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ERC/ORM: Jännerrallye 2015 Gerald Bachler, Hubert Zach, Subaru Impreza GT Turbo 4WD, Jännerrallye 2015

"Es war einfach nur geil ..."

Der Lunzer Schlossermeister Gerald Bachler erreichte bei der Jännerrallye einen unerwarteten 7. Rang in der nationalen Gesamtwertung.

Foto: Rallye Foto Christian Wotawa

Zusammen mit seinem Co-Piloten Hubert Zach erreichte der Lunzer Schlossermeister Gerald Bachler im Subaru Impreza GT Turbo 4WD bei der Jännerrallye einen unerwarteten siebenten Rang in der nationalen Gesamtwertung. Ein Ergebnis, von dem die Beiden vorher nicht zu träumen wagten.

Die Jännerrallye ist traditionell ein erster Höhepunkt im österreichischen Motorsportkalender und zählt zur Rallye-Europameisterschaft. Teilnehmer aus 19 Nationen fanden sich auf der Starterliste, 10% der Starter sind auch auf der Nennliste der WM-Rallye in Monte Carlo zu finden. Das demonstriert eindrucksvoll die Hochkarätigkeit dieser Veranstaltung.

Auf Schnee und Eis entlang gesperrter Strecken ordentlich Gas zu geben war immer schon das Hobby des 46jährigen Schlossermeisters aus Lunz am See. Bei vielen Eisrennen und Slaloms hatte Gerald Bachler schon sein Talent bewiesen, und so mietete er sich gemeinsam mit Hubert Zach einen Subaru, um sich einen Traum zu erfüllen und einmal die Jännerrallye in Angriff zu nehmen – der erste Einsatz auf diesem hohen Niveau sowohl für Bachler als auch den Co-Piloten. Man wollte eigentlich nur Spaß haben und das Ziel erreichen.

Im Vorfeld mussten Bachler/Zach jedoch einige Hürden überwinden, denn beim Vortest wollte der Rallyebolide partout nicht anspringen. So ging wertvolle Testzeit verloren, die gerade für das bis dahin nicht eingespielte Team äußerst wichtig gewesen wäre. Damit nicht genug, ging am Abend vor dem Start auch noch die Kupplung ein, und die Mechaniker mussten eine Nachtschicht einlegen, um das Gerät wieder rennfertig zu bekommen.

Als die erste Sonderprüfung gestartet wurde, herrschten die erhofften perfekten Bedingungen: Schnee und Eis prägten die Straßen, die laut Angaben des Veranstalters an beiden Tagen von mehr als 100.000 Zuschauern gesäumt waren. Genau das Richtige für Gerald Bachler, der die Anfangsphase zurückhaltend anging, aber schon bald mit ersten Top-Ten-Zeiten aufhorchen ließ.

Während viele Konkurrenten den extremen Bedingungen zum Opfer fielen und ihr Fahrzeug neben die Straße setzten oder in technische Probleme gerieten, brachten Gerald Bachler und Hubert Zach den Subaru ohne Kratzer ins Ziel. Sie erreichten damit, obwohl am zweiten Tag ein Problem beim Turbolader auftrat, den sensationellen siebenten Gesamtrang in der nationalen Wertung bei ihrem Debüt in einer Rallye auf diesem hohen Niveau. In der EM-Wertung wären Bachler/Zach auf Platz neun gelandet.

Gerald Bachler: "Für uns ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Wir wollten schon immer einmal eine tolle Rallye auf Schnee und Eis bestreiten. Dass uns dann noch unter diesen Bedingungen und bei dieser Konkurrenz ein Top-Ten-Platz gelang, ist einfach unglaublich. Ich brauch' jetzt ein paar Tage, um das erst so richtig realisieren. Unser Dank geht jedenfalls an die Sponsoren, die uns diesen Erfolg ermöglicht haben."

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