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WRC: Rallye Monte-Carlo 2013

„Das ist inakzeptabel!“

Der chaotische Premierentag der neuen Zeitnehmerfirma SIT hat Folgen: Teamchefs wie Jost Capito und Yves Matton zeigten sich empört, zu viel Chaos am ersten Tag…

Michael Noir Trawniczek

Schlechter hätte der Premierentag für die spanische Zeitnehmerfirma „Sistemas Integrales de Telecomunicacion“ (STI) nicht sein können: Die für die Saison 2013 als Nachfolger von „Stage One Technology“ für das Live Timing verantwortliche STI lieferte den gesamten Mittwoch über keine verlässlichen Splitzeiten, zudem gab es am Nachmittag am Ende des Tages keine klare, endgültig richtige Gesamtwertung, zunächst sorgten die Zeiten auf SP 3 für Korrekturen, danach mussten die SP 4-Zeiten korrigiert werden…

Joest Capito, Teamchef des neuen Volkswagen-Teams erklärte verärgert: „Was wir heute gesehen haben, ist komplett inakzeptabel. Die FIA verlangt von den Herstellern und den Teams, dass sie ordentlich vorbereitet sind und sie verlangt eine hohe Nenngebühr. Das Geringste, was du da erwarten kannst, ist ein funktionierendes Timing.“

Capito fügte hinzu: „Und es geht nicht nur um das Timing, sondern auch um Sicherheit. Die FIA legt so viel Wert auf Sicherheit – ich kann nicht verstehen, wie sie dann Sonderprüfungen abhalten können, bei welchen das Sicherheitssystem nicht funktioniert. Wo ein Notfall angezeigt wird, während das betreffende Fahrzeug aber fährt.“ Capito spricht damit einen Vorfall vom Dienstagmorgen an, als der Sensor von Loeb irrtümlich einen Notfall vermeldete…

Capita sagt dazu: „Wenn es einmal einen wirklichen Notfall geben sollte, was geschieht dann? Das ist komplett verantwortungslos!“

Unterstützung erhält Capito von Citroen-Teamchef Yves Matton, der hinsichtlich der Probleme mit SIT erklärte: „Es ist unmöglich, so zu arbeiten.

Julian Ingrassia, der Co-Pilot von Sebastien Ogier erklärte: „Es gibt einfache, simple Dinge, wo wir keine Revolution benötigen. Ich glaube, die große Verbesserung des neuen Live Timings besteht darin, dass wir am Prüfungsstart keine großen Uhren mehr haben. Wir glauben, wir bewegen uns vorwärts – doch manchmal bewegen wir uns zurück in die Vergangenheit.“

Ein Sprecher der Firma SIT erklärte: „Wir studieren gemeinsam mit der FIA sämtliche Informationen zu den heutigen Vorfällen.“ Auch FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen stellte fest: „Wir müssen einmal belegen, was heute passiert ist. Sobald wir über diese Informationen verfügen, werden wir einen Kommentar abgeben.“

Die Teams hoffen, dass man die Probleme in den Griff bekommt – zudem bewegt sich der Tross am Donnerstag weiter weg vom Servicepark, hinaus in die Wälder…

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