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Rallye-WM: Interview

Doch noch Privateinsätze des Polo WRC?

Verhandlungen mit Investoren aus Katar sind gescheitert, dennoch besteht Hoffnung, den neuen VW Polo WRC in der Rallye-WM zu sehen.

Obwohl das neue Modell des Volkswagen Polo WRC seinen Termin für die endgültige Homologation am Ende des letzten Jahres verpasst hat, könnte das Auto dennoch in dieser Saison der Rallye-WM eingesetzt werden. Entsprechende Verhandlungen mit dem Automobilweltverband FIA und privaten Investoren sind laut VW-Motorsportchef Sven Smeets im Gange. Mit einem Antreten des Autos vor der Korsika-Rallye im April sei aber nicht zu rechnen.

"Wir reden mit der FIA über eine Ausnahmeregelung für die Homologation", sagte Smeets. "So etwas gab es bisher noch nicht, aber wird brauchen etwas Ungewöhnliches, damit wir das Auto einsetzen können." Der Zeitraum für die Homologation der WRCs des Jahrgangs 2017 war per 1. Jänner abgelaufen. Da sich Volkswagen aber nicht mit privaten Investoren über die Finanzierung eines WM-Projekts einigen konnte, wurde der Vorgang nicht abgeschlossen.

Planungen, wonach Nasser Al-Attiyah in Katar ein VW-Polo-WRC-Team aus dem Boden stampfen könnte, sind laut Smeets vom Tisch. "Ich kann bestätigen, dass wir nicht mit Katar verhandeln. Damit sollten die Gerüchte verstummen. Wir sprechen mit anderen Leuten, die interessiert sind, aber zuerst müssen wird den anderen Punkt klären", hob er die Priorität einer Übereinkunft mit der FIA hervor.

Zwar sollten sowohl der Verband als auch die WRC Promoter GmbH an einem Start privater Fahrzeuge interessiert sein, doch für eine nachträgliche Homologierung wäre auch die Zustimmung der anderen Hersteller vonnöten. Diese könnte zwar bis zur Mexiko-Rallye im März oder sogar schon bis zur Schweden-Rallye im Februar erfolgen, doch Volkswagen will laut Motorsportchef Smeets nichts überstürzen.

"Wir sprechen jetzt von einem anderen Zeitplan", sagte er über die Situation nach dem Ablauf der ofiziellen Homologationsfrist. "Wenn wir eine weitere Rallye auslassen müssen, damit alle Leute mit dem Verfahren glücklich sind, werden wir das tun. Das Wichtigste ist, das Auto durch diesen außergewöhnlichen Prozess zu bekommen."

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