RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Rallye Weiz

Rollentausch: Weber fährt statt Waldherr

Andreas Waldherr schlüpft bei der Rallye rund um Weiz in die Rolle des Einsatzleiters, Erich Weber übernimmt das Steuer im VW Polo S2000.

Gleich für eine doppelte Premiere sorgt das VW Motorsport Team Austria bei der Weiz Rallye. Erstmals tritt ein S2000-Fahrzeug im Rahmen der Österreichischen Rallye Challenge an und dieses Debüt wird gleichzeitig auch zur Rallye-Premiere von Erich Weber im VW Polo S2000.

Zudem wechselt Mechaniker Thomas Sanz aus der Arbeitsmontur in die Feuerfeste und bestreitet seine erste Rallye auf einem VW Golf V TDi.

„Tessitore“ rides again

Weber, sonst Einsatzleiter im Team, tauscht mit Stammpilot Andi Waldherr die Rolle und wagt den großen Sprung vom VW Golf V TDi, den er im Vorjahr bewegte, in den bärenstarken Wolfsburger S2000. Zur Unterstützung der Premiere im VW Polo S2000 bleibt jedoch Stamm-Copilot Richard Jeitler an Bord und wird erstmals seit langer Zeit wieder einmal als „Lehrmeister“ fungieren.

Andreas Waldherr zum Rollentausch im Team:

„Wir haben das seit längerer Zeit geplant gehabt und es soll auch nicht die letzte Rallye für Erich Weber im VW Polo S2000 sein. Wir wollen uns damit auch als Einsatzteam präsentieren, das interessierten Kunden Fahrzeuge zur Anmietung anbietet und diese auch professionell unterstützt. Es ist natürlich eine Herausforderung den VW Polo S2000 so abzustimmen, dass ein Hobbyrennfahrer auf Anhieb damit gut zu Recht kommt, aber wir haben schon einige Testfahrten unternommen und ein sehr gutes Grund-Setup gefunden. Bei der Weiz Rallye wollen wir das jetzt in der Praxis erproben. Erich ist sozusagen unser Testpilot für mögliche zukünftige Einsätze von Hobbyfahrern auf einem unserer VW Polo S2000.“

Realistisch sieht auch Erich Weber seinen ersten Einsatz im S2000:

„Ich habe zwar einige Testfahrten im VW Polo S2000 bestritten, aber trotzdem sehe ich diese Rallye als Testlauf ohne meine Erwartungen zu hoch zu schrauben. Der S2000 ist natürlich ein richtiges Rennauto und das Fahren damit bedarf schon einiger Umstellungen. Darum bin ich auch froh, dass ich mit Richard „Ricci“ Jeitler einen Profi an meiner Seite habe, denn bei den Vorbereitungen musste ich schon feststellen, dass das Erstellen des Streckenaufschriebs doch einiger Änderungen gegenüber dem bisher gewohnten bedarf. Mit dem VW Polo S2000 rücken die Distanzen zwischen den Kurven und der Kurvenspeed doch in andere Dimensionen. Man ist einfach viel schneller unterwegs und das muss man berücksichtigen. Ricci hat mir hier sehr viel geholfen und er wird sicher neben mir bessere Nerven brauchen als neben Andi. Unser Ziel ist ein Platz in den TOP 10. Aber da das Fahrzeug ja eine Woche später bei der Maribor Rallye benötigt wird, werden wir auch nicht auf letztes Risiko fahren. Speziell die Sonderprüfung über den Gössersattel (SP 1 und 3) birgt viele Risken bereits hier das Auto zu zerstören. Diese Prüfung werden wir eher defensiv anlegen, denn die Rallye wird wohl erst auf den langen Sonderprüfungen am Nachmittag entschieden und da wollen wir unbedingt noch dabei sein.“

Test für Berger, Premiere für Sanz

Einiges mehr an Erfahrung hat ein weiteres Mitglied aus dem VW Motorsport Team Austria: Hermann Berger wird mit seinem VW Golf V TDi in der Dieselklasse starten und ist dort natürlich einer der Favoriten für einen Podestplatz.

Berger will diese Rallye auch als Praxis-Test nutzen, um sein Einsatzfahrzeug besser kennen zu lernen: „Die Weiz Rallye passt terminlich gut in unseren Kalender und dürfte unserem Golf Diesel sehr gut liegen. Sie ist sehr schnell mit vielen zügigen Passagen. Das kommt unserem Drehmoment natürlich entgegen. Nach dem dritten Rang in der Dieselklasse bei der Castrol Judenburg Rallye würden wir natürlich auch hier wieder gerne in den TOP 3 landen, auch wenn die Konkurrenz hier in der Challenge nicht geringer als in der Österreichischen Meisterschaft ist.“

Und „last but not least“ gibt es im VW Motorsport Team Austria noch einen Rollentausch: Thomas Sanz, ansonsten im Team in der Vorbereitung der Rallyefahrzeuge bzw. im Service tätig, soll erstmals sehen was seine Arbeit in der Praxis bedeutet. Er wird auf einem VW Golf V TDi die Rallye als Vorausfahrzeug bestreiten. Dadurch fällt der Druck auf Zeiten fahren zu müssen weg und es ist eine gute Gelegenheit einmal Rallye-Luft zu schnuppern.

Die Rallye

Die Weiz Rallye ist eine sehr anspruchsvolle Rallye mit schnellen Sonderprüfungen, wobei sicherlich der Rundkurs in Anger bei Weiz und der über 24 Kilometer lange Rundkurs in Koglhof die Höhepunkte darstellen.

Beide werden am Samstag Nachmittag gefahren und auf Grund der Länge der Sonderprüfung „Koglhof“, die immerhin knapp 43% der Gesamtdistanz der Rallyesonderprüfungen ausmacht, wird wahrscheinlich auch dort die Entscheidung fallen.

Die Weiz Rallye beginnt am 27. Juni 2009 um 8:00 Uhr auf dem Hauptplatz in Weiz. Auf dem Programm stehen 8 Sonderprüfungen über 113,50 Kilometer, bevor das erste Fahrzeug um 19:00 Uhr auf dem Weizer Hauptplatz ins Ziel rollt.

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Rallye Weiz

Weitere Artikel:

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Mayer

Neues Geschäftsmodell im Hause Mayer

Die Familie Mayer aus Gießhübl hat ihr Portfolio erweitert: Neben dem Autohaus in Gießhübl und der Landwirtschaft in Kaltenleutgeben wurde nun die Mayer Motorsport S.R.O. ins Leben gerufen.

ARC, Grasl Rallye Horn: Fotos

Die besten Bilder von der Grasl Rallye Horn

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder von der Toyota Keusch Grasl Rallye Horn powered by Sonax und Schremser.

WRC, Sardinien: Vorschau Raith

Ein Herzenswunsch wird Wirklichkeit

Der Steirer Kevin Raith steht am kommenden Wochenende in Sardinien zum zweiten Mal in seiner Karriere am Start einer WM-Rallye / Im Cockpit seines Ford Fiesta Rally2 sitzt Claudia Maier als Copilotin

Voller Erfolg bei der Premiere der neuen Grasl Rallye Horn, der dritten von vier reinen ARC-Rallyes 2026. Den ARC-Sieg feiert wie in Krumbach Rene Kiehtreiber - dahinter landen Bernhard Hengl bei dessen tollem Allrad-Debüt und Gerolf Schuller.

Elfyn Evans vor WRC-Finale

"Ich weiß, wie man es nicht macht"

Elfyn Evans geht mit 17 Punkten Vorsprung als Titelfavorit ins WRC-Finale: Doch schon einmal konnte er eine vergleichbare Ausgangslage nicht nutzen

WRC, Sardinien: Kurzvorschau

Das Thriller Finale auf Sardinien

Drei Titelkandidaten beim vorgezogenen Grande Finale. Kevin Raith/Claudia Maier sind nach Absage von Keferböck/Minor die einzigen Österreicher.