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WRC: Rallye Monte-Carlo 2013

"Wenn ich um den Sieg kämpfen kann, versuche ich das"

Sebastien Loeb ist nach seinem Teilrückzug glücklich mit seiner Entscheidung und fiebert schon der "Monte" entgegen - Der Druck ist weg, der Ehrgeiz bleibt

Vier ist das Zauberwort. Vier Rallyes möchte Sebastien Loeb nach seinem Rücktritt in dieser WRC-Saison bestreiten. Bisher ist von einem Abgang des Franzosen noch nicht viel zu spüren. Beim Saisonauftakt in Monte Carlo sitzt der 38-Jährige wie üblich bei der obligatorischen Pressekonferenz und ist dabei als Gesprächspartner so begehrt, wie in den vergangenen Jahren zuvor auch.

In ihm drin hat sich allerdings einiges getan: Der Druck, der auf dem neunfachen Champion lastete, ist weg. Er wird in diesem Jahr sowieso nicht Weltmeister. "Natürlich ist in diesem Jahr alles ein wenig anders, aber ich bin glücklich damit", beschreibt Loeb. "Ich habe lange über meinen Rücktritt nachgedacht und nun habe ich die Entscheidung getroffen."

Der Citroen-Werksfahrer freut sich schon auf die neuen Herausforderungen, die auf ihn warten. Ein Engagement in der Tourenwagen-WM steht dabei genauso im Raum, wie ein Start bei der Rallye Dakar. Doch das ist für den Franzosen Zukunftsmusik, vorerst konzentriert sich Loeb auf die Rallye Monte Carlo. Trotz seines bereits zehnten Starts bei dem Klassiker, kribbelt es bei Loeb auch weiterhin: "Es ist eine schöne Rallye, an die ich gute Erinnerungen habe. Außerdem ist sie die Heimrallye meines Beifahrers (Daniel Elena; Anm. d. Red.). Es ist schon wichtig, hier am Start zu sein, aber es ist nicht das gleiche. Ich bin einfach nur hier..."

Zwar habe sich seine Zielsetzung geändert, die Vorbereitung auf die Rallye sei allerdings wie in jedem Jahr. "Bei der Erkundung habe ich alles sehr ernst genommen. Wenn ich um den Sieg kämpfen kann, dann versuche ich das auch. Wenn ich es nicht kann, dann ist es auch nicht so schlimm. Ich bin hier für den Spaß und bei den Bedingungen werde ich den auch haben."


Wüsste man nicht, dass der Auftakt in Frankreich stattfinden würde, könnte man meinen, die Veranstalter haben die Schweden-Rallye vorgezogen. Beim Shakedown sorgten anhaltende Schneefälle für einen rutschigen Untergrund. "Ich habe die Rallye noch nie mit so viel Schnee zurückgelegt", betritt auch Loeb Neuland. "Sonst war es höchstens auf einer oder einer halben Etappe zugeschneit, aber es fühlte sich eher wie eine Asphalt-Rallye an."

Doch im Moment seien die Bedingungen in diesem Jahr nicht mit den Erfahrungen der Vorsaisons vergleichbar. "Es wird sehr schwierig", ist sich Loeb sicher. "Beim Shakedown hatten wir Glück, dass alles auf weiten Feldern war, denn ich glaube irgendwann sind alle kreuz und quer durchs Feld gepflügt. Aber morgen haben wir Mauern, Steine und Gräben - mal schauen, was wir da machen können."

Zwar hat Loeb in diesem Jahr die Gewissheit, dass er nicht seinen zehnten Meistertitel holen wird, wer sein Nachfolger wird, weiß er allerdings auch nicht: "Ich würde mein Geld auf keinen setzen - es wird spannend. Der Sieger wird auf jeden Fall ein neuer sein." Gespannt ist der Franzose aber am meisten auf die Leistungen von Jari-Matti Latvala und Mikko Hirvonen: "Ich freue mich auf das, was passieren wird."

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