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Lotus nicht auf der Nennliste

Der deutsche Lotus-Konzessionär fehlt in der endgültigen Version der Nennliste für die 24 Stunden von Le Mans, Millennium rückt nach.

Der Le-Mans-Veranstalter ACO hat am Dienstag die endgültige Starterliste für das diesjährige Rennen von 14. bis 15. Juni veröffentlicht. Auf den allerletzten Drücker gab es noch eine wichtige Veränderung. Lotus wird mit dem neuen T129 nun doch nicht an der Sarthe starten. Für das LMP1-Team aus Deutschland rückt in der LMP2-Klasse ein von Delta-ADR betreuter Oreca-Nissan von Millennium nach. Team-CEO Fabien Giroix (Bild) hat offenbar doch noch das Geld für den Einsatz zusammenbekommen; der Franzose wird sich das Auto mit der Startnummer 22 mit John Martin und Oliver Turvey teilen.

Drei andere prominente Fahrer – Christijan Albers, Pierre Kaffer und Christophe Bouchut – müssen hingegen zuschauen. Das Trio sollte am 1. Juni beim Vortest in Le Mans den ersten Rollout mit dem Lotus-AER T129 durchführen und zwei Wochen später im LMP1-Fahrzeug auch am Rennen teilnehmen. Bei der Entwicklung und dem Bau des Autos gab es jedoch einige Verzögerungen.

Lotus-Konzessionär Kodewa hat zwar die notwendigen Crashtests mit dem T129 erfolgreich absolviert, die abschließende Homologation fehlt allerdings noch – und genau da liegt das Problem: Die Fahrzeuge der 24 Stunden von Le Mans müssen mindestens 30 Tage vor dem Beginn des Events homologiert sein. Der offizielle Start der Veranstaltung ist der offizielle Testtag, also der 1. Juni – diese Frist ist demnach längst abgelaufen.

"Der ACO hat mit dem Team Hand in Hand gearbeitet, um es zu schaffen. Wir sind bezüglich der weiteren Zukunft guter Dinge. Der brandneue LMP1-Wagen sollte während der Le-Mans-Woche vor Ort sein. Er wird voraussichtlich an den folgenden Läufen zur Langstrecken-WM, beginnend mit dem Rennen in Austin am 20. September, teilnehmen können", so der ACO in einem Statement. Vor dem Rennen in Le Mans soll es offenbar eine offizielle Präsentation des Lotus T129 geben.

Auf der 56 Fahrzeuge und 168 Piloten umfassenden Nennliste gibt es noch eine weitere Überraschung. 8Star-Boss Vincente "Enzo" Potolicchio taucht nicht mehr als Einsatzpilot im eigenen Ferrari F458 Italia der GTE-Am-Klasse auf. Den Platz des Venezolaners hat nun der US-Amerikaner Frank Montecalvo eingenommen. Den Zytek-Nissan von Caterham werden Rudolf Nunemann, Alessandro Latif und James Winslow pilotieren. Patrick Dempsey wird sich seinen Porsche wieder mit Joe Foster und Patrick Long teilen. Mika Salo sitzt LMP2-Auto von SMP, Viktor Shaitar wechselt in deren GTE-Fahrzeug.

Download Nennliste: [pdf, 159 KB]

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