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WRC: Rallye Monte-Carlo

Das große Duell sorgt für Spannung

Spannendes Duell der beiden Weltmeister, nach SP 5 führt Loeb drei Sekunden vor Ogier. Solberg/Minor Zwölfte, Keferböck auf Platz 47.

Michael Noir Trawniczek

Eine Prüfung zu rund 15 sowie zwei Prüfungen zu je 25 Kilometern wurden am Freitagvormittag im Rahmen der Rallye Monte Carlo abgehalten. Die Bedingungen waren extrem schwierig: SP 4 war beinahe vollständig vereist, auf den beiden anderen Strecken war mitunter auch rutschiger Schlamm zu bewältigen.

Die Augen der Weltöffentlichkeit waren natürlich auf das große „Duell der Sebs“ gerichtet, wobei der neunfache Weltmeister Sebastien Loeb erneut das „glücklichere Händchen“ hatte. Gleich auf der ersten Prüfung konnte er offenbar von den besser werdenden Streckenbedingungen profitieren und mit einer Bombenbestzeit glänzen, seinem zweitplatzierten Widersacher Sebastien Ogier konnte der Citroen-Pilot satte 15 Sekunden abknöpfen.

Auf SP 4 und SP 5 hieß der Schnellste überraschend Robert Kubica, der jedoch am Vorabend auf der Verbindungsetappe ins Service ohne Licht von der Polizi gestoppt wurde, womit er heute unter Rally2 starten durfte, aber zehn Strafminuten erhielt.

Ogier war jeweils schneller als Loeb, heraus geschaufelter Schnee und Schlamm ließen die Konditionen nun von Wagen zu Wagen schlechter werden. Auf SP 5 büßte Loeb etwas mehr als 20 Sekunden auf den Volkswagen-Piloten ein, sodass nur noch drei Sekunden zwischen dem führenden Loeb und Ogier liegen.

Loeb zeigte sich naturgemäß mit der ersten Prüfung zufrieden, nach SP 5 erklärte er: „Es ist sehr, sehr schlammig und rutschig, du musst hier einige Risiken eingehen, um nicht zu viel Zeit zu verlieren.“ Ogier war nach SP 4 wenig überrascht: „Ich habe erwartet, dass wir auf dieser Prüfung Zeit verlieren.“ Nach den beiden weiteren Prüfungen zeigte sich der Franzose zufrieden: „Das war nicht so schlecht.“ Das große Weltmeister-Duell wird also am Nachmittag fortgesetzt…

Bereits etwas mehr als eine Minute liegt der drittplatzierte Jari-Matti Latvala im zweiten VW Polo WRC zurück, rund eine weitere halbe Minute dahinter belegt Ott Tänak im Ford Platz vier, gefolgt von Kris Meeke (Citroen), Andreas Mikkelsen (VW), Mads Östberg (Citroen) sowie den beiden Hyundai-Piloten Thierry Neuville. Und Dani Sordo.

Henning Solberg und seine österreichische Copilotin Ilka Minor liegen hinter dem tschechischen Privatier Martin Prokop auf Rang zwölf. Der Norweger erklärte, er sei mit den „Spikereifen nicht so vertraut“.

In der WRC-2 führt Citroen-Werkspilot Stephane Lefebvre knapp vor Martin Koci im Fiesta R5, die BRR Skoda-Pilotin Armin Kremer und Henk Lategan belegen die Plätze fünf und sechs.

In der WRC-3 konnte sich Wurmbrand Racing-Pilot Christian Riedemann vorarbeiten auf Platz vier, um die Führung kämpfen die Franzosen Quentin Gilbert und Terry Folb.

Johannes Keferböck und Hannes Gründlinger lagen in ihrem Peugeot 207 S2000 auf Gesamtrang 45.

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