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Rallye-WM: News

WRC-Kommission plant radikale Veränderungen

Die Neuregelung der Startreihenfolge, das Shootout am letzten Tag und das Verbot der Übertragung von Splitzeiten stehen beim Treffen der WRC-Kommission zur Debatte.

In der nächsten Woche könnten einige der einschneidendsten Veränderungen in der Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft beschlossen werden. Bei einem Treffen der WRC-Kommission stehen unter anderem die Startreihenfolge, entscheidende Wertungsprüfungen am Schlusstag und das Verbot der Anzeige von Zwischenzeiten in den Autos auf dem Programm.

Die WRC-Kommission wird ihre Vorschläge dann dem Motorsport-Weltrat bei seiner nächsten Sitzung in Peking vorlegen. Das Treffen soll der Schlusspunkt unter einer langen Debatte über das zukünftige Format des Schlusstags sein, das ab 2015 gelten soll. Die Pläne über ein Shootout bei der letzten Sonderprüfungen müssen jedoch noch im Detail überarbeitet werden.

Auch die Festlegung der Startreihenfolge soll verändert werden. So soll der WM-Führende künftig am ersten und zweiten Tag als Erster auf die Strecke gehen und nicht wie in dieser Saison nur am ersten Tag. Ab der Rallye Monte Carlo im Januar soll dann nur noch am letzten Tag der Führende als Letzter starten. Nach diesem System wird derzeit an allen Tagen außer dem ersten gestartet.

Diese Änderung dürfte vor allem beim amtierenden Weltmeister Sebastien Ogier auf Kritik stoßen. Der Franzose hatte mehrfach seine Frustration über die Tatsache zum Ausdruck gebracht, dass er als Erster über den losen Schotter fahren muss und das System als "Regel für die Verlierer" bezeichnet. Ogier bevorzugt die Rückkehr zum Qualifying-Format der vergangenen Saison, bei dem der schnellste Fahrer eines einzelnen Shakedown-Runs seine Startposition am ersten Tag frei wählen konnte.

Eine weitere große Änderung betrifft vermutlich die Kommunikation zwischen der Teamleitung und die Autos während der Sonderprüfungen. Derzeit bekommen die Crews die Zwischenzeiten direkt in die Autos übertragen und können ihr Tempo so an das ihrer Rivalen anpassen. Das wird zukünftig höchstwahrscheinlich nicht mehr erlaubt sein.

"Wir sind uns vollkommen im Klaren darüber, dass einige dieser Entscheidungen unpopulär, vielleicht sogar sehr unpopulär sein werden, aber wir treffen sie im Interesse das Sports und nicht mit Rücksicht auf einzelne Personen oder Teams", sagt eine Quelle innerhalb der FIA. "Wie in jedem Sport werden diejenigen, die am meisten zu verlieren haben, versuchen, das Risiko zu minimieren. Und dabei helfen die Zwischenzeiten."

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