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Loeb ließ Grönholm keine Chance

Sébastien Loeb sicherte sich abermals den Sieg. Marcus Grönholm blieb nur Rang 2. Dani Sordo beeindruckte abermals, mit Rang 3. Stohl 7., Aigner 16.

Michael Noir Trawniczek

"Alles, was ich tun kann, ist zu versuchen, meine Führung zu behalten. Ich habe gesehen, dass Marcus einen Rhythmus gefunden hat - ich versuche, es ihm gleichzutun", erklärte Sébastien Loeb vor den beiden letzten Wertungsprüfungen gegenüber Autosport. Ein besonders vorsichtiges Statement, denn Loeb konnte zu diesem Zeitpunkt bereits einen Vorsprung von rund vierzig Sekunden auf den Ford-Werksfahrer vorweisen. Allerdings brannte Grönholm in den darauf folgenden Sonderprüfungen 11 und 12 tatsächlich die Bestzeit in den französischen Asphalt - Loeb jedoch konnte mit den Rängen 4 und 2 den "Schaden" gering halten - am Ende holte sich der Vorjahrssieger und WM-Leader den Sieg bei der Rallye Korsika, mit einem Vorsprung von exakt 29 Sekunden.

Damit wurde aus der Mission des Marcus Grönholm - zumindest eine der beiden Asphalt-Rallyes in Spanien oder Frankreich zu gewinnen, um einen Punktevormarsch des Kronos-Piloten zu verhindern - eine "Mission Impossible" - Grönholm, der im Laufe des Korsika-Wochenendes erklärte, er wüsste nicht, was man an seinem Auto noch verbessern solle - "vielleicht liegt es ja am Fahrer" - musste sich beide Male hinter Loeb anstellen, in Spanien reichte es sogar nur für Platz 3 hinter Sensationsmann Dani Sordo.

Sordo abermals der große Heroe

Sordo konnte auch auf der Insel Korsika sein großes Talent in die Auslage stellen. Nach Technikproblemen am Freitag arbeitete er sich konsequent nach vorne, holte sich zwei SP-Bestzeiten, konnte auch am heutigen Sonntag dem Druck von Ford-Werksfahrer Mikko Hirvonen standhalten. In SP 11 musste sich der Junioren-Weltmeister mit Rang 3 hinter Grönholm und Hirvonen zufrieden geben, doch in der letzten Wertungsprüfung ließ der Mann im Kunden-Xsara nichts mehr anbrennen, fuhr als Viertschnellster 5,3 Sekunden schneller als Hirvonen und sicherte sich am Ende mit 10,5 Sekunden Vorsprung auf Hirvonen den dritten Platz. Freilich jubelte der Youngster: "Das ist eine unglaubliche Rallye..."

Eine beeindruckende Leistung lieferte abermals der Privatier Alexandre Bengue (Peugeot), der sich 22,5 Sekunden vor Kronos-Pilot Xavier Pons den fünften Endrang sichern konnte.

Stohl/Minor auf Platz 7

Peugeot-Pilot Manfred Stohl und seine Co-Pilotin Ilka Minor dürfen sich über den siebenten Platz und zwei WM-Punkte für die Fahrer-WM freuen. Womit Stohl immer noch hinter Loeb, Grönholm und Sordo den vierten WM-Rang einnimmt.

Was auch daran liegt, dass Subaru-Speerspitze Petter Solberg einmal mehr ein durchwachsenes Rallye-Wochenende erleben und sich mit Rang 11 zufrieden geben musste. Asphalt-Guru Stephane Sarrazin ist als Achter der bestplatzierte Subaru-Pilot - die Krise bei dem Hersteller scheint kein Ende zu nehmen.

Skoda-Pilot Andreas Aigner durfte heute nach seinem gestrigen Unfall dank SupeRally wieder an den Start gehen und konnte die Rallye immerhin als 16. beenden. Sein neuer Stallkollege Harri Rovanperä wurde Zwölfter.

Die nächste Rallye steigt vom 28. bis 30. April in Argentinien, der Rallye-Tross begibt sich dort auf Schotter.

Ergebnis

 1.  Loeb        Citroen    3h 43:05.4
 2.  Grönholm    Ford       +     29.0
 3.  Sordo       Citroen    +   1:48.7
 4.  Hirvonen    Ford       +   1:59.2
 5.  Bengue      Peugeot    +   2:47.7
 6.  Pons        Citroen    +   3:10.2
 7.  Stohl       Peugeot    +   5:01.3
 8.  Sarrazin    Subaru     +   5:21.9
 9.  Galli       Peugeot    +   5:42.5
10.  Kopecky     Skoda      +   6:11.4
11.  Solberg     Subaru     +   6:40.5
12.  Rovanperä   Skoda      +  13:12.3
13.  Atkinson    Subaru     +  14:57.1
14.  Tirabassi   Citroen    +  26:15.8
15.  Aava        Suzuki     +  26:24.0
16.  Aigner      Skoda      +  26:41.9
WM-Stand Fahrer
1. Sebastien Loeb             46 Punkte 
2. Marcus Grönholm            35 Punkte
3. Daniel Sordo               20 Punkte
4. Manfred Stohl              13 Punkte
5. Petter Solberg             10 Punkte
WM-Stand Marken
1. Kronos Citroen              59 Punkte
2. Ford                        56 Punkte
3. Subaru                      38 Punkte
4. OMV Peugeot                 21 Punkte
5. Red Bull Skoda              11 Punkte
6. Stobbart VK M-Sport Ford    10 Punkte

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