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Loeb und Rossi - zwei Superstars im Rampenlicht

Loeb verriet bei seiner Streckenbesichtigung, dass er nicht in Wales starten wird. Für Rossi ist die Rallye ein Selbsttest hinsichtlich einer möglichen WRC-Zukunft.

Michael Noir Trawniczek

Weltmeister Sébastien Loeb, der extra nach Neuseeland anreiste, um sich die neue Streckenführung der WM-Rallye anzusehen, hat gegenüber der BBC schwere Bedenken geäußert, am Saisonfinale in Wales teilzunehmen. "Die Chancen, dass ich in Wales dabei sein werde, sind denkbar gering", sagte Loeb.

Loeb, der bereits als Weltmeister feststeht, sagt: "Ich habe dort nichts zu gewinnen, daher möchte ich keinerlei Risiken auf mich nehmen, welche meinen Start in der kommenden Saison gefährden könnten."

Der Hintergrund: "Die verschiedenen Ärzte, die ich aufgesucht habe, erklärten mir durch die Bank, dass ich mindestens drei Monate benötigen werde, um die Verletzung auszuheilen. Ich möchte nicht bei einem Crash oder einem anderen Zwischenfall riskieren, dass ich mit der Rehabilitation wieder von vorne beginnen muss."

Selbsttest im schwarzen "Leichenwagen"

Mit einem pechschwarzen Subaru Impreza WRC 2005 startete Moto GP-Ass Valentino Rossi beim Shakedown zur Neuseeland-Rallye, wo er sich als letzter der elf WRC-Piloten in den Timetable eintrug. Dem "Doktor" fehlten auf die Bestzeit von Mikko Hirvonen, 2:21.9 Minuten, rund 12 Sekunden. Auf den Zehnten, Stobart Ford-Pilot Matthew Wilsonn, fehlten immer noch acht Sekunden. Die "Prophezeiung" von Carlo Cassina, Rossi's Co-Piloten, wonach der mehrfache Motorrad-Weltmeister am ersten Tag im Spitzenfeld liegen würde und er erst am zweiten Tag wegen der ungünstigen Startreihenfolge zurückfallen werde, darf man daher wohl eher als Scherz betrachten.

In die gleiche Kerbe schlug Rossi selbst, im Rahmen der Pre-Pressekonferenz erklärte er: "Ich werde um einen Podestplatz kämpfen, mit Sicherheit!" Doch gleich im nächsten Satz relativierte er: "Ich weiß nicht, ob es möglich sein wird, sich vor einem der anderen zehn WRC-Piloten zu platzieren. Ich starte als Elfter und vielleicht wird das auch meine Platzierung sein. Ich darf am Beginn der Rallye einfach keine Fehler machen und ich muss meinen Speed und meine Position einschätzen können."

Für die ferne oder mittelferne Zukunft hingegen hegt Rossi ernsthafte WRC-Pläne: "Rallye ist nach dem Motorrad-Sport meine zweite große Leidenschaft, mein Vater war auch im Rallyesport unterwegs, nachdem er mit den Zweirädern Schluss gemacht hatte." Seine Teilnahme an der Neuseeland-Rallye stellt eine Art Selbsttest für den Italiener dar: "Ich wollte eine echte WRC-Rallye kennen lernen und ich möchte schauen, was ich nach meiner Zweiradkarriere tun werde. Ich muss wissen, ob ich es mag und ob ich im Rallyesport über ein Potential für die Zukunft verfüge."

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