RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Wittmann/Pattermann entschieden sich für Spikes – und lagen goldrichtig!

Reifenpoker auf SP 1 – und Franz Wittmann jun. beeindruckt gleich einmal mit Platz 9. In Führung liegt Vouilloz knapp vor Hänninen. Im Bild Sarrazin.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Peugeot

Rund 20 Super 2000-Boliden sind bei der Kultrallye Monte Carlo, dem Auftakt zur IRC-Saison am Start. Umso beeindruckender die Leistung des österreichischen Duos Franz Wittmann jun. und Bernhard Ettel, die auf der 24,77 km langen SP 1 die neuntschnellste Zeit markieren konnten – Wittmann ist damit der mit Abstand beste Nicht-S2000-Pilot.

Der Hintergrund: Die erste Prüfung gestaltete sich zu einem kompletten Reifenroulette. Vor der SP war nur zu erfahren, dass sehr viel Eis auf der Strecke liegt. So fuhren einige Piloten mit Spikes, andere wiederum wagten Slicks, viele fuhren mit Winterreifen.

Für Wittmann sind Vater Franz Wittmann sen. und dessen langjähriger Co-Pilot Jörg Pattermann als Eisspione tätig – Pattermann erklärte: „Ich bin jetzt schon zwanzig Mal bei der Monte Carlo Rallye dabei, aber solche differente Bedingungen habe ich noch nicht erlebt. Wir haben uns für Spikereifen entschieden und waren, wie die Zeit von Franzi zeigt, damit gut beraten.“

Mit dem tollen neunten Platz als Resultat – Wittmann und Ettel liegen etwas mehr als eine Minute hinter dem führenden Nicolas Vouilloz (Peugeot 207 Super 2000) zurück, der regierende IRC-Champion übernahm also gleich wieder das Zepter. Allerdings liegt der Finne Juho Hänninen im Werks-Skoda Fabia S 2000 nur 2,3 Sekunden zurück. Auf Platz 3 rangiert Toni Gardemeister auf einem Fiat Grande Punto S 2000, dahinter liegen Anton Alen (Fiat Grande Punto S 2000), Juniorenweltmeister Sébastien Ogier, Freddy Loix, Kris Meeke und Stephane Saarazin (alle auf Peugeot 207 S 2000) – dann folgt bereits Wittmann auf seinem Mitsubishi Lancer Evo IX. Fiat-Pilot Basso liegt als Zehnter und 16 Sekunden hinter dem jungen Österreicher.

Franz Wittmann jun. zieht nach dieser erfreulichen ersten Prüfung eine positive Zwischenbilanz, gibt sich aber realistisch, was den weiteren Verlauf der Rallye anbelangt: „Nach den ersten beiden Kurven der SP 1 hatte ich das Gefühl wir haben die falschen Reifen. Dann besserte sich diese Situation blitzschnell. Ich konnte voll angreifen, überholte in der Folge zwei Konkurrenten und habe bei einem verunfallten Auto, noch einmal ca. 15 Sekunden liegen gelassen. Mit Platz Neun bin ich natürlich zufrieden. Ich weiß aber, dass es nicht so gut weiter laufen wird. Aber einmal unter den Top Ten bei einem IRC Lauf aufzuzeigen, ist schon eine gute Sache.“

Am Nachmittag sind noch zwei Prüfungen zu 23,37 km sowie 30,39 km zu absolvieren – SP 2 wird um 13.12 Uhr Ortszeit gestartet, SP 3 beginnt um 16.05 Uhr.



Stand nach SP 1

 1. Vouilloz             Peugeot S2000        22:22.9 
 2. Hänninen             Skoda S2000            + 2.3 
 3. Gardemeister         Abarth S2000          + 16.3
 4. Alen                 Abarth S2000          + 17.9
 5. Ogier                Peugeot S2000         + 24.6
 6. Loix                 Peugeot S2000         + 50.9
 7. Meeke                Peugeot S2000         + 55.8
 8. Sarrazin             Peugeot S2000         + 56.3
 9. Wittmann             Mitsubishi Evo IX   + 1:04.0
10. Basso                Abarth S2000        + 1:20.0

News aus anderen Motorline-Channels:

IRC: Monte Carlo

- special features -

Weitere Artikel:

WRC-Premierensieger Katsuta

Weltmeister und Rivalen feiern ihn

Takamoto Katsuta feiert seinen ersten WRC-Sieg: Besonders die Reaktionen von Ott Tänak und Kalle Rovanperä zeigen, wie viel dieser Erfolg bedeutet

WRC Safari-Rallye: Nach Tag 1 (SP2)

Fünffachspitze für Toyota

Angeführt von Oliver Solberg liegen nach zwei von 20 Wertungsprüfungen in Kenia fünf Toyota-Fahrer in den Top 5 - Hyundai führt das Verfolgerfeld an

TEC7 ORM, Rebenland-Rallye: Fotos Testtag

Die besten Bilder vom Rebenland-Testtag

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder vom Test für die bevorstehende Rebenland-Rallye.

"Man ist nur noch Passagier"

Warum die Safari-Rallye 2026 zur Lotterie wird

Heftige Regenfälle verwandeln die Safari-Rallye in Kenia in eine unberechenbare Schlammschlacht: Selbst erfahrene WRC-Stars erwarten eine der härtesten Ausgaben

Bergrallye-Cup: Saisonvorschau

Junge Generation entdeckt die Bergrallye neu

Der steirische Bergrallye-Cup ist aus der heimischen Motorsport-Szene nicht wegzudenken. Seit weit über 40 Jahren werden die kurzen Bergrennstrecken in Angriff genommen und das Interesse reißt nicht ab...