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Hoffnungsträger Schotter

Am kommenden Wochenende wird auf Sardinien die erste von sechs Schotter-Rallyes in Angriff genommen. Nicht wenige erhoffen sich viel von diesem Belag.

Michael Noir Trawniczek

Am kommenden Wochenende gastiert der WRC-Tross zum dritten Mal auf der Mittelmeerinsel Sardinien, um dort die dritte Schotter-Rallye der Saison 2006 zu bestreiten.

Der Schotter - von ihm erwarten sich einige ihr Glück. Subaru-Pilot Petter Solberg, der bei den bisherigen Schotter-Events jeweils Platz zwei belegen konnte. Der Norweger möchte nach drei Nullnummern bei sechs Läufen endlich den Anschluss finden und jener Rolle gerecht werden, die ihm zahlreiche Experten vor Saisonbeginn zugeschrieben haben: Als Teil des "Trio Infernale", welches heiße Kämpfe um die Weltmeisterschaft ausficht.

Zu diesem wurde auch Marcus Grönholm gezählt. Der finnische Ford-Werkspilot konnte der Rolle auch gerecht werden - mehr noch, er holte die ersten zwei Saisonsiege, führte die Tabelle an. Doch bereits jetzt, nach der sechsten von sechzehn WM-Rallyes, und nach vier Loeb-Siegen in Folge, befürchtet Grönholm, dass ihm der Weltmeister in der Tabelle vollends entwischt.

"Der Fokus hat gezeigt, dass er auf Schotter schnell ist", sagt Grönholm. Doch: "In Mexiko machte ich einen Fehler, in Argentinien gab es technische Probleme." Jetzt kommen sechs Schotter-Events in Folge - das Motto kann für Grönholm nur lauten: Jetzt oder nie!

Stohl auf seinem Lieblings-Terrain

Ein wahrer Schotterfreund ist auch der Wiener Manfred Stohl. Der Peugeot-Pilot stellte seine Liebe zum losen Untergrund mit den Plätzen 3 und 4 in Mexiko und Argentinien unter Beweis. Beim ersten Schotter-Event auf europäischem Boden darf man einiges von dem Duo Manfred Stohl/Ilka Minor erwarten - eines jedoch sicher nicht: Ein "Kringerl".

Denn ein solches würde ihm - wie auch Loeb, Sordo und Galli, die sich im Cordoba-Stadion ebenfalls erlaubt haben, die begeisterten Fans mit den kleinen Kunststücken zu erfreuen - eine Sperre einbringen. Die FIA hat zwar die Geldstrafe - satte 10.000 Euro - widerrufen, nicht jedoch die Verwarnung.

Die WRC-Piloten werden aber auch ohne "Kringerl" ins Schwitzen geraten - die Meteorologen sagen Temperaturen um die 30 Grad Celsius voraus. Die Sonderprüfungen auf Sardinien sind vielschichtig - einmal eng, dann wieder weitläufig und schnell. Rund die Hälfte der Wertungskilometer wurde neu ausgelegt - Grönholm rechnet damit, dass man auf den neuen Streckenteilen noch höhere Tempi erreichen wird.

Aigner erstmals auf Schotter

Ins Schwitzen könnte auch Harri Rovanperä bei seinem 108. WM-Lauf kommen - Red Bull Skoda legt bei der Rückkehr in den Rallye-Zirkus die Latte hoch: Ein Top 6-Platz wird angestrebt.

Andreas Aigner wird erstmals ein WRC-Auto auf Schotter steuern. "Wir müssen zuwarten, wie er sich auf Schotter fühlt", sagen die beiden Teambosse Armin Schwarz und Raimund Baumschlager.

Und was erwartet sich der WM-Führende, Seriensieger Sébastien Loeb vom Schotter? Eigentlich nichts Besonderes - der Mann im dunkelblauen Kronos-Citroen scheint auf allen Belägen in einer eigenen Liga zu fahren. Seine simple Strategie lautet: "Ich werde versuchen, von Beginn an voll zu fahren."

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