RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Ich setz mich selber unter Druck"

Manfred Stohl verlässt auch die zweite PWRC-Rallye ohne Punkte, im Interview mit motorline.cc spricht er über den Ausfall und den zunehmenden Druck.

Manfred, du hattest gleich zu Beginn der Mexiko-Rallye Probleme, was war genau los?

Noch auf der ersten Prüfung ist ein Teil des Turboladers in den Motor gekommen und hat dort verheerende Schäden angerichtet. Wir haben uns mit teilweise nur zwei Zylindern über die ersten beiden Prüfungen gerettet und im Service eine notdürftige Reparatur durchgeführt.

Eigentlich hätte man angesichts der aussichtslosen Situation aufgeben müssen, wir haben uns aber dazu entschlossen, doch weiter zu fahren. Nach weiteren zwei Prüfungen haben wir immerhin das Etappenziel erreicht.

Und dort haben deine Mechniker dann den Schaden repariert?

Ja, wenngleich die meisten Leute es für aussichtslos hielten, meine Jungs haben es geschafft, in nur 45 Minuten den kompletten Zylinderkopf zu wechseln, Hut ab!

Zu Beginn des zweiten Tages hat das Auto also wieder normal funktioniert?

Es war perfekt, man hätte glauben können, dass ein neuer Motor eingebaut ist.

Was ist dann auf der ersten SP der zweiten Etappe passiert?

Es war mein Fehler. Ich bin volles Risiko gegangen um vielleicht doch noch Punkte zu holen. In einer Kurve war ich dann zu weit innen und bin in ein größeres Loch geknallt, danach war der Ladeluftkühler hinüber und ein Weiterfahren unmöglich. Mir tut's vor allem für meine Mechaniker leid, die einen fabelhaften Job geleistet haben.

Nun ist genau das eingetreten, was du vermeiden wolltest, in Neuseeland musst du aufgrund des Punktestandes weit hinten starten.

Das ist richtig, aber gar nicht meine größte Sorge. Ich merke jetzt, wie ich mir selbst immer mehr Druck mache, nach zwei Rallyes ohne Punkte.

Wie lautet die Taktik für Neuseeland?

Ich muss versuchen, am ersten Tag nicht zu viel zu riskieren um ab dem zweiten Tag von einer besseren Startposition zu profitieren, hoffentlich hab ich die Geduld, die erste Etappe abzuwarten.

Wie siehst du deine Chancen in der Gesamtwertung?

Es könnte schlechter aussehen, in Mexiko sind etlich Piloten, die in Schweden gepunktet haben ausgefallen, u.a. McRae, Kuchar und auch Jani Paasonen. Leicht wird es aber sicher nicht.

Abschließend noch ein Wort zu Jani Paasonen, was ist ihm genau passiert?

Ja, Jani wollte auf der letzten SP der zweiten Etappe Zeit auf den Zweitplatzierten Toshihiro Arai gut machen. Es unterlief ihm ein Fahrfehler, er riss sich ein Rad aus und rutschte fünf Meter eine Böschung hinunter. Dies ist umso ärgerlicher, da Arai in genau jener Prüfung über zwei Minuten durch einen Reifenschaden verloren hatte...

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Mexiko

Weitere Artikel:

ARC, Mühlstein Rallye: Vorschau

Bunt gemischtes Feld aus sieben Ländern

Die SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor wartet mit 77 Teams aus 7 Ländern auf! Mit Startnummer 1 bringt der Tscheche Adam Brezik Europameisterschafts-Flair nach Schwertberg. In der Austrian Rallye Challenge sind sämtliche Topteams am Start....

WRC Finnland 2026: Bericht

Nächster Pajari-Sieg nach Ogier-Drama

Zweiter WRC-Sieg in Folge für Sami Pajari: Der Toyota-Pilot gewinnt seine Heimrallye, nachdem Sebastien Ogier auf dramatische Weise ausscheidet. Keferböck/Minor auf Platz 2 der WRC Masters.

ARC, Mühlstein Rallye: Rallye Radio

Mühlstein Rallye Radio - Sendezeiten

Noir Trawniczek ist auch bei der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor wieder auf Stimmenfang unterwegs.

Mit neuen Investoren, einem CEO aus der Formel 1 und dem WRC27-Reglement stellt die FIA die Weichen für die Zukunft des Rallyesports

Mühlstein Rallye: Vorschau ARC

ARC Topteams bei der Mühlstein Rallye am Start

Bei der zweiten von vier reinen ARC-Rallyes, der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor sind nahezu sämtliche Top-Player der Austrian Rallye Challenge am Start. Insgesamt freuen sich 41 ARC-Teams auf das Comeback in Schwertberg.

Drama bei der Rallye Finnland: WM-Spitzenreiter Elfyn Evans wirft den Sieg mit einem Überschlag weg - Sebastien Ogier liegt nun wieder deutlich vorne. Keferböck/Minor weiter auf P2 der Masters.