RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: News

Fahrer dagegen, Team dafür….

Die VW-Piloten, angeführt von Weltmeister Sebastien Ogier, haben die FIA in einem Brief darum gebeten, die geplante Regel für Etappe 2 fallen zu lassen.

Der amtierende Rallye-Weltmeister Sebastian Ogier und seine Volkswagen-Teamkollegen haben im Vorfeld des FIA-Motorsport-Weltrats in Peking einen Brief an FIA-Präsident Jean Todt verfasst, mit der Bitte, die geplante Regeländerung für die Startreihenfolge in der WRC-Saison 2015 zu verschieben.

Derzeit muss der WM-Gesamtführende am ersten Tag eines WRC-Events als Erster auf der Strecke. Das bedeutet insbesondere auf Schotter einen Nachteil, weil die Fahrbahn für die nachfolgenden Autos sauber gefahren wird. Ein Vorschlag der WRC-Kommission, der vom Weltrat abgesegnet werden soll, sieht vor, dass der Gesamtführende auch auf der zweiten Etappe als Erster auf die Strecke muss.

Die Idee, den Brief zu verfassen, hatte Ogier. "Als Fahrer mache ich mir Gedanken über die Zukunft meines Sports, also haben wir das unter Teamkollegen besprochen", sagt er. "Danach haben wir unsere Meinung der FIA mitgeteilt."

Der Franzose ist schon seit langem ein Kritiker der Startreihenfolge, durch die der Gesamtführende benachteiligt wird. "Die Idee dahinter ist klar: Die besten Fahrer sind im Nachteil, damit der Abstand gering bleibt und die Weltmeisterschaft spannender. Aber die neuen Regeln gehen zu weit und sind unfair", findet er. "Wir sind Sportler. Als solche wollen wir beweisen, wer der Beste ist. Das ist ein grundlegendes Prinzip, das es in jedem Sport gibt."

"Meine Teamkollegen und ich würden es bevorzugen, am ersten Tag in der Reihenfolge des Meisterschaftsstands zu starten, in entgegengesetzter Reihenfolge des Meisterschaftsstands am zweiten Tag und in entgegengesetzter Reihenfolge des Zwischenstands von Samstagabend am dritten Tag. Das wäre fair, einheitlich und leicht zu verstehen", fordert Ogier.

Für Latvala ist der 2015er-Vorschlag "ein bisschen zu viel". Er hat vor allem hinsichtlich der Shootout-Pläne für die letzte Wertungsprüfung Bedenken: "Laut den neuen Regeln musst du am letzten Tag unter den besten Vier sein, um Siegchancen zu haben, und das ist etwa in Mexiko nicht realistisch, wenn du zwei Tage lang vorne wegfahren musst. Da kannst du vor der letzten Prüfung unmöglich unter den besten Vier liegen."

Motorsportdirektor Jost Capito unterstützt die Regeländerung hingegen: "Sebastien bezieht zu diesem Thema klar Stellung. Ich kann verstehen, dass ihm das nicht passt, aber wir müssen die Regeln der FIA akzeptieren. Ich bin überzeugt, dass trotzdem noch der Schnellste gewinnen wird. Wenn du als Erster auf die Strecke gehst, hast du die meisten Punkte, und der Zweitplatzierte fährt direkt hinter dir. Es ist ja nicht so, dass der erst als Zehnter raus muss."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: News

Weitere Artikel:

Raimund Baumschlager gewinnt eine bis zur letzten Sonderprüfung höchst spannende Herbstrallye 2026 vor dem Tschechen Jan Cerny und Christoph Zellhofer. Gerolf Schuller ist ARC-Clubmeister 2026.

Herbstrallye: Vorschau ARC

ARC-Showdown: Wer wird Clubmeister 2026?

Beim Grande Finale der Austrian Rallye Challenge kommt es bei der Herbstrallye zum großen Duell zwischen Gerolf Schuller und Hans Georg Lindner - einer von beiden wird Clubmeister 2026. Auch in der ART2 sowie der ARCH 4WD steht der Jahressieger noch nicht fest…

ARC, Herbstrallye: Vorschau Baumschlager

Wie in alten Zeiten...

Das Saisonfinale der Austrian Rallye Challenge lockt mit einem Rekordstarterfeld von 119 Teams in den Bezirk Waidhofen an der Thaya. Bei Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager werden dabei Erinnerungen an die legendäre Semperit-Rallye wach.

ARC, Herbstrallye: Vorschau Schindelegger

Heimspiel vor dem Grande Finale

Das Rallyeteam Schindelegger startet bei der Herbstrallye in Dobersberg und legt vor dem Grande Finale auf Schotter in Italien ein Heimspiel auf Asphalt ein.

Roman Mühlberger im Exklusiv-Interview

Herbstrallye 2027 ORM? „Könnte möglich sein…“

Herbstrallye-Veranstalter Roman Mühlberger spricht über den großen Nennerfolg seiner Rallye und lässt aufhorchen: Ein Lauf zur TEC7 ORM 2027 wird nicht (mehr) ausgeschlossen…

ARC Rallye Triestingtal 2027

Gschwandner: „Es wäre angerichtet…“

ARC-Obmann Georg Gschwandner hat in seiner Rolle als Veranstalter der ARC Rallye Triestingtal ein Presse-Statement veröffentlicht. Nach dem großartigen Comeback 2026 kämpft die Rallye ums Überleben…