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Vorschau Mitsubishi

Die letzten drei Ausgaben der Monte-Carlo-Rallye gingen - dank Tommi Mäkinen - an Mitsubishi, im Jahr eins nach Big Mäk wäre ein Sieg der Japaner eine mittlere Sensation.

Bernhard Eder

Bei Mitsubishi Ralliart bricht mit der Monte-Carlo-Rallye 2002 eine neue Ära an: seit 1995 waren die Geschicke des Teams eng mit jenen von Tommi Mäkinen verbunden, der finnische Ausnahmepilot holte insgesamt vier WM-Titel für die Japaner.

Kommende Saison geht Mitsubishi mit einem vollkommen neuen Fahrer-Line-Up an den Start: Mäkinen (zu Subaru) und Freddy Loix (zu Hyundai) haben das Team verlassen, die Piloten für die 2002 sind Francois Delecour (bisher Ford) und Alister McRae (bisher Hyundai).

Delecour, der die Monte Carlo Rallye bereits 1994 gewonnen hat, zeigt sich nach ausgiebigen Testfahrten mit seinem neuen Dienstwagen äußerst zuversichtlich, schon bei seinem Debüt fürs neue Team ein positives Resultat zu erzielen: "Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass ich Monte Carlo gewinnen werde. Das Auto ist vielleicht noch nicht hundertprozentig ausgereift, aber wir werden ohne jeden Zweifel konkurrenzfähig sein."

Delecour erklärt den wesentlichen Unterschied des Lancer WRC zu seinem letztjährigen Auto, dem Focus: "Sobald man den Kurvenausgang sieht, muss man den Lancer ein klein wenig beschleunigen, dann ist es fast unmöglich, dass man sich dreht."

"Wenn man sich andere WRC´s anschaut, liegen die am Ende einer Kurve selten gerade, ganz im Unterschied zum Mitsubishi. Das Team hat in den letzten Wochen hart gearbeitet, das Auto funktioniert sehr effizient. Wenn man erst einmal begriffen hat, dass man mit dem Lancer sehr früh beschleunigen muss, gibt´s keine Probleme", so Delecour.

Alister McRae hat im Vergleich zu Delecour relativ wenig Monte-Erfahrung vorzuweisen. Der Schotte sieht den Saisonauftakt 2002 daher auch primär als Gelegenheit, um Erfahrungen mit seinem neuen Wagen auf Asphalt zu sammeln.

Die Tests der letzten Wochen stimmen McRae optimistisch: "Das Auto hat einen starken Motor, auch der Rest des Wagens funktioniert sehr gut. Vom Gefühl her ist der Lancer auf Asphalt ebenso stark wie er das bei den Tests auf Schnee in Lappland war."

Was die Fahrbarkeit des Autos betrifft, hat Alister ähnliche Erfahrungen wie sein Teamkollege Delecour gemacht: "Wenn man das erste Mal mit dem Lancer unterwegs ist, ist das ein ganz spezielles Gefühl, man muss seinen Fahrstil den Eigenheiten des Autos anpassen. Für mich ist es o.k."

Die Ziele für den Saisonauftakt setzt McRae eher bescheiden an: "Ich werde vor allem darauf achten, die richtige Reifen-Wahl zu treffen, keine Fehler zu machen und ins Ziel zu kommen. Für die Glanzlichter können wir dann ja noch später im Laufe der Saison sorgen."

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