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ERC/ORM: Jännerrallye 2015

Ein interessanter erster Tag in Freistadt

Kajetanowicz überlegen, Baumschlager nur knapp hinter Consani, Wagner und weitere Lokalhelden brillieren – motorline.cc hat die Gesamtzeiten!

Michael Noir Trawniczek
Foto: Daniel Fessl/www.motorline.cc

„Es war wie ein Traum, es war ein fantastischer Tag“, jubelte Kajetan Kajetanowicz am Ende des ersten Tages der Jännerrallye, nachdem er auf den verschneiten, eisigen Straßen eine Dominanz an den Tag legen konnte, die ihresgleichen sucht: Auch der zweitplatzierte Robert Consani konnte da nur den Hut ziehen, er liegt als Gesamt-Zweiter beinahe vier Minuten zurück.

Nach seiner missglückten Auftakt-SP, auf der er wegen Überhitzungsproblemen rund fünf Minuten einbüßte, konnte auch Alexey Lukyanuk kräftig Gas geben und eine famose Aufholjagd starten. Kajetanowicz, Consani und Lukyanuk haben eines gemeinsam: Sie konnten auch Restbestände alter 15 Zoll-Reifen der Marke Pirelli zurückgreifen – und die waren an diesem Tag Gold wert…

Baumschlager top

Raimund Baumschlager, der im „nationalen Feld“ startet, konnte an diesem ersten Tag mit tollen Zeiten glänzen, am Nachmittag/Abend gab der Skoda-Pilot noch einmal kräftig Gas, sodass er im fiktiven Gesamtstand nur noch rund drei Sekunden hinter Consani auf Platz drei liegt.

Baumschlager erklärte: „Es ist für mich super gelaufen, wenngleich ich auch viel Glück hatte, immer auf der Straße zu bleiben. Auf der letzten Prüfung bin ich in eine Schneewand gekracht, wobei viel Schnee in die Kühlerbox gelangte und ich rund eine halbe Minute einbüßte.“ Ohne dieses Malheur würde der Rosenauer wohl schon auf Platz zwei der Gesamtzeiten liegen.

Wagner & Lokalhelden geben Gas

Beeindruckend fuhr auch der junge Lokalmatador Simon Wagner, der am Ende in der Gesamtzeitenliste als zweitbester Österreicher Platz sechs belegt. Der 22-Jährige pilotiert einen Race Rent-Mazda mit Baujahr 1993. „Ich bin überrascht und freue mich sehr, dass wir mit nur vier neuen Reifen so gute Zeiten fahren konnten“, erklärte Wagner. Aber auch weitere Lokalhelden wie Mario Traxl, Ernst Haneder oder auch Horst Stürmer im Audi Coupe Quattro konnten brillieren.

Martin Fischerlehner wiederum, nach den Ausfällen von Hermann Neubauer und Johannes Keferböck der einzige verbliebene Österreicher in der ERC-Wertung, konnte dort wie einst Franz Wittmann junior beeindrucken und findet sich nach dem ersten Tag als Sechster inmitten der ERC-Elite.

Zeitenservice-Farce

Eine „Farce“ nannte Österreichs größte Tageszeitung schon nach dem Shakedown den Umgang mit dem Live Timing – als am ersten Tag schließlich ein „National“-Button eingeführt wurde, beruhigte sich die Lage etwas. Doch um 19.30 Uhr war wieder alles anders, im Presseraum herrschte nur noch Kopfschütteln…

Sollten Sie am Dienstag also die verschiedensten Ergebnisse zur Jännerrallye lesen: Aufmotorline.cc finden Sie zumindest die Top 14 der gesamten gefahrenen Tageszeiten, unabhängig, zu welcher Meisterschaft die jeweiligen Teams gerechnet werden.


Gesamt-Top 14 nach Tag 1 (SP 10)
 1. Kajetanowicz     Ford R5          1:42:13.6 ERC/ORM     
 2. Consani          Peugeot S2000    1:46:06.1 ERC
 3. Baumschlager     Skoda S2000      1:46:09.2 ORM
 4. Tarabus          Skoda S2000      1:48:43.0 ERC/ORM
 5. Lukyanuk         Ford R5          1:49:49.1 ERC
 6. Wagner           Mazda GTR        1:51:58.5 ORP
 7. Haneder          Mitsubishi Evo9  1:55:02.4 ORM
 8. Fischerlehner    Mitsubishi Evo9  1:55:56.1 ERC/ORM
 9. Lefebvre         Citroen R5       1:56:16.0 ERC
10. Traxl            Mitsubishi Evo3  1:56:36.7 ORP
11. Stürmer          Audi C. Quattro  1:57:51.5 ORP
12. Desl             Mitsubishi Evo7  1:58:00.3 ORP
13. Raoux            Ford R5          1:58:24.5 ERC
14. Vojtech          Subaru           1:59:34.4 ERC/ORM

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