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WRC: Rallye Monte-Carlo

Turbulenter Freitagnachmittag

Nach einem Dreher von Bouffier übernahm Weltmeister Ogier die Führung, Bouffier behielt immerhin Zweiter. Robert Kubica nach Unfall ausgeschieden.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Daniel Fessl/www,motorline.cc

Die zweite Durchfahrt der 49 Kilometer langen SP 9 „Vitrolles – Col D’Espreaux – Faye“ hatte es in sich. Auf der nassen, extrem matschigen Prüfung hatten zahlreiche Piloten ihre so genannten „Moments“…

Allen voran der bisherige Rallye-Leader Bryan Bouffier, der berichtete: „Ich habe mich einmal gedreht und landete in einem Schlammfeld, Zuschauer haben uns da herausgeschoben.“ Da kostete Bouffier nicht nur 47 Sekunden, sondern auch die Führung bei der Rallye Monte Carlo….

Diese schnappte sich Weltmeister Sebastien Ogier, der auf der SP 9 mit einem Vorsprung von 22,8 Sekunden eine deutliche Bestzeit markieren konnte, obwohl er im Ziel der SP 9 zugab: „Ich hatte eine kleine Berührung, aber es scheint okay zu sein.“ Dessen Teamkollege Jari-Matti Latvala verlor nach einem Reifenschaden rund zwei Minuten, konnte aber die Fahrt fortsetzen.

Dies war Robert Kubica nicht vergönnt, der Lotos-Pilot ist nach seinem Abflug auf SP 9 zu den zahlreichen Ausfällen zu zählen...

Auf der 36,8 km langen SP 10 „Sisteron – Col de Fontbelle – Thoard“ markierte Ogier eine weitere Bestzeit, Bryan Bouffier lag als Zweitschnellster 11,4 Sekunden zurück.

Vor der letzten Sonderprüfung der zweiten Etappe führt somit Ogier 22,6 Sekunden vor Bouffier. Der Weltmeister meinte im Ziel der SP 10: „Bislang war es ein guter Tag für uns, aber wir haben noch eine weitere schwierige Prüfung vor uns.“

Bouffier erklärte: „Auf der vorigen Prüfung habe ich das Setup steifer eingestellt, doch das war leider ein Fehlgriff, jetzt habe ich es wieder umgestellt. Wir versuchen einfach, so gut wie möglich zu fahren.“

Mit bereits 1,5 Minuten Rückstand belegt Citroen-Pilot Kris Meeke („Ich fuhr sehr vorsichtig.“) nun einen recht einsamen dritten Platz, der viertplatzierte Teamkollege Mads Östberg („Es läuft immer besser.“) liegt 49 Sekunden hinter dem Briten zurück.

Dahinter belegen Elfyn Evans (M-Sport), Latvala (VW), Mikko Hirvonen (M-Sport), Andreas Mikkelsen (VW/auf SP 10 neben der Straße), Jaroslav Melicharek (M-Sport) sowie Peugeot 207 S2000-Pilot Matteo Gamba die restlichen Top 10-Plätze.

In der WRC2 führt Yuriy Protasov rund 1,5 Minuten vor Armin Kremer im Stohl Racing Ford Fiesta R5. Der drittplatzierte Robert Barrable liegt bereit vier Minuten hinter Kremer zurück.

Um 18 Uhr wird die 20,7 km lange SP 11 „Clumanc – Lambruisse“ in Angriff genommen, als letzte Sonderprüfung der zweiten Etappe. Am Samstag steht dann der legendäre Col de Turini auf dem Programm.

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