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Rallye-WM: News

Ogier: Testfahrten mit M-Sport und Toyota

Sebastien Ogier feilt direkt nach der letzten Rallye für Volkswagen an seiner Zukunft: Der Franzose evaluiert die Boliden von M-Sport und Toyota.

Für Sebastien Ogier wird es ernst: Nach der letzten Rallye für Volkswagen Motorsport muss sich der viermalige Weltmeister jetzt nach einem Cockpit für die WRC-Saison 2017 umsehen. Nach dem kurzfristigen Aus von Volkswagen in der Rallye-Weltmeisterschaft ist urplötzlich der dominante Fahrer der letzten Jahre auf dem Markt. Und Ogier fackelt nicht lange: Wie erhofft, hat er die Freigabe von Volkswagen erhalten und ist bereits bei Testfahrten zugegen. Dafür sagte er die Teilnahme an der Gala in Sydney ab.

Schon am Mittwoch saß er am Steuer eines Toyota Yaris WRC zu Testfahrten in Spanien. Er bewegte den Boliden des Rennstalls von Tommi Mäkinen auf nassem Asphalt und auf Schotter. Bei Toyota gäbe es eine Möglichkeit, Ogier neben Juho Hänninen einzusetzen. Das würde zu Lasten Esapekka Lappis gehen. Mäkinen lässt bei Autosport jedoch eine Hintertür offen: "Wir werden bis in den Frühling hinein nur zwei Fahrzeuge einsetzen und Juho wird alle Rallyes fahren."

Soll heißen: Ein drittes Fahrzeug wäre ab Mitte der Saison denkbar. So könnte auch Lappi noch zum Zuge kommen. Allerdings sind mit Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen zwei weitere Topfahrer ebenfalls auf dem Markt. Angebote dementiert Mäkinen jedoch: "Wir reden mit den Fahrern, aber wir haben ihnen noch kein Angebot gemacht." In einschlägigen Kreisen ist über eine Zehn-Millionen-Euro-Offerte von Toyota an Ogier spekuliert worden.

Test für M-Sport im Rheola Forest

Der Franzose macht derweil mit den Testfahrten weiter: Am heutigen Freitag ist er in Wales, um sich mit dem 2017er-Ford Fiesta von M-Sport anzufreunden. Er absolvierte rund 50 Kilometer im Renntempo. Dabei wurde er von Malcolm Wilson und Ott Tänak beobachtet. Mit seinem Beifahrer Julien Ingrassia fuhr er die Strecke zunächst in einem Straßenfahrzeug ab und setzte sich dann in den Rallye-Fiesta. Während des Tests soll er eine Veränderung am Fahrwerk haben durchführen lassen.

Malcolm Wilson will Ogier unbedingt, nachdem er im Vertragspoker 2011 den Franzosen an Volkswagen verloren hat. Gegenüber Autosport äußern sich beide Beteiligten zu einer möglichen Zukunft. Wilson ist bereit, viel Geld für Ogier hinzulegen: "Ich bin gewillt, in Regionen für ihn vorzustoßen, die ich noch nie betreten habe. Das ist eine der besten Gelegenheiten, die unser Unternehmen jemals hatte. Die kann ich nicht verstreichen lassen."

Ogier allerdings lässt sich Zeit. Er weiß, dass er es sich in seiner Position leisten kann. "Mein Plan ist, alle Autos zu testen, um so viele Karten wie möglich in der Hand zu haben. Viele Leute wollen mich in ihrem Team. Ich habe noch keine Entscheidung getroffen." M-Sport sei dabei nicht ganz oben auf seiner Liste, aber eine Möglichkeit. Allerdings könnten die Optionen weniger zahlreich ausfallen als er es sich vorstellt: Bei Hyundai ist die Tür so gut wie zu und Citroen müsste ein viertes Auto für ihn einsetzen, was aber nicht im Budget wäre. Deshalb wollen beide Hersteller Ogier auch momentan nicht testen lassen.

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