RALLYE

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Märtin Schnellster, Pech für Skoda

Schon der Shakedown sorgt für Aufregung, einige Fahrer brechen vorzeitig ab, schnellster Mann ist Markko Märtin (Ford), Pech bei Skoda.

Manfred Wolf

Am Ende der Strecke wartete nämlich eine riesige Bodenwelle – eine gute Gelegenheit, sich sein Auto schon vor dem Start zu demolieren.

Ford-Teamleader Markko Märtin – übrigens mit neuem Design unterwegs – fuhr dennoch die schnellste Zeit auf der vier Kilometer langen Probe-Prüfung. Das lässt für die Rallye wieder einiges erwarten, auch wenn man die Zeiten des kurzen Shakedown nicht überbewerten sollte: „Wir wissen, wie schwierig es hier in Argentinien wird. Jetzt liegt’s an uns!“

Weltmeister Marcus Grönholm kletterte gleich vorzeitig aus seinem Peugeot: „Ich will mir am Auto nichts kaputt machen. Ich muss ja niemanden etwas beweisen.“ Und der Finne konnte sich einen Seitenhieb bezüglich seiner Disqualifikation im letzten Jahr – wo er die Rallye ja eigentlich gewonnen hatte – nicht verkneifen: „Ich weiß, dass ich diese Rallye letztes Jahr gewonnen habe. Und genau das werde ich heuer wieder tun.“

Teamkollege Richard Burns, im letzen Jahr ebenfalls disqualifiziert, hatte beim Shakedown Probleme: Sein Gaspedal blieb immer wieder stecken. Größere Sorgen bereitet dem Briten allerdings die Tatsache, dass er als Erster ins Rennen gehen muss: „Wenn die Straßen trocken sind, wird es schwierig. Ich muss aufpassen, dass mein Zeitrückstand am ersten Tag nicht zu groß wird.“

Schnell war hingegen Subaru-Pilot Petter Solberg, er lag nur knapp hinter Märtin. Solberg und Teamkollege Tommi Mäkinen testeten noch eifrig neue Stoßdämpfer, auch bei Hyundai nutzte man die Zeit für Abstimmungsarbeiten. Und als bester Citroen-Pilot reihte sich Colin McRae auf Platz drei in die Shakedown-Ergebnisliste ein.

Einen mehr als verpatzten Auftakt erlebte das Team von Skoda: Als ersten erwischte es Toni Gardemeister. Der hatte einen Defekt an seinem Trainingsauto und wechselte auf einen Mietwagen.

Dabei vergaß das Team in der Hektik aber auf den Umbau des GPS-Systems, mit dem die Fahrer die Prüfungen besichtigen müssen. Prompt widerfuhr dem jungen Finnen ein ähnliches Schicksal wie Gilles Panizzi beim Saisonauftakt in Monaco: Eine Strafminute schon vor dem Rallye-Start, für ein Besichtigen ohne GPS-System.

Das ist aber harmlos im Vergleich zum Pech von Lokalmatador Gabriel Pozzo. Argentiniens hoffnungsvollster Nachwuchs-Star hätte – nach einem hervorragenden zehnten Platz im letzten Jahr – auch heuer wieder mit einem Skoda Octavia WRC an den Start gehen sollen.

Doch während des Shakedown schlug Pozzo so heftig auf, dass die Ölwanne herausgerissen und der Motor schwer beschädigt wurde – genug Ersatzteile gab es nicht, der Local-Hero musste schon vor dem Start das Handtuch werfen...

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