RALLYE

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"Die FIA sollte unbedingt in diese Richtung gehen!"

Sein Vater Rudi wird in Deutschland den Erdgas-Mitsubishi als Vorauswagen pilotieren - Manfred Stohl findet eine "Grüne Serie" mehr als reizvoll...

Welchen Stellenwert hat die OMV ADAC Rallye für Sie?

Diese Rallye ist Deutschlands größte Motorsportveranstaltung und das zurecht. Ich habe seit den WM-Läufen in Portugal nirgendwo so viele Zuseher und Fans wie in Deutschland gesehen. Da macht Rallyefahren wirklich Spaß. Man erlebt live, wie groß das Interesse an dieser Sportart ist, und dieses hohe Zuschauerinteresse motiviert natürlich auch uns Fahrer.

Gibt es außer der sportlichen auch noch eine technische Motivation?

Eine davon war für Stohl-Racing sicherlich die Weltpremiere mit dem erdgasbetriebenen Mitsubishi in der Österreichischen Meisterschaft. Bereits beim zweiten Einsatz konnte OMV-Pilot Beppo Harrach die Klasse für alternativbetriebene Fahrzeuge gewinnen – das hat mich unheimlich stolz gemacht. Wir sind eine kleine Firma mit zehn Mitarbeitern und haben bei diesem Projekt enorme Entwicklungsarbeit geleistet. In Deutschland absolvieren wir hier erstmals einen Probegalopp mit dem Erdgas-Mitsubishials Vorwagen.

Werden Rallye-Autos mit Alternativ-Energien zukünftig in der WM eingesetzt?

Absolut – die Autos sind extrem schnell. Ich bin überzeugt, dass die FIA in diese Richtung gehen sollte. Eine 'Grüne Serie' von Biodiesel bis Erdgas öffnet neue Türen, auch bei Sponsoren. Der Rallyesport würde so erneut eine Vorreiterrolle beim Thema Umwelt-Verantwortung im Motorsport übernehmen.

Wie reizvoll ist für Sie die Strecke der Deutschland-Rallye?

Die Weinberge mag ich sehr gerne – es ist dort ziemlich kurvig und von daher sehr interessant zu fahren. Vor allem die wunderschöne Landschaft beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue und man glaubt gar nicht, wie viele Straßen sich da verbergen. Baumholder ist von den Wertungsprüfungen her ein wenig zu breit und daher nicht mein Lieblings-Terrain – man hat dort auch einen enorm hohen Reifenverschleiß und muss oft ungewollt die Reifen wechseln. Im Saarland konnte ich immer gute Zeiten fahren – vielleicht weil es dort ziemlich schnell zur Sache geht.

Ist die Fahrwerksabstimmung und Reifenwahl für diese drei Etappen schwierig?

Man kann hier keine reine Asphalt-Abstimmung fahren, weil zum Teil - speziell Baumholder - tiefe Bodenwellen und Straßenunterschiede wie Stufen, Schlaglöcherund Regenrinnen sind. In Baumholder ist auch immer recht viel Schmutz auf den Wertungsprüfungen – das macht die ganze Sache sehr selektiv. In Wirklichkeit ist das mit den Reifen nicht viel anders als bei anderen Asphalt-Rallyes. In Baumholder ist die Gefahr des Reifenverschleißes jedoch sehr hoch. Um Reifenschäden zu vermeiden, ist da schon auch Strategie angesagt. Saubere Linie finden, versuchen nicht über Stock und Stein mit High Speed zu fahren und nicht zu viel cutten – also die Pneus doch ein wenig schonen.

Welchen Eindruck hinterlässt bei Ihnen der Start in der alten Römerstadt Trier?

Die Porta Nigra ist schon sehr beeindruckend. Für einen Showstart und die Fans eine ideale Kulisse. Manchmal wünsche ich mir eine Zeitmaschine, denn es würde mich sehr interessieren, wie die Menschen zu der Zeit der Römer in Trier gelebt haben.

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