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WRC: Rallye Monte-Carlo 2013

Unspektakulärer Donnerstagnachmittag

Sebastien Loeb kontrolliert weiterhin die Rallye Monte Carlo – Evgeny Novikov und Ilka Minor haben immer noch Chancen auf einen Podiumsplatz.

Michael Noir Trawniczek

Während er am Vormittag noch den „Schneepflug“ für seine nachfolgenden Mitbewerber spielen musste, waren die drei Sonderprüfungen am Donnerstagnachmittag, im zweiten Durchgang bereits ausgefahren, sodass auch Rallyeleader Sebastien Loeb wieder schnelle Zeiten markieren konnte.

Auf der 19 Kilometer langen SP 8 und auf der 21,1 km langen SP 10 war Loeb jeweils der schnellste Mann auf der Piste – lediglich auf der 25,4 km langen SP 9 waren die M-Sport-Piloten Juho Hänninen und Evgeny Novikov schneller als der Serienweltmeister.

Loeb, der am Mittwoch aus einem Mangel an Split-Zeiten im Cockpit gezwungen war, maximal zu attackieren und solchermaßen gleich einmal einen Riesenvorsprung herausfahren „musste“, vergrößerte seinen Vorsprung auf 1:35 Minuten und erklärte auf seine gewohnt unspektakuläre, für manche auch phlegmatische Art und Weise: „Es war ein guter Tag, die Strecken waren schön, nur die letzte SP war ein bisschen rau.“

Sebastien Ogier erfreut Volkswagen mit einem stabilen zweiten Gesamtrang – der drittplatzierte Dani Sordo liegt bereits mehr als eine Minute hinter Ogier zurück. Der VW-Pilot erklärte: „Wir haben derzeit kein Problem, das Auto läuft gut – wir hoffen, dass es so weitergeht. Ich versuche, den zweiten Platz zu halten.“

Novikov/Minor fehlen 15,2 Sekunden auf das Podium

Sordo wiederum würde schon zufrieden sein, wenn er seinen dritten Platz halten könnte – denn Evgeny Novikov und Ilka Minor konnten zwar am Nachmittag nicht mehr ganz so schnell fahren wie am Vormittag, als sie zwei SP-Bestzeiten erringen konnten, bleiben aber in Schlagdistanz zu einem möglichen Podiumsplatz: Dem russisch-österreichischen M-Sport-Duo fehlen 15,2 Sekunden auf Sordo.

Novikov war mit dem zweiten Tag der Rallye Monte Carlo sehr zufrieden: „Das war ein wirklich guter Tag – ich bin sehr glücklich und ich freue mich auf die noch kommenden Tage, ich möchte um einen guten Platz kämpfen.“

Die Unzufriedenen

Unzufrieden zeigte sich hingegen Mikko Hirvonen im dritten Werks-Citroen, der mit seinen Stallkollegen nicht mithalten konnte - weder mit Loeb, noch mit Sordo. Gleich nach SP 7 jammerte Hirvonen wieder einmal: „Das war nicht so gut. Ich weiß nicht, vielleicht habe ich meine Reifen auf der Asphaltsektion nach dem Start ruiniert – denn am Ende der Prüfung war es sehr rutschig und ich hatte kein Vertrauen.“

Selbstkritisch zeigte sich auch sein früherer Teamkollege und nunmehrige VW-Werkspilot Jari-Matti Latvala, der klar im Schatten von Sebastien Ogier stand. Latvala erklärte: „Ich bin nicht glücklich mit meinen Zeiten, das war kein guter Tag für uns. Wir müssen uns verbessern – aber ich habe eine Idee, was wir ändern könnten.“

Schwer enttäuscht, nämlich so sehr, dass er gar keine Stellungnahme abgeben wollte, war Mads Östberg, der im Vergleich zu seinem M-Sport-Werksteamkollegen Novikov ziemlich alt aussah. Östberg liegt hinter Markenkollege Juho Hänninen und Citroen-Pilot Bryan Bouffier auf Rang neun, den letzten Punkterang belegt Martin Prokop im Czech Ford.

In der WRC-2 führt weiterhin Skoda Fabia S2000-Pilot Sepp Wiegand rund vier Minuten vor Armin Kremer, dessen Gruppe N-Subaru von Stohl Racing eingesetzt wird. In der WRC-3 führt weiterhin Sebastien Chardonnet im Citroen DS3 R3.

Am Freitag sind nur drei Sonderprüfungen zu absolvieren – allerdings handelt es sich um recht lange Prüfungen: SP 11 ist 33 Kilometer lang, SP 12 hat eine Länge von 22 Kilometern und SP 13 ist mit 36,7 Kilometern die zweitlängste Sonderprüfung der gesamten Rallye.

Nach Tag 2 (SP 10)
 1.  Sebastien Loeb        Citroen             3:16:29.1
 2.  Sebastien Ogier       VW                   + 1:35.0
 3.  Dani Sordo            Citroen              + 2:38.0
 4.  Novikov/Minor         M-Sport Ford         + 2:53.2
 5.  Mikko Hirvonen        Citroen              + 3:22.7
 6.  Jari-Matti Latvala    VW                   + 3:43.2
 7.  Juho Hänninen         M-Sport Ford         + 4:11.3
 8.  Bryan Bouffier        PH Citroen           + 5:45.8
 9.  Mads Östberg          M-Sport Ford         + 5:49.5
10.  Martin Prokop         Czech Ford          + 14:15.6

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