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WRC: Rallye Monte Carlo

Volkswagen-Dreifachsieg

Sebastien Ogier verwaltet seinen Vorsprung bei der „Monte“ und feiert einen ungefährdeten Sieg – Kubica crasht – Solberg/Minor auf P11.

Michael Hintermayer

Der finale Tag der Rallye Monte Carlo 2015 verlief ohne gröbere Zwischenfälle – abgesehen vom Crash von Robert Kubica. Sebastien Ogier verwaltete seinen Sieg bis zum Ende und feiert seinen zweiten Monte-Carlo-Sieg mit knapp einer Minute Vorsprung vor seinem Volkswagen-Teamkollegen Jari-Matti Latvala. "Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Für mich ist es der wichtigste Sieg des Jahres. Die Rallye ist eine große Herausforderung, weshalb die Freude am Ende so groß ist. Die Atmosphäre war an diesem Wochenende magisch“, so Ogier im Ziel. Insgesamt war es Ogiers 25. WM-Sieg.

Tonangebend war bei der Rallye Monte Carlo sicherlich das große Duell zwischen Ogier und Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb, der ein einmaliges Comeback für Citroen gab. Loeb übernahm am Donnerstagabend die Führung und lieferte sich am Freitag einen engen Zweikampf mit Ogier. In SP8 beschädigte sich der neunfache Champion allerdings das linke Hinterrad und das Duell war vorbei. Ab dem Samstag war der Weg für Volkswagen frei.

Volkswagen-Junior Andreas Mikkelsen wird nach einer problemlosen Rallye mit dem dritten Platz belohnt. "Eine sehr gute Rallye für uns. Ich hoffe, Jari-Matti und Ogier kommen auch gut durch, damit wir einen Dreifachsieg feiern können."

Vierter und somit bester nicht-VW-Pilot wird Mads Östberg. Trotz der Motorprobleme am gestrigen Nachmittag schafft der Norweger sein Citroen DS3 WRC in das Ziel zu retten: „Es war eine sehr gute Rallye für mich, ich habe keine Fehler gemacht. Ich werde in Schweden im neuen Wagen sitzen, hoffentlich passiert das nicht noch einmal.“

Thierry Neuville setzt sich auf der letzten Sonderprüfung „Col Saint Jean - Saint Laurent 2“ im Hyundai-internen Duell mit Dani Sordo durch und beendet die Rallye auf dem fünften Platz. „Thierry war schneller. Am Schluss war es wahnsinnig eng zwischen uns“, resigniert der Spanier Sordo im Ziel. 0,8 Sekunden fehlten Sordo auf Neuville. Hinter dem Hyundai-Gespann reiht sich Elfyn Evans als bester Ford-Pilot auf dem siebenten Rang ein.

Sebastien Loeb beendet seinen Gaststart nach seine Ausfall am zweiten Tag auf dem achten Rang. Der neunmalige Weltmeister und siebenfache Sieger der Rallye Monte Carlo konnte über den Col de Turinin eine letzte Bestzeit hinlegen und wurde Zweiter der Powerstage. Insgesamt stellte die lebende Legende fünf Bestzeiten auf. „Es war eine tolle Rallye. Mein Fehler war natürlich enttäuschend, aber ich hatte eine große Freude und habe die Rallye genossen", sagt Loeb. „Es herrschte eine tolle Atmosphäre und es war großartig, hier dabei zu sein." Nun widmet sich Loeb seiner zweiten Saison in der Tourenwagen-WM. Pläne für weitere WRC-Starts gibt es derzeit nicht.

Foto: Billiot Jérémie @ Twitter

Bester Privatier wird der Tscheche Martin Prokop auf einem Fiesta WRC. Er konnte eine schwierige Rallye auf dem neunten Gesamtrang beenden, doch Freude kam bei ihm nicht auf: „Die letzten zwei Tage waren wirklich hart. Auf der Powerstage haben wir hart gepusht, aber die Zeit war schlecht. Die letzten beiden Tage waren ein echtes Desaster, wir müssen nun analysieren warum.“

Die Top-Ten komplettiert Kris Meeke im Citroen DS3. Auch er erlebte eine durchwachsene Rallye, konnte sich aber auf der Powerstage gegen Sebastien Loeb durchsetzen und kann so drei Zusatzpunkte auf sein Konto verbuchen.

Auf Rang elf folgt, mit etwas mehr als einer Minute Rückstand auf Meeke das norwegisch-österreichische Duo Henning Solberg und Ilka Minor. Auch Solberg und Minor hatten mit den schwierigen Bedingungen zu kämpfen und hatten einige Dreher zu verzeichnen.

Die Höhen und Tiefen setzten sich bei Robert Kubica auch Anfang 2015 fort. Auf der einen Seite untermauerte der ehemalige Formel-1-Pilot mit vier Bestzeiten seinen Speed, doch es gab einmal mehr Zwischenfälle. Schon am Samstag flog der Ford-Pilot von der Strecke. Am Sonntag war die Rallye durch einen weiteren Unfall endgültig beendet. Nach der Zieldurchfahrt von SP14 krachte Kubica in eine Mauer, weil die Bremsen nachgelassen hatten.

Die WRC3 gewinnt der Frazose Gilbert Quentin vor dem Deutschen Christian Riedemann, der einen Wurmbrand-Citroen DS3 einsetzte. Armin Kremer und Klaus Wicha belegen im BRR-Skoda den 14. Gesamtrang und somit den dritten Platz der WRC2 hinter Stephane Lefebvre (Citroen R5) und Craig Breen (Peugeot).
Johannes Keferböck und Hannes Gründlinger (Peugeot 207 S2000) beenden ihre erste „Monte“ auf dem 37. Gesamtrang.

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