag - es gehört einfach zur Informationsverpflichtung, eine solche Leistung eines heimischen Piloten zu bringen, Euro hin, Euro her...

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Michael Noir Trawniczek

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