RALLYE

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Nur ungefähr da, wo Citroen eigentlich hingehört...

Die 89. Podiumsplatzierung für Carlos Sainz war zwar ein schöner Erfolg, dennoch war Citroen mit dem Ausgang der Rallye nicht besonders glücklich.

Manfred Wolf

Es war keine leichte Rallye für „El Matador“, doch das hatte sowieso kein Pilot erwartet. Beim Spanier kamen die tragischen Ereignisse in seiner Heimat noch hinzu. Auf der ersten Etappe musste er die Dämpferabstimmungen nachjustieren, auf der zweiten Etappe waren zu harte Reifen am Citroen Xsara WRC montiert, die er zu allem Übel auch noch über zwei Durchgänge am Auto lassen musste – ein falsch angegebener Barcode wurde zum Verhängnis.

Trotz all dieser Widrigkeiten lag Sainz am Ende der zweiten Etappe an zweiter Stelle, nur 15 Sekunden hinter dem Führenden Markko Märtin (Ford).

Und am Sonntag, im Laufe der letzten Etappe, kam Carlos Sainz bis auf elf Sekunden an Märtin heran – bis er seinen Xsara während der SP 13 aufs Dach legte. Eine runde Minute ging verloren, bis Sainz, Co-Pilot Marc Marti und Zuseher das Auto wieder flott bekommen hatten.

„An diese Rallye werde ich mich immer erinnern. Nicht nur, weil es ein gut organisierter, schöner, neuer WM-Lauf war, sondern auch aufgrund der Ereignisse abseits der Rallyepisten. Nach dem Ausfall von Sebastien haben wir uns selbst Druck gemacht. Wir wussten, dass wir wichtige Punkte für Citroen holen müssen. Ich dachte, wir können gewinnen, aber dieser blöde Fehler…“

Zu diesem Zeitpunkt war, wie von Carlos Sainz angesprochen, sein jüngerer Teamkollege Sebastien Loeb schon lange ausgeschieden. Der Franzose traf auf SP 6 einen Stein derart unglücklich, dass er sich die Ölwanne aufriss und ohne Öl im Motor aufgeben musste.

Nach zehn Zielankünften ohne Unterbrechung (vier Mal als Sieger, vier weitere Male am Podest), war „SuperSeb“ doch sehr enttäuscht: „Das ist wirklich ärgerlich. Doch wenigstens gilt das, was ich vor dieser Rallye gesagt habe: Wenn es wirklich schlecht läuft, werde ich in der Gesamtwertung dennoch nicht weit zurückfallen.“

Das stimmt, denn der Citroen-Pilot führt noch immer in der WM – auch wenn Ford-Pilot Markko Märtin nun ebenfalls bei 20 Punkten hält.

Auch Teamchef Guy Frequelin sah sich nach der Rallye bestätigt, indem er davor vor übertriebener Euphorie gewarnt hatte: „Wie ich gesagt habe. Es ist eine besondere Spezialität in diesem Sport, dass von einer Sekunde auf die andere alles total anders kommt, als erwartet.“

„Am Ende der fünften SP hatten wir eine Doppelführung, eine SP später war ein Auto schon ausgeschieden – was vor allem für die Konstrukteurs-Wertung ganz schlecht war. Dann hofften wir, dass Carlos noch den Sieg schaffen kann – bis er sich auf die Seite legte. Doch trotz dieses Unglücks hat er noch einen Podiumsplatz geholt und das zeigt, wo wir eigentlich hingehören – unser Xsara gehört zu den Besten!“

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