RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Rallye Monte Carlo

Verhaltenes M-Sport-Comeback

Mikko Hirvonens Einstand bei M-Sport brachte nicht den gewünschten Erfolg. Zuerst klagte er über Anpassungsprobleme, danach streikte die Technik.

Die Rückkehr von Mikko Hirvonen zu M-Sport begann mit einem Ausfall. Die schwierigen und wechselhaften Wetterverhältnisse bei der Rallye Monte Carlo waren keine optimalen Voraussetzungen, um sich an den aktuellen Ford Fiesta RS WRC anzupassen. Hirvonen nutzte seine Erfahrung, aber schließlich besiegelte kurz vor dem Ziel ein elektrischer Defekt den Ausfall. Der "Monte"-Sieger von 2010 - damals ein IRC-Lauf - entfernte sogar die Windschutzscheibe, als die Scheibenwischer keinen Saft mehr bekamen. Es half alles nichts.

"Es war ein frustrierendes Wochenende. Wir hatten zu Beginn Mühe uns auf den Fiesta einzuschießen, aber die Pace ist dann gekommen. Es ist wirklich schade, dass es so enden musste", sagt Hirvonen enttäuscht im Service-Park. Schon am Donnerstagmorgen lief es nicht nach Plan, denn er verpokerte sich bei der Reifenwahl und wurde bei einsetzendem Schneefall mit Slicks auf dem falschen Fuß erwischt.

Schließlich fuhr Hirvonen am Nachmittag der ersten Etappe mit Winterreifen und verbesserte sich von Rang 13 auf Position acht. Es ging vorwärts. "Ich fühlte mich am Nachmittag etwas komfortabler, aber wir haben bei dieser Art von Bedingungen kaum getestet. Deshalb ist es schwierig, Vertrauen zu finden. Es wird aber besser, was ein gutes Zeichen ist", meinte Hirvonen noch am Donnerstagabend.

Dennoch lief der Anpassungsprozess auch am Freitag weiter. Die Reifenwahl war meist nicht ideal, weshalb die Abstimmung für die nassen Straßen auch nur ein Kompromiss war. "Es war sehr knifflig. Es gibt so viele Dinge bei diesem Auto und dem Setup, die man auf Asphalt wissen muss. Mit mehr Kilometern verstehe ich besser, was ich verändern muss, damit es für mich angenehmer zu fahren ist. Es ist nicht einfach, denn der ständige Kompromiss bei den Reifen macht es hart."

Hirvonen lag nach Etappe zwei auf Position sieben und war auf Kurs zu Rang sechs, als sich der Elektrikdefekt anbahnte. Der 33-Jährige versuchte den Fiesta in langsamer Fahrt weiterzuschleppen, aber schließlich blieb er stehen. "Jetzt konzentriere ich mich auf die nächste Rallye. Schweden genieße ich immer sehr. Hoffentlich können wir dort das Ruder herumwerfen und unser Potenzial zeigen", blickt Hirvonen auf die kommende Schneerallye voraus.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Rallye Monte Carlo

- special features -

Weitere Artikel:

Dieses Land könnte übernehmen

Rallye Dakar 2027 nicht in Saudi-Arabien

Die Rallye Dakar 2027 findet nicht wie geplant in Saudi-Arabien statt - Wegen der Sicherheitslage muss ein neuer Austragungsort her - Marokko gilt als Favorit

ARC, Herbstrallye: Bericht

Die Herbstrallye 2026 schreibt Geschichte!

Mit dem spannenden Showdown auf der letzten Prüfung, dem ersten Sieg von Raimund Baumschlager seit 2017 schreibt die Herbstrallye 2026 Geschichte. Doch auch der zunächst verloren scheinende ARC-Sieg von Rene Kiehtreiber, seine Aufholjagd boten Rallyesport vom Feinsten. Und: Gerolf Schuller jubelt als neuer ARC-Clubmeister.

Peter Klein Kolumne

Je größer die Schwierigkeit…

...die man überwindet, desto größer ist der Sieg! - motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erzählt von seinem neuerlichen Besuch bei Marcel Neulinger - sein Bericht klingt zuversichtlich...

Finale am Dreiländereck

Finale am Dreiländereck

In seiner jüngsten motorline-Kolumne berichtet der frühere ORF-Reporter Peter Klein von seinem Ausflug zur Herbstrallye.

ARC, Herbstrallye: Bericht Mayer

Mayer nur knapp am Podium vorbei

Knapp verpasst ich auch daneben – Daniel Mayer und Co-Pilot Jürgen Klinger beendeten am Samstag die zur Austrian Rallye Challenge zählende Herbst-Rallye im Raum Waidhofen/Thaya mit ihrem Citroen C3 Rally2 auf dem vierten Gesamtrang