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Loeb führt, Ford holt auf, Sordo und Aigner glänzen

Loeb führt weiterhin vor Sordo, dahinter liegen nun Grönholm, Gardemeister und Hirvonen. Stohl auf Rang 6, Aigner beeindruckender 7.

Michael Noir Trawniczek

Von den SP-Bestzeiten her war dieser zweite Tag der Deutschland-Rallye, auf den Baumholder-Prüfungen, ziemlich abwechslungsreich: Der private Skoda-Pilot Jan Kopecky scheint eine Vorliebe für die Prüfung Bosenberg zu haben, brannte dort sowohl am Morgen als auch am Nachmittag die schnellste Zeit in den Asphalt. Dani Sordo schnappte sich die Vormittagsbestzeit auf der Panzerplatte. Die Ford-Piloten fühlten sich im Trockenen wesentlich wohler: Mikko Hirvonen war auf der Erzweiler-SP Schnellster, Marcus Grönholm gewann am Nachmittag die Prüfungen Panzerplatte und Erzweiler. Ganz am Schluss, auf der abschließenden, nur 5 Kilometer langen City-Prüfung St. Wendel, reihte sich schließlich wieder jener Mann ganz oben auf dem Zeitenmonitor ein, der diese Rallye wie schon in den Jahren zuvor dominiert: Sébastien Loeb.

Loeb führt am Ende der zweiten Etappe 34,3 Sekunden vor seinem Stallkollegen Dani Sordo, der auch am zweiten Tag seine Beförderung zum Nr.2-Piloten rechtfertigen konnte - der "Loeb der Zukunft", wie Sordo von vielen Experten genannt wird, ist der einzige, der auch nur halbwegs auf Schlagdistanz zum regierenden Weltmeister bleiben konnte. Am Vormittag konnte Sordo sogar den Rückstand auf seinen Teamkollegen reduzieren - was auch Loeb höchsten Respekt abrang. "Dani hat am Vormittag ordentlich Druck gemacht", erklärte Loeb.

Grönholm stößt Gardemeister vom Podium

Der WM-Zweite Marcus Grönholm litt an dem großen Rückstand, den er sich am Freitag im Regenchaos zuzog. Der Finne konnte heute immerhin Toni Gardemeister vom provisorischen Podest stoßen und belegt mit einem Rückstand von 2:14.1 Minuten Rückstand Platz 3 der Gesamtwertung. 25,7 Sekunden dahinter liegt Gardemeister auf Rang 4 - in seinem Windschatten jedoch lauert der zweite Ford-Pilot Mikko Hirvonen, dem nur noch 16,6 Sekunden auf den privaten Xsara-Piloten fehlen.

Hirvonen stiehlt Stohl Rang 5

Hirvonen war es auch, der Manfred Stohl vom fünften auf den sechsten Gesamtrang verwies. Nachdem der OMV-Pilot gestern zweimal die falschen Reifen aufziehen ließ, lief es diesbezüglich heute besser. Am Vormittag jedoch streikte ab Kilometer 15 der Prüfung Panzerplatte die Wippschaltung, sodass "Stohlito" auf Handbetrieb umschalten musste. Als dann auch noch die Kupplung den Geist aufgab, wurde es kritisch - der Peugeot sprang, einem Känguru gleich, hinein in den Parc Fermé - das Problem konnte im Service behoben werden. Stohl liegt als Gesamt-Sechster 23,6 Sekunden hinter Hirvonen - und über eine Minute vor seinem Landsmann Andreas Aigner.

Aigner bleibt in Bestform

Der Red Bull Skoda-Pilot lieferte abermals eine nahezu perfekte Vorstellung - wie auf Bestellung, als passende Begleitmusik zu den Zukunfts-Verhandlungen mit den Skoda-Verantwortlichen. Aigner leistete sich bis auf ein paar kleine Schnitzer - "Ich hab eine Abzweigung verpasst und dann ist mir auch noch der Motor abgestorben." - keine gravierenden Fehler - er und auch sein Bolide scheinen in Bestform zu sein. Aigner konnte seinen 7. Gesamtrang halten, auch wenn er nach dem Mittagsservice meinte: "Langsam gehen uns die Reifen aus, wir würden jetzt einen viel weicheren Pneu benötigen." Noch muss Aigner zittern - denn von hinten nähert sich der Asphalt-Experte von Subaru, Stephane Sarrazin, der nur noch 12,6 Sekunden hinter Aigner liegt. Zudem liegen auch Kopecky und Chris Atkinson (Subaru) als Neunter und Zehnter in Reichweite. Während der eine RB Skoda-Pilot bei seiner zweiten Deutschland-Rallye glänzt, kann Stallkollege Mathias Ekström bislang nicht den Erwartungen entsprechen.

Kris Rosenberger und seine Co-Pilotin Tina Monego belegen in ihrem VW-Kitcar den dreißigsten Gesamtrang. Die Rallye startet morgen Sonntag in die dritte, finale Etappe - z um 8.38 Uhr wird die rund 19 Kilometer lange Sonderprüfung Freisen/Westrich in Angriff genommen.

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