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Auch ein Brückengeländer konnte Loeb nicht stoppen

Überirdische Citroen - Sébastien Loeb vergrößerte trotz Bremsproblem und Zwischenfall den Vorsprung auf Dani Sordo. Manfred Stohl (Citroen Xsara) rutschte nach Bremsverlust auf Platz 8 ab. Andreas Aigner (Mitsubishi) mit Gr. N-Bestzeit.

Michael Noir Trawniczek

Noch einmal wurde die mit 46 Kilometern sehr lange Wertungsprüfung von St. Pierreville nach Antraigues befahren. Die lange Strecke wirkte sich auf die Technik, speziell auf die Bremstechnik aus.

So kam der neue Citroen C4 von Sébastien Loeb mit einer beschädigten Beifahrertür ins Ziel. "Ich habe auf der Mitte der Prüfung ein bisschen an Bremskraft verloren und habe hart gepuscht, ich traf ein kleines Brückengeländer", beichtete der Weltmeister in die Mikrofone. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, trotzdem Bestzeit zu fahren. Mit einer Zeit von 28:29,7 Minuten war Loeb um 17,1 Sekunden schneller als sein Teamkollege Dani Sordo. Insgesamt liegt Loeb nun 23,7 Sekunden vor dem jungen Spanier.

Abermals beendete Ford-Werkspilot Marcus Grönholm die Prüfung als Dritter, liegt auch weiter in der Gesamtwertung auf dieser Position, allerdings war der 38-jährige Finne alles andere als glücklich - der Grund ist einfach zu erklären: Grönholm wies einen Rückstand von rund 24 Sekunden auf - sein Gesamtrückstand beträgt bereits eine Minute. Teamkollege Mikko Hirvonen fuhr mit 5,6 Sekunden Rückstand die viertschnellste Zeit und konnte so auf Rang fünf vorrücken.

Hinter den beiden Citroen und den beiden Ford platzierten sich auf SP 6 die beiden Subaru - allerdings war Chris Atkinson um 9,5 Sekunden schneller als Petter Solberg. Atkinson bleibt Gesamt-Vierter, Solberg rückte vor auf Rang 7. Mitsubishi-Pilot Toni Gardemeister konnte Manfred Stohl rund 13 Sekunden abknöpfen und liegt in der Gesamtwertung auf Rang sechs.

Stohl mit Bremsverlust, Aigner mit Gr. N-Bestzeit

Manfred Stohl rutschte vom fünften auf den achten Rang ab - der Grund: Die Defekthexe, Abteilung Bremsen, schlug auch an seinem Xsara zu. "Wir haben die vorderen Bremsen komplett verloren - es ist ein Glück, dass wir überhaupt ins Ziel gekommen sind", erklärte Stohl im Zielraum. Sein Bolide wies zudem leichte Schäden an der linken Vorderseite auf.

Stohl liegt nun exakt eine Sekunde hinter Petter Solberg, auf Gardemeister fehlen ihm rund 13 Sekunden. Runde 21 Sekunden hinter ihm belegt Skoda-Pilot Jan Kopecky den neunten Rang - auch er klagte über zu stark erhitzte Bremsen. Die Bremsen verlor auch Henning Solberg in seinem Stobart Ford, der frühere Stallkollege von Manfred Stohl liegt nur auf dem 15. Gesamtrang.

Tolles Lebenszeichen von Andreas Aigner - der Mitsubishi-Pilot konnte in der Gruppe N die Bestzeit markieren und dem Führenden der Gruppe, Subaru-Pilot Olivier Burri, der die zweite Zeit fuhr, satte 18 Sekunden abknöpfen, womit Aigner bereits wieder auf Rang vier der Gruppe N aufrücken konnte. Auf den Zweiten der Gruppe N, Jean-Paul Ayme, ebenfalls auf einem Mitsubishi Lancer Evo IX unterwegs, fehlen Aigner runde 50 Sekunden, auf Leader Burri jedoch fehlen rund vier Minuten. Der zweite Platz in der Gruppe N sollte jedoch möglich sein.

Ab 17.11 Uhr werden nochmals die beiden Prüfungen von Burzet nach Lachamp Raphael (16,4 km) sowie ab 17.57 Uhr von St. Martial nach Beleac (12,8 km) absolviert.

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