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Unbelohnte Heldentat

Pech für das OMV World Rally Team, die Sensations-Leistung der Mechaniker blieb unbelohnt, Manfred Stohl und Jani Paasonen schieden aus.

Der Freitag Abend stand ganz im Zeichen des OMV World Rally Teams. Auf dem Serviceplatz ging die Post ab. Nachdem Manfred Stohl den ganzen Tag über keine Motorleistung hatte, entschied man sich beim Schluss-Service, wofür man 45 Minuten Zeit hat, den Zylinderkopf zu wechseln.

Eine Arbeit, für die man normalerweise einige Stunden benötigt. Die Mechaniker des OMV World Rally Teams schafften es sensationellerweise in der vorgegebenen Zeit. Dennoch blieb die Arbeit unbelohnt, denn auf der ersten Samstag-Sonderprüfung kam das Aus für den österreichischen OMV Piloten.

Es waren unglaubliche Szenen, die sich in der Service-Halle (Poliforum) im mexikanischen Leon abspielten. Als sich das OMV World Rally Team dazu entschloss, den Zylinderkopf bei Stohls Motor zu wechseln, erntete man dafür nur mitleidiges Kopfschütteln. Zu aussichtslos schien das Unternehmen. Denn einserseits hatte man nur 45 Minuten Zeit und anderseits dürfen lauft Regelment der FIA immer nur vier Mechaniker gleichzeitig am Wagen arbeiten. Diese sind mit gelben Plastik-Westen gekennzeichnet.

Als Manfred Stohl am Abend in die Halle zum Service kam, war alles bereits vorbereitet. Zudem hatte es sich schon herumgesprochen, dass das OMV World Rally Team ein weltrekordverdächtiges Unternehmen in Angriff nimmt. Vor hunderten Zuschauern wurde dann im Akkord gearbeitet.

Unter der kritischen Überwachung der FIA und zahlreicher Kameras diverser Fernsehstationen waren die Bewegungen der Mechaniker kaum mehr nachzuvollziehen. Nach genau 45 Minuten wure der Motor wieder in den Wagen gehoben. Als OMV Pilot Manfred Stohl dann den Mitsubishi startete, brandete im Poliforum unglaublicher Jubel auf. Die Mechaniker fielen sich gegenseitig um den Hals und selbst die Mitglieder konkurrierender Teams kamen, um zu gratulieren.

Leider blieb die Arbeit unbelohnt. Auf der ersten Sonderprüfung des zweiten Tages schlug das OMV Duo Manfred Stohl/Ilka Minor bei einer Wasserdurchfahrt an und verbog sich dadurch das Turbo-Luftrohr. Nach wenigen Metern blieb der Wagen endgültig stehen. Stohl:

„Es ist zum aus der Haut fahren. Das Auto ist sensationell gelaufen. Es hat alles gepasst. Ich habe voll riskiert, denn ich sah noch eine Chance in die Punkteränge zu kommen. Der Ausfall tut mir ganz besonders für meine Mechaniker-Crew leid, denn die hat am Freitag eine legendäre Vorstellung gezeigt. Ich bin sehr stolz auf sie.“

Nicht besser erging es Jani Paasonen, dem zweiten Teil des OMV World Rally Teams. Der Finne war drauf und dran Toshi Arai (Jap/Subaru) von Platz zwei zu verdrängen. Doch er riskierte ein wenig zu viel und rutschte auf der letzten Sonderprüfung des zweiten Tages von der Strecke. Damit war auch für ihn die Mexico-Rally zu Ende:

„Es lief alles ganz problemlos. Auf der letzten Sonderprüfung des zweiten Tages wollten wir nochmals attackieren, um Arai unter Druck zu setzen. Das ging leider schief.“

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