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Zweiter Anlauf mit dem neuen WRC

Das Debüt des neuen Ford Focus WRC 03 verlief in Neuseeland nicht ganz zufriedenstellend, in Argentinien soll’s besser laufen.

Manfred Wolf

Markko Märtin war in Neuseeland auf dem Weg zu einem Spitzen-Ergebnis, möglicherweise sogar zu einem Sieg. Doch ein defektes Teil am Motor machte alle Hoffnungen zunichte, so war Platz neun von Francois Duval die einzige Ausbeute beim ersten Antreten mit dem neuen Focus.

Doch gerade in Argentinien stehen die Vorzeichen für Ford mehr als gut. die letzten zwei Jahre waren Ford-Piloten siegreich, Carlos Sainz im letzten Jahr, Colin McRae im Jahr davor.

Das heißeste Eisen im argentinischen Feuer wird zweifelsohne Markko Märtin sein, der Este zeigt sich im Interview auch schon hoch motiviert, vielleicht ermöglicht er ja den Hattrick für Ford.

Märtins Teamkollegen kämpfen vor allem mit einem Mangel an Erfahrung. Sowohl Francois Duval, als auch Mikko Hirvonen waren in Südamerika noch nie am Start.

Lediglich Duvals Co-Pilot, Stephane Prevot, kann auf vier Jahre Argentinien-Erfahrung zurückblicken – möglicherweise ein kleiner Vorteil für das Duo: „Ich habe im Vorjahr zwar die Besichtigung hier mitgemacht, aber der Schrieb, den ich damals mit meinem alten Co Jean-Marc Fortin erstellt habe, ist nicht perfekt“, so Francois Duval.

„Das heißt, ich muss für dieses Jahr wieder einen komplett neuen Aufschrieb machen. Generell freue ich mich aber auf die Rallye, diese Art von Prüfungen gefällt mir und unserem Auto sollte dieses Geläuf ebenfalls entgegenkommen.“

„Aber wie schon gesagt – mir fehlt jegliche Erfahrung im Renntempo, also wird mein Hauptziel sein ins Ziel zu kommen und so viel wie möglich zu lernen.“

Für Mikko Hirvonen und seinen Co-Piloten Jarmo Lehtinen gilt ähnliches, noch dazu muss sich der 22jährige mit einem alten Ford Focus RS auf die Jagd nach schnellen Zeiten begeben: „Ich hoffe, ich mache nicht so viele Fehler wie in Neuseeland. Aber die Straßen in Argentinien sollen ja nicht so rutschig seijn.“

„Die Hauptsache wird sein, fürs nächste Jahr so viel Erfahrung wie nur möglich zu sammeln – nichtsdestotrotz wäre ein erneuter Top-Ten-Platz sehr schön. Aber das wird eher davon abhängen, wie viele vor mir ausfallen, fürchte ich…“

An den neuen Fahrzeugen von Märtin und Duval wurden übrigens jene Hydraulik-Systeme geändert, die in Neuseeland für die Probleme und den Ausfall von Märtin verantwortlich waren.

Getestet wurden diese Änderungen auch gleich, bei einem Schotter-Test in Portugal absolvierten Märtin, Duval und Test-Pilot Mark Higgins über 600 Kilometer. Und um bei Markko Märtin ganz auf Nummer sicher zu gehen, bekommt der Este für die Argentinien Rallye ein komplett neu aufgebautes Einsatzfahrzeug.

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