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Loeb siegt nach vorzeitigem Abbruch

Wegen dem großen Zuschauerandrang wurden die Prüfungen 17 und 18 abgesagt. Loeb siegt vor Ogier und Sordo. Novikov/Minor auf SP 14 out.

Michael Noir Trawniczek

Nach einem Zwischenfall auf SP 16 musste zunächst die laufende Sonderprüfung nach Startnummer 47 unterbrochen respektive neutralisiert werden. Offiziell unbestätigten Informationen zufolge sollen drei Zuschauer in eine 50 Meter tiefe Felsspalte gestürzt sein, glücklicherweise sollen sich die drei aber nur leichte Verletzungen zugezogen haben…

Wenig später entschlossen sich die Veranstalter dennoch dazu, die noch ausstehenden Sonderprüfungen SP 17 und SP 18 abzusagen. Offizielle Begründung: Wegen der großen Zuschauermassen auf den Prüfungen SP 17 und 18. Zudem sollen die Zuschauer auch mit ihren Privatautos die Verbindungsstrecken verparkt haben.

Und: bei den meisten Piloten gab es keine Spikereifen mehr, die jedoch auf der schwierigen Strecke auf den Col de Turini notwendig gewesen wären, zumal der Schneematsch bei Temperaturen unter null wieder angefroren wäre…

Somit endet die Rallye Monte Carlo vorzeitig, noch vor der „Nacht der langen Messer“. Der Sieg ergeht an Sebastien Loeb im Citroen, der die gesamte Rallye über dominiert hatte. „Ich bin immer glücklich, wenn ich gewinnen – und die Rallye Monte Carlo ist eine der aufregendsten Rallyes, die ich gefahren bin. Die heurige Ausgabe war ganz besonders schwierig.“

Ogier: "Wie ein Sieg..."

Volkswagen darf bei der Weltpremiere des VW Polo R WRC mit Platz zwei für Sebastien Ogier zufrieden sein. Sebastien Ogier jubelte: „Ich bin so glücklich, das ist wie ein Sieg für mich. Ich bin ein Wettkampfsportler und ich bin niemals mit einem zweiten Platz zufrieden, aber diesmal war das unser Ziel und solchermaßen in die Saison zu starten, ist wunderbar. Ich habe ein Jahr gewartet, wir haben so viele Tests absolviert und es war manchmal richtiggehend frustrierend – aber jetzt sind wir hier, und der Polo ist bereits konkurrenzfähig.“

Der zweite Citroen-Pilot Dani Sordo rückte vor auf Rang drei, nachdem Evgeny Novikov und Ilka Minor auf der rutschigen SP 14 gegen einen Felsen krachten, sich ein Rad ausrissen und schließlich aufgeben mussten. Die erste und nunmehr einzige Fahrt auf den Col de Turini gestaltete sich wegen des Regens dermaßen rutschig, dass zahlreiche Piloten von der Strecke flogen. So auch Jari-Matti Latvala im zweiten VW, der bis dahin Rang fünf belegen konnte, sowie Juho Hänninen bei seinem M-Sport-Gastspiel, der vor seinem Ausfall auf Rang sieben lag.

Mikko Hirvonen rundet als farbloser Vierter das gute Resultat für Citroen ab, dazu kommen Bryan Bouffier im PH Sports Citroen auf Rang fünf, der am Beginn der Rallye schwächelnde M-Sport-Pilot Mads Östberg auf Platz sechs sowie Martin Prokop (Czech Ford), Sepp Wiegand (Skoda Fabia S2000, Sieger WRC-2), Olivier Burri (Peugeot 207 S2000) und Michal Kosciuszko (Lotos Mini WRC) in den restlichen Punkterängen.

Stohl Racing Subaru-Pilot Armin Kremer verpasste als Elfter die Punkteränge nur knapp und belegte in der WRC-2 den zweiten Platz als bester Gruppe N-Teilnehmer.

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