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Optimismus bei Stohl und Solberg

Manfred Stohl und Henning Solberg zeigen sich vor dem Schotter-Spektakel auf Sardinien sehr zuversichtlich, man möchte vorne mitfighten.

Das OMV Peugeot Norway World Rally Team ist für den nächsten Einsatz in der FIA World Rally Championship, der „Rally d’Italia Sardegna“ bestens gerüstet.

Beim ersten Schotterlauf auf europäischen Terrain in dieser Saison wollen Manfred Stohl/Ilka Minor (Ö) und Henning Solberg/Cato Menkerud (Nor) ihre Drift-Stärken ausspielen. Dabei sollen die Platzierungen in der Weltmeisterschaft (Stohl 4., Solberg 9.) nicht nur gehalten, sondern verbessert werden.

Ebenso werden die beiden Teams alles daran setzen, auch in der Hersteller-Wertung aufzuholen, wo man zwar bei den M2-Teams überlegen in Führung liegt, aber auch auf Schlagdistanz zu den M1-Teams ist.

Typisch, aber typisch schwierig

Manfred Stohl ist voll im WM-Fahrplan. Der Wiener hält nach sechs von 16 Läufen bei 18 Punkten in der Fahrer-Wertung. Das ist ein Schnitt von drei Punkten pro Rallye. Und das, obwohl ein Ausfall in Schweden und zwei Asphalt-Rallies zu diesen sechs gefahrenen Läufen zählten.

Damit gibt sich Manfred Stohl aber lange nicht zufrieden und das Team Stohl/Minor ist heiß auf Sardinien. Stohl: „Sardinien ist sicher nicht meine Lieblings-Rally. Sie ist eine typische Schotter-Rally, aber typisch schwierig. Die Straßen sind enorm eng und sehr hart.“

Im Vorjahr war Stohl durch eine Lebensmittelvergiftung geschwächt. Das Training konnte nur teilweise absolviert werden und am Ende belegte er den neunten Gesamtrang. Aber nach dem vierten Platz in Argentinien ist Stohl überzeugt, auch in diesem Jahr in Italien aufs Podest fahren zu können.

Stohl: „Wir waren in Argentinien schon sehr knapp dran. Von der Geschwindigkeit sind wir voll dabei. Das haben die zwei erneuten Sonderprüfungs-Bestzeiten bewiesen.“

Sardinien ist keine Unbekannte

Im Gegensatz zu Monte Carlo, Mexico und Argentinien, wo Henning Solberg zum ersten Mal am Start war, kennt er sich in Sardinien schon bestens aus. Der norwegische OMV Pilot war bereits 2004 und 2005 auf der italienischen Mittelmeerinsel im Einsatz.

Solberg: „Ich bin sehr zuversichtlich. Das Peugeot 307 WRC funktioniert auf Schotter einwandfrei. Den Zwischenfall mit der Kupplung auf der letzten Sonderprüfung in Argentinien haben wir abgehakt. Wir werden Jagd auf eine weitere Sonderprüfungsbestzeit machen, die unsere Stärke auf Schotter erneut unterstreicht.“

In guter Gesellschaft

Auch in der Hersteller-Wertung liegt das OMV Peugeot Norway World Rally Team über dem Plansoll. Nachdem man bei nur vier der bisherigen sechs gefahrenen WM-Läufe für die Hersteller-WM nominiert war, führt das Team mit 31 Punkten überlegen die M2-Wertung an. Trotzdem möchte man bei den kommenden beiden Veranstaltungen den Abstand zu den in der M1 genannten Teams verringern.

„Wir sind über dem Plansoll. Manfred Stohl konnte bereits 18 und Henning Solberg 13 Punkte holen. Wir liegen bei einem Schnitt von 7,75 Hersteller-Punkten pro Lauf – damit sind wir auf Schlagdistanz zu den M1-Teams und das übertrifft unsere Erwartungen absolut“, zeigt sich OMV Peugeot Norway-Teammanager Jacky Bozian zufrieden.

Top-Besetzung in Sardinien

Die Nenniste der „Rally d’Italia Sardegna“ kann sich sehen lassen. Erstmals seit Schweden (2. WM-Lauf/Februar 2006) sind beim siebenten WM-Lauf wieder alle sechs Hersteller-Teams am Start. Insgesamt befinden sich 22 World Rally Cars auf der Nennliste.

Keine leichte Aufgabe für das OMV Peugeot Norway World Rally Team, obwohl Manfred Stohl erklärt: „Hennig und ich brauchen uns wirklich vor keinen Gegnern zu fürchten. Ich finde, dass 22 World Rally Cars die Attraktivität jeder Rally nur steigern können.“

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