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Letzte SP: Shootoutplan nicht totzukriegen

Die Idee eines abschließenden Shootouts, um das Ergebnis einer WM-Rallye zu bestimmen, könnte bereits für 2015 aufgegriffen werden.

Die Möglichkeit eines Shootouts über eine einzelne Prüfung, die dann das Endklassement eines WM-Laufs bestimmt, geistert weiterhin in den Köpfen einiger Herstellervertreter sowie des neuen WRC-Promoters. Eine endgültige Entscheidung wird für diesen September erwartet, eine Umsetzung frühestens im November. Dieser Plan, der das Format einer Rallye radikal verändern würde, wurde zum ersten Mal vor ca. zwölf Monaten besprochen. Er war auch ein zentraler Punkt beim Meeting der Hersteller und des WRC-Promoters in der vergangenen Woche.

Die Abänderung des letzten Tages einer WM-Rallye ist dabei einer der Bereiche, über den sich beide Parteien einig waren. "Im Moment ist es eine offene Diskussion", sagt WRC-Promoter Oliver Ciesla. "Aber die Absicht ist es, das Drama und die Attraktivität dieses letzten Moments einer Rallye zu erhöhen – und wir wollen etwas für die Medien entwickeln, damit wir ein neues Publikum ansprechen. Wir sprechen mit allen Akteuren, um herauszufinden, wie man dieses Format entwickeln kann, um die Bedürfnisse der WRC zu erfüllen, und die Wünsche des Publikums nach mehr Drama. Es muss in den Augen der Wettbewerber aber sportlich fair bleiben." Ciesla sagt aber auch, dass es vor dem Beginn der nächsten Saison keine Änderungen geben wird.

"Die Absicht ist, es für das kommende Jahr zu verändern", sagt er. "Es ist ein kreativer Prozess, um eine Lösung zu finden. Wir hören uns die Vorschläge von allen Seiten an, versuchen sie dann umzusetzen und in das bestehende Format für das kommende Jahr zu implementieren. Wir erwarten aber nicht, dass diese Veränderungen vor Monte Carlo 2015 passieren werden. Alle Vorschläge müssen dem Motorsportweltrat im November vorgelegt werden. Nach diesem Meeting wären wir ein einer Position, etwas öffentlich zu verkünden. Für einige der Rallyes zu Saisonbeginn 2015 könnten diese Veränderungen zu kurzfristig sein. Es würde deshalb eine Übergangsphase geben."

VW-Motorsport-Direktor Jost Capito (Bild) ist einer der Väter dieses Plans und steht weiterhin dazu: "Für die Öffentlichkeit favorisieren wir immer noch den Vorschlag, dass es zwei lange Rallye-Tage gibt, gefolgt von einem Sonntag mit einem finalen Shootout. Die Top 10 kämpfen in einer Prüfung um ihre Positionen – sie können aber nur eine Position gewinnen oder verlieren. Das könnte man in einer einstündigen Sendung im Fernsehen übertragen. Alle würden es verstehen und für alle wäre es aufregend. Für die Hersteller ist sehr wichtig, dass so ein Programm auch von den Leuten verstanden wird, die keine Hardcore-Fans sind. Das könnte sie zu unserem Sport bringen", meint zumindest der Deutsche.

Solche Überlegungen hinterlassen allerdings auch einige unbeantwortete Fragen, etwa ob ebendiese Hardcore-Fans ihre Aufmerksamkeit dann nicht vermehrt Meisterschaften, die einem traditionelleren Rallyeformat treu bleiben, schenken wollen, oder inwieweit der Umstand, dass schon die einstündigen Live-Übertragungen der Powerstage kaum Öffentlichkeit gefunden haben, kein Warnsignal für die Blauäugigkeit dieses Unterfangens darstellt. Diesen und ähnlichen Problemen werden sich Ciesla, Capito und Co. noch stellen müssen ...

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